Tagung der Gesellschaft für Ichthyologie in Frankfurt am Main

Logo der Gesellschaft für Ichthyologie - Gesellschaft für Ichthyologie
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Bericht über die 8. Tagung der Gesellschaft für Ichthyologie e.V. (GfI) vom 1.-2.9.2011 im Senckenberg Forschungszentrum.

Nicht immer geht es auf zoologischen Tagungen tierisch ernst zu. Da werden auch schon mal in einer Pause scherzhaft Fragen behandelt wie: Kann ein Genfluss Hochwasser führen? Oder: Muss man einen Genpool chloren?

Im Ernst: Was fällt einem Zoologen, speziell Fischkundler (Ichthyologen) als Erstes ein, wenn er an Frankfurt am Main denkt? Wahrscheinlich die Senckenbergische Gesellschaft für Naturforschung. Genau dort, in der ehrwürdigen Senckenberganlage 25, fand vom 1. bis 2. September 2011 die 8. Tagung der Gesellschaft für Ichthyologie statt. Der Festsaal der Gesellschaft und das umgebende Ausstellungsambiente sind ein guter Ort, um sich zwei Tage intensiv mit der Biologie von Fischen und allem, was damit zusammenhängt, zu befassen.

Haupt- und Kurzvorträge sind bei wissenschaftlichen Tagungen üblich

Vier Hauptvorträge bildeten die vertebrale Stütze des zweitägigen Programms. Sieben Vorträge ergänzten den ersten, elf den zweiten Tagungstag. Die Vortragsreihe war bunt gemischt. Die Themen reichten von Mechanismen der Artbildung von Sonnenstrahlfischen im Grabensee Matano in Indonesien (Fabian Herder, Zoologisches Forschungsmuseum Alexander König Bonn) bis zur Fischdiversität limnischer und mariner Ökosysteme (Rainer Froese, FishBase). Das Spektrum war groß. Ein paar Beispiele: Faunistische Berichte über Grundeln der Gattung Mugilogobius zwischen Sri Lanka und Sulawesi (Miesen, Hüllen und Herder vom Zoologischen Forschungsmuseum Alexandra König Bonn); taxonomische Studien an Gattungen der Schmerlenfamilie Nemacheilidae anhand molekularbiologischer Marker (Jörg Bohlen, Institute of Animal Physiology and Genetics, Academy of Sciences of the Czech Republic, Libechov); Vorstudien zu den Auswirkungen globaler Erwärmung auf die Ichthyofauna neotropischer Ökosysteme am Beispiel von Apistogramma (Joscha Beninde, Universität Trier). Die gesamte Bandbreite der Themen wird im Abstractband der Tagung deutlich. Einige Arbeiten werden in Kürze veröffentlicht, manche davon im gesellschaftseigenen Bulletin of Fish Biology.

Pausen bei wissenschaftlichen Tagungen

„Die Pausen sind das wichtigste an solchen Tagungen", wird Professor (im Unruhestand) Hartmut Greven aus Düsseldorf nicht müde, immer wieder zu betonen. Denn dort ist der Raum für Erfahrungsaustausch, Kontakte und auch Spaß an der fischkundlichen Arbeit. Hartmut Greven ist seit Gründung der Gesellschaft für Ichthyologie vor 17 Jahren immer wieder bestätigter, gewählter Präsident der rund 160 Mitglieder, so auch bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der GFI.

Gesellschaft für Ichthyologie

Die GFI ist ein gemeinnütziger Verein, der die Ichthyologie (Fischkunde) und den für deren Entwicklung akademischen Nachwuchs zu fördert. Zukünftig wird die Tagungsgebühr für teilnehmende Studenten und Vortragende deutlich reduziert werden. Einzelförderungen von Forschungsprojekten können im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten einer solcher Gesellschaft auf Antrag bewilligt werden.

Das Bulletin of Fish Biology hieß früher Zeitschrift für Fischkunde

Das Publikationsorgan (Bulletin of Fish Biology) ist von GFI-Geschäftsführer Prof. Sven Klimpel ((Biodiversity and Climate Research Center u.a. Frankfurt am Main) mit konstruktiven Vorschlägen zur Professionalisierung und Impactförderung ins Auge gefasst worden. Der weiteren Evolution der Gesellschaft für Ichthyologie steht also nichts im Wege. Die Tagungen sind zukünftig für einen jährlichen Rhythmus vorgesehen. Im Jahre 2012 ist sie für den September in der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte in Papenburg im Emsland geplant.

Quellen:

  • Eigene Recherche
  • Klimpel, Sven [Hg.] (2011): VIII. Tagung der Gesellschaft für Ichthyologie e.V. (GFI) in Frankfurt am Main. Abstractband. Redaktion: Markus Busch. - Verlag Natur & Wissenschaft Solingen. ISBN 978-3-936616-67-5. 34 Seiten
Gerhard Ott, Annegret Ott

Gerhard Ott - Ott, Gerhard Manchmal genutztes Pseudonym: Perdurus Eus *11. Febr. 1954 in Walsum am Niederrhein, Studium Erziehungswissenschaften ...

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