Suchmaschinenmarketing mit Google

Die Marketing-Tools AdWords und AdSense

SEM - Suchmaschinenmarketing - Martina Rüter
SEM - Suchmaschinenmarketing - Martina Rüter
Mit AdWords Anzeigen zu keywordbezogenen Suchanfragen schalten und mit AdSense durch das Einblenden contextbezogener Anzeigen auf der eigenen Website Geld verdienen.

Suchmaschinenmarketing - auch SEM als Abkürzung für Search Engine Marketing bezeichnet - umfasst alle Maßnahmen zur Kundengewinnung. Oberstes Ziel des SEM ist, dass das Internetangebot über Suchmaschinen gut gefunden wird. Dies kann unter anderem durch bezahlte Anzeigen auf den Ergebnisseiten der Suchmaschine erfolgen. Hier bietet sich insbesondere das Anzeigenprogramm AdWords von Google an.

Über die Jahre hat sich die Garagenfirma Google - insbesondere durch Zukäufe artverwandter Dienste - zu einem mächtigen Internet-Imperium entwickelt. So lenkt der Monopolist heute rund 70 bis 80 Prozent der Besucherströme im Internet. Seinen Erfolg verdankt das Unternehmen der funktionalen Suchoberfläche und der Trefferrelevanz. Während die Konkurrenz wie zum Beispiel AltaVista ihre Startseiten mit Links und Werbebannern zu plakatierte, kam Google mit nur einem einfachen Suchfeld daher. Denn die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin hörten und befolgten die Ratschläge von dem Usability-Guru Jacob Nielsen. Der zweite Erfolgsfaktor war der PageRank-Algorithmus. Er wurde von Larry Page – nach dem der PageRank auch benannt ist – erdacht. Das Grundprinzip ist genial einfach: Links, die von Menschen auf eine Internetseite gesetzt werden, stehen für die Qualität der Inhalte. Mittlerweile ist das Verfahren zur Ermittlung des PageRank wesentlich komplexer und bezieht zusätzliche Aspekte wie beispielsweise die Keyworddichte oder den Link-Text mit ein.

Da die Suchmaschinenoptimierung – oft auch als SEO für Search Engine Optimization abgekürzt – langfristig angelegt ist und viele Rankingparameter sowie ihre Gewichtung unbekannt und nur in begrenztem Umfang beeinflussbar sind, kann man zur Steigerung des Bekanntheitsgrades seiner Internet-Präsenz zusätzliche Marketingmaßnahmen, wie die Suchmaschinenwerbung, einsetzen.

Google AdWords

AdWords steht für Keyword-Advertising. Der Begriff setzt sich aus dem englischen Adverts für Werbeanzeigen und Word für Worte zusammen. Es handelt sich um eine der unzähligen Möglichkeiten zur Internetwerbung. Google-Adwords-Anzeigen bestehen in der Regel aus vierzeiligem Text. Die kostenpflichtigen Anzeigen erscheinen in Abhängigkeit von den eingegebenen Suchbegriffen entweder in der rechten Spalte oder oberhalb der Suchergebnisse. Google bietet mit seinem Keyword-bezogenen Werbeprogramm eine volle Kostenkontrolle. So kann man zum Beispiel tagebezogene Obergrenzen für das eigene Werbebudget festlegen. Auch die Tageszeit, an denen die Anzeigen erscheinen sollen, kann bestimmt werden.

Keywords finden

Für den Erfolg einer AdWords-Kampagne ist die Wahl der Keywords entscheidend. Mit dem Online-Tool Google Trends kann man herausfinden, nach welchem Suchbegriff von den Nutzern bevorzugt gesucht wird. Gibt man zum Beispiel die drei Begriffe Homepage, Internet-Präsenz und Internetauftritt ein, so gibt Google Trends Auskunft über die Verteilung der drei Suchbegriffe innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Das Ergebnis zeigt, dass Homepage noch am häufigsten eingegeben wird. Mit dem Keyword-Tool lassen sich auf einfache Weise neue Keywords für Anzeigekampagnen ermitteln. Mit dem Statistik-Tool Google Analytics lässt sich der Verlauf der Kampagne gut verfolgen.

Google AdSense

Der Name AdSense spielt auf den Sinn- beziehungsweise Bedeutungszusammenhang zwischen dem Thema der Website und den Werbeanzeigen an. Bei diesem Werbeprogramm handelt es sich um eine Möglichkeit mit der eigenen Internet-Präsenz Geld durch die Schaltung inhaltsbezogener Anzeigen zu verdienen. Nach Anmeldung und Freischaltung erscheinen automatisch auf das Layout abgestimmte und zum Inhalt der Internetseite passende Anzeigen. Natürlich kann der Seitenbetreiber Anzeigen seiner eigenen Mitbewerber ausschließen. Über das AdSense-Konto lässt sich die Effektivität der Werbeanzeigen kontrollieren. Ein solches Angebot lohnt sich allerdings meist nur für contentreiche Seiten, da je Klick für den Seitenbetreiber Provisionen im Centbereich anfallen. Die Klickrate auf Werbeanzeigen ist von der Anzahl der Besucher abhängig. Je mehr Leser, desto mehr Klicks. Deshalb findet man AdSense-Anzeigen häufig auf hoch frequentierten und inhaltsreichen Web-Angeboten.

eTrainerin, Dozentin und Autorin, Anja Wotzikowski

Martina Rüter - Als freiberufliche Webgestalterin beschäftige ich mich sowohl mit dem web-gerechten Texten als auch mit barrierefreiem Webdesign. ...

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