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Tagebuch der arabischen Revolution von Karim El-Gawhary

Tagebuch d.arabischen Revolution - Verlag Kremayr&Scheriau
Tagebuch d.arabischen Revolution - Verlag Kremayr&Scheriau
Diese Mischung aus Blogs, Tweets, Facebookpostings und Zeitungsartikeln nimmt den Leser mit zu den revolutionären Ereignissen im arabischen Raum.

Am 5. September 2011 erschien im Verlag Kremayr & Scherlau das "Tagebuch der arabischen Revolution" von Karim El-Gawhary. Der bekannte Nahost-Experte und Journalist befand sich nach dem Sturz des Diktators Ben Ali in Tunesien und trifft auf ein Land, das lernt, mit seiner neuen Freiheit umzugehen. Der Journalist besucht auch Rebellen in Libyen und bekommt ihren Kampf gegen den Diktator Gaddafis hautnah mit. In Kairo wagt sich El-Gawhary während der Proteste unter die Demonstranten am Tahrir-Platz. Sein "Tagebuch der arabischen Revolution" ist eine Mischung aus Facebook-Einträgen, Blogs, Twitter-Tweets und Zeitungsberichten.

Das Jahr der arabischen Revolution

Im Jahr 2011, welches bestimmt als "Jahr der arabischen Revolution" in die Geschichte eingehen wird, stürzen die Menschen Diktatoren in Tunesien, Ägypten und Libyen. Muammer al-Gadaffi ist in diesem Buch allerdings noch an der Macht. Das "Tagebuch der arabischen Revolution" beginnt mit einem Bericht über Khaled Said. Ein junger Mann, der im Jahr 2010 von ägyptischen Polizisten totgeschlagen wurde. Der Leser erlebt hautnah das Aufflackern des Widerstandes in Tunesien mit und er lernt libysche Rebellen kennen, die sich dem Kampf um Würde und Freiheit verschrieben haben. Das Buch endet mit der Zeit nach der ägyptischen Revolution und mit der Fragestellung, ob eine Demokratie in der arabischen Welt Bestand hat und sich weiter durchsetzen kann.

Die Heimat El-Gawharys im Umbruch

Seit zwanzig Jahren lebt und arbeitet der Journalist Karim El-Gawhary in Ägypten. Daher sind die Berichte über den Umbruch seines Heimatlandes auch die persönlichsten, weil sie den Autor privat betreffen. Der 25. Januar 2011 kann als Geburtsstunde der Revolution angesehen werden, denn dort fanden die ersten Demonstrationen auf dem Tahrir-Platz statt. Schon Anfang des Jahres 2011 hoffte man in Ägypten auf ein Ende der Ära Mubarak. Der Nahost-Experte El-Gawhary erzählt über die Haltung der ägyptischen Polizei, die Plünderungen duldete. Er berichtet vom Militär, welches sich teilweise auf die Seite der Demonstranten begab. Aber auch schreckliche Begebenheiten spart der Autor nicht aus. So erfährt der Leser von entführten Reportern, die misshandelt wurden. El-Gawharys Berichte über den ägyptischen Umbruch enden mit der Flucht des Diktators Mubarak. Der Journalist kannte in seiner Heimat nur Mubarak als totalitären Herrscher und man merkt beim Lesen, wie glücklich er über den Sturz des Despoten ist.

Fazit

Das am 5. September 2011 veröffentlichte "Tagebuch der arabischen Revolution" ist ein beeindruckendes Zeugnis über die politischen Ereignisse in Arabien. Der ORF-Journalist El-Gawhary hat keinen Rückblick über die Ereignisse geschrieben, sondern alle seine Veröffentlichungen über den arabischen Umbruch in einem Buch zusammengefasst. Es ist sehr beachtlich, in welcher Art und Weise der Journalist publizierte. Ob als Blog, über Twitter und Facebook oder als Zeitungsbericht - dieses Buch vereint alle seine Veröffentlichungen über die Geschehnisse in der arabischen Welt. Das "Tagebuch der arabischen Revolution" ist spannender als jeder Krimi und absolut lesenswert!

"Tagebuch der arabischen Revolution" von Karim El-Gawhary, erschienen am 5. September 2011 im Verlag Kremayr & Scheriau, gebunden, 192 Seiten, 22 Euro, ISBN 978-3-218-00827-3

Die Autorin bedankt sich beim Verlag Kremayr & Scheriau für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Verlag Kremayr & Scheriau

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Gabriele Pagenhardt von Mainberg - Vor einigen Jahren war ich für ein Berliner Internet-Magazin im Bereich Veranstaltungs- und Ausflugstipps tätig und für ...

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