Suizid in der Schweiz - Erschreckende Zahlen

Die Statistik der Freitode spricht für sich. Leider.

Suizid - http://www.netzy.ch/die-another-day/Suizid%20und%2
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Trotz sozialem Wohlstand, stabiler Wirtschaftslage und guter Ausbilung hat die Schweiz mit 19 Prozent eine der höchsten Selbstmordraten der Welt. Woran liegt das?

Wenn die Hölle auf der Erde näher ist als der Himmel, und die Menschen ihr Leben nicht mehr für lebenswert erachten, kommen Selbstmordgedanken auf.

Wohlstand allein macht nicht glücklich

Schlechte Noten in der Schule, den Job verloren, ein Familienmitglied ist auf tragische Weise gestorben; wiederholen oder häufen sich solche Ereignisse, führt dies bei einigen Menschen zu Selbstmordgedanken.

Man kann es kaum glauben, dass in der heutigen Konsumgesellschaft die Selbstmordrate in der Schweiz bei Jugendlichen und Erwachsenen so hoch ist. Denn bis jetzt hat man immer angenommen, dass Wohlstand glücklich macht. Die Realität liefert aber ein ganz anderes Bild. Welche aber sind die Motive für das freiwillige Ausscheiden aus dem Leben?

Gründe für Selbstmorde

Die Statistik in der Schweiz über die Freitode stimmt manchen traurig und ist zugleich ein Hilfeschrei. Jedes Jahr nehmen sich in der Schweiz zwischen 1400 und 1500 Leute das Leben. Dies entspricht einer Selbstmordrate von rund 19 Prozent pro 100'000 Einwohner. Damit gehören die Schweiz nach Russland, Ungarn, Slowenien, Finnland und Kroatien zu den Ländern mit überdurchschnittlich hoher Suizidrate. In der Schweiz gibt es jährlich mehr Selbstmorde als Verkehrsunfälle. Nach Kreislauf- und Krebserkrankungen sowie Unfällen stehen Suizide an vierter Stelle der Todesursachen.

Gründe für das freiwillige Ausscheiden aus dem Leben gibt es anscheinend genügend. So leiden sehr viele Leute an Depressionen. Diese Zahl ist bereits bei Jugendlichen sehr hoch. Auch Vereinsamung und Mangel an Geborgenheit treiben die Menschen in der Schweiz in den Freitod. Laut Bundesamt für Statistik sind auch sexueller Missbrauch, Streit und Todesfälle in der Familie und allgemein schwierige und anscheinend aussichtslose Lebenssituationen sind ein Indiz für Selbstmorde. Zu beobachten sind auch starke regionale Unterschiede, wo die Selbstmorde ausgeführt werden. Die Zahl der Selbstmorde ist in den ländlichen Gegenden weit tiefer als in den Städten. Dies könnte damit zusammenhängen, dass in den ländlichen Dörfern das soziale Leben untereinander noch stärker verankert ist als in den Städten. Verhältnismäßig ist auch die Selbstmordrate in der französisch sprechenden Schweiz höher als in der Deutschschweiz. Eine Möglichkeit besteht in den hohen Scheidungsraten, welche durch die örtlichen Erwerbsstrukturen hervorgerufen werden.

In der Schweiz nehmen sich rund 24 Prozent das Leben durch Erhängen. Durch Vergiften, Herunterstürzen von Brücken und Ertrinken nehmen sich weitere 35 Prozent das Leben. Stark angestiegen ist in den letzten Jahren ist, sich durch Erschießen das Leben zu nehmen. So waren es im Jahre 2000 noch 24 Prozent der Todesfälle, die sich durch Erschießen das Leben nahmen, waren es im Jahr 2006 bereits 36 Prozent. Dies könnte daran liegen, dass jeder Angehörige der Schweizer Armee seine Schusswaffe zu Hause haben darf. Darum ist es verständlich, das vom Parlament eine Initiative gestartet wurde, die Waffen in Zeughäuern abzugeben. Dies wurde jetzt auch umgesetzt.

Eine Tat der Verzweiflung

Keine Frage: Suizid ist eine Tat der Verzweiflung. Wenn die betroffenen Personen keine Hoffnung oder keinen Ausweg aus der Situation finden, wird der Freitod gewählt. Eine besondere Zielgruppe stellen die Männer zwischen 18 und 24 Jahren dar. Um Suizide zu verhindern, ist aktives Handeln angesagt. Es gibt Hinweise auf Menschen, die suizidgefährdet sind. So müssen allfällige Anspielungen unbedingt ernst genommen werden. Ein übermäßiger Alkohol- und Drogenkonsum kann ein Hinweis auf persönliche Probleme sein. Der Alkoholkonsum verschlimmert die Lage meistens noch und es kommt zu leichtsinnigem Verhalten und zu Kurzschlussreaktionen des Betroffenen. In diesen Fällen ist unverzügliche eine Beratungsstelle aufzusuchen, damit das Schlimmste noch verhindert werden kann. Immerhin hat sich dank diesen Beratungsstellen die Suizidrate von 1991 bis 2006 von 23 auf 19 Prozent zurückgebildet.

Stefan Odermatt, Stefan Odermatt

Stefan Odermatt - Nach meiner Lehre als Elektromonteur habe ich eine 2 jährige Weiterbildung im kaufmännischen Bereich gemacht. Im Jahre 2009 ...

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