Montag ist KEIN RUHETAG. Schon vor 40 Jahren ging hier montags die Post ab. Die Band Footwarmers spielte schon im Jahr 1971 Jazz am Montagabend. Unter dem Motto Steppin´ out with my Baby sind an diesem Montag im August 2011 die Musiker der Malis´Swing-Connection in der legendären Münchner Musikkneipe zu Gast. Malis´ Swing-Connection, das sind Markus Minarik am Piano, Rudi Schießl am Bass, Erhard Geißler, auch Jackson genannt, am Saxophon, Rick Hollander an den Drums und Malis selbst singt den Blues, den Jazz, den Soul wie keine Zweite.

Das Schwabinger Podium füllt sich mit Freunden des Swing, des Blues, des Soul

Den musikalischen Auftakt macht der Song Stepping out with my Baby. Markus haut leidenschaftlich in die Tasten, Rick begeistert seine Fans mit einem Solo am Schlagzeug und leitet über zum legendären Song The Lady is a Tramp, den das Publikum begeistert aufnimmt. Mit der Malis´ Swing-Connection präsentiert sich an diesem Abend eine kleine Big Band. Und mit deutschen Zeilen der berühmten Sängerin Hildegard Knef aus den 1950er Jahren, wie: Ich glaub ´ne Dame werd ich nie, knüpft Sängerin Malis an den Song von Richard Rogers an, um dann wieder in den englischen Text umzusteigen. Den Stormy Monday Blues trägt sie mit leidenschaftlich-variationsreicher Stimme vor, mal weich und zuckersüß, um dann hart zu röhren, gefolgt von einem Saxophonsolo von Jackson. Swingt dann die Bühne wie von selbst, lässt Malis ihre Mannen auf dem Podest kurz allein um im aufgeheizten Schwabinger Podium die Gäste persönlich zu begrüssen. Zum Musikeinsatz rechtzeitig wieder am Mikrofon, geht es Schlag auf Schlag. Mit Sunny (Bobby Hepp) kommt die Gastsängerin Denise auf die Bühne, begeistert mit butterweicher Stimme, swingt mit Malis in Duett. Im Programm geht es weiter mit dem Song Summertime (George Gershwin) und Erhard am Saxophon übernimmt, gefolgt von Rudis Basssolo, das einer Hommage an den Gesang der beiden Sängerinnen gleichkommt. In der Pause erzählt Malis: „Die Soulsängerin Denise habe ich in der Münchner Waldwirtschaft kennen gelernt, wir haben einfach gemeinsam losgesungen.“

Im zweiten Set begeistern Malis & Denise mit Fly me to the Moon das Schwabinger Publikum

„Hey Jackson, das macht richtig Freude“, ruft Sängerin Malis dem Saxophonisten zu. Und: „Mit dem Specialsong für die Kunstmalerin Helga, die aus Solln angereist ist, kommt jetzt: I can see cleary now the rain is gone.“ Schnell wird in Noten geblättert, improvisiert und losgelegt. Und wieder begeistern Malis und Markus, M&M das mit Armen und Beinen wippende Publikum. Gesang und Saxophon bilden eine Einheit und wie in der Urversion von Jimmy Cliff fliegen alle zehn Finger des Pianisten Markus über die Tastatur. Unten am Piano, oben auf den Keybords, bearbeitet er das Instrument und der Swing verselbstständigt sich. New-Orleans-Feeling bringt das Stück von George Gershwin, Wonderful ins Schwabinger Podium, die Gäste kennen die Songs, haben selbst in frühen Jahren in die Tasten gegriffen.

Die Ballade The Rose wurde für Janis Joplin geschrieben

„Denise, wollen wir noch etwas zusammen machen“, der Song Route 66 führt direkt in die USA. Mit Rick am Schlagzeug und beiden Sängerinnen wird eine Session wie aus dem Bilderbuch geboten um dann von der Ballade The Rose wieder heruntergekühlt zu werden. Die Ballade wurde einst für Janis Joplin geschrieben, die im Alter von nur 27 Jahren starb, genau wie Sängerin Amy Winehouse. Die Band erzeugt mit diesem Song Nachdenklichkeit und Gänsehautfeeling. „Die Sängerin Malis hat so eine tolle Stimme, in der Waldwirtschaft singt sie ebenso mit Inbrunst, auch wenn nur zwei oder drei Gäste gekommen sind, hoffentlich geht es weiter mit diesen Swing- Montagen im Schwabinger Podium. Die alten Herren des Dixieland haben den Jazz-Montag dort fest im Griff, aber ohne solche Sängerinnen fehlt denen etwas“, sagt eine Zuhörerin. Im wechselhaften Programm folgen mit variationsreichem Gesang Black Velvet und der Klassiker Blue Moon. „Was möchtet ihr hören, eine Ballade oder einen schnellen Song“ fragt Malis ihre Gäste.

Um Mitternacht erinnert die Malis` Swing-Connection an Leonard Cohen

Mit glasklarem Gesang werden in dieser Nacht zum Übergang in den neuen Tag die letzten beiden Stücke Hallelujah von Leonard Cohen und By By Blackbird gegeben und Gäste des Schwabinger Podiums fühlen sich in die Zeit des Ursprungs des Swing zurück versetzt. Zur allerletzten Zugabe faucht und knurrt Malis wie Luis Armstrong, swingt Denise wie Ella Fitzgerald:I see trees of green - what a wonderful world.“ Malis´ Swing-Connection und Gastsängerin Denise glänzten diese Nacht und werden kommende Abende glänzen, denn der Swing, der Blues, der Soul lebt. Am 28. August 2011 können Fans die Band wieder live erleben und am 4. September 2011 kommen Malis´ Swing-Connection auf das Münchner Isarinsel-Fest. Weitere Auftritte an Montagen im Stil des Jazz, des Swing, des Blues im Schwabinger Podium sind in Planung. Wenn im nächsten Jahr die legendäre Musikkneipe 40 Jahre alt wird, „werden an die 100 Bands diesen Geburtstag feiern“, sagt die Wirtin Renate.

Quellen: Vor-Ort-Recherche