Tauchen in Costa Rica

Die besten Tauchplätze Costa Ricas und was es dort zu sehen gibt

Tauchen in Costa Rica - Constanze Ließ
Tauchen in Costa Rica - Constanze Ließ
Vor Costa Rica liegen einige der besten Tauchplätze der Welt. Mit Glück begegnen Taucher hier Haien und Mantarochen.

Costa Rica gilt als paradiesisches kleines Land, wo zahlreiche Aktivitäten in der Natur den Besucher locken. Für ein Land, das an zwei Ozeane grenzt, versteht es sich dabei von selbst, dass hier auch des Tauchers Herz höher schlagen darf. Allerdings liegen die besten Tauchgebiete Costa Ricas auf der pazifischen Seite. Drei der bekanntesten sind Playa de Coco, Caño Island und die Isla de Coco.

Die besten Tauchbasen Costa Ricas liegen am Playa del Coco in Guanacaste

Der Playa del Coco liegt in der Provinz Guanacaste an der Westküste Costa Ricas. Die gesamte Küstenlinie der Region wurde über die letzten Jahre stark touristisch erschlossen, wobei sich Playa del Coco zu einem Zentrum des gehobenen Tourismus entwickelt hat. Playa dle Coco ist mit einer direkten Busverbindung von der Hauptstadt San José aus in etwa fünf Stunden zu erreichen.

Mehrere Tauchbasen konkurrieren um Besucher. Der Standard ist hoch, Taucher können mit solider Ausrüstung und gutem Service rechnen.

Getaucht wird immer vom Boot aus, über zwanzig Tauchplätze können von Playa de Coco aus angefahren werden. Hinzu kommen die besonderen Tauchausflüge zu den unter Naturschutz stehenden Islas Catalinas und den Islas Murciélagos (Fledermausinseln), die extra gebucht werden müssen. Felsformationen und Unterwasserhügel sind Reviere für zahlreiche große und kleine Bewohner.

Zu sehen gibt es – natürlich immer mit Glück – Anglerfische, Adlerrochen, große Muränen, Weißspitzenriffhaie, Trompetenfische oder Stachelrochen. Vor allem im März und April gibt es immer wieder Begegnungen mit den majestätischen Mantarochen. Eher vom Boot aus sieht man häufig Meeresschildkröten und Delfine. Selbst Walsichtungen sind möglich.

Rechnen müssen Taucher aber mit schwierigen Strömungen und einer oft nicht übermäßig guten Sicht. Einige der Tauchgebiete sind deshalb für Anfänger weniger empfehlenswert.

Tauchen mit Haien bei der Isla de Caño in Costa Rica

Caño Island ist schwieriger zu erreichen als die Tauchgebiete von Guanacaste. Die Insel liegt im Südosten Costa Ricas bei der so genannten Drake Bay, welche zur Halbinsel Osa gehört. Da man hier in einem Naturschutzgebiet taucht, ist die Anzahl zugelassener Taucher pro Ausflug und pro Tag begrenzt – und der Preis für das Tauchen um einiges höher als in anderen Teilen des Landes.

In der Regel werden Tauchausflüge zur Isla de Caño im voraus organisiert und mit Erkundungen der Halbinsel Osa verbunden. Inzwischen hat aber auch in Uvita eine Tauchbasis eröffnet, welche täglich Ausflüge zur Isla de Caño durchführt.

Um Großfische wie Rochen oder Haie zu sehen, lohnen sich Tauchausflüge zur Isla de Caño auf jeden Fall . Vor allem zwei große Meeresbewohner sind hier in großen Mengen vertreten – Stachelrochen und Weißspitzenriffhaie. Stachelrochen erreichen beachtliche Größen von einem Meter Spannweite und mehr. Die Haie halten auf dem Sandboden zwischen den Felsformationen gerne tagsüber Ruhe.

Taucher und Schnorchler werden bei Ausflügen aus der Drake Bay meist zunächst gemeinsam zur Insel transportiert und die Gruppen dann getrennt. Die ebenfalls von einem Guide geleiteten Schnorchlergruppen sind in der Regel wesentlich bevölkerungsreicher bis hin zum Rudelschnorcheln. Verbunden werden die Ausflüge mit einem Landgang auf die Insel selbst.

Tauchplätze Costa Ricas - Hammerhaie bei der Isla de Coco

Die Kokosinsel, das wahrscheinlich beste aller Tauchreviere in Mittelamerika, erfreut sich einiger Berühmtheit. Nicht nur, weil dort der erste Teil von Jurassic Park gedreht wurde oder weil dort uralte Piratenschätze vergraben sein sollen, sondern auch weil sie einer der wenigen Orte auf der Welt sind, wo man Schulen von hunderten Haien begegnen kann, die mit der Strömung schwimmen. Politisch gehört die Insel zu Costa Rica und liegt etwa 500 Kilometer entfernt von der Südküste im Pazifik. Zu erreichen ist dieser Tauchtraum nur über mehrwöchige Tauchkreuzfahrten, für die Kosten von mehreren Tausend Euro zu veranschlagen sind. Dafür erreicht man einen Naturpark mit einer seltenen Artenvielfalt auf und um die unbewohnte Insel, die zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört.

In den Gewässern um die Insel leben neben hunderten Arten von Krustentieren und Molusken etwa 300 Fischarten in sehr großer Anzahl. Die wunderschönen Bogenstirn-Hammerhaie passieren die Insel in Schulen von bis zu 500 Tieren.

Zahlreiche Tauchbasen in Mittelamerika mit Bewertungen finden Sie auf den Internetseiten von Taucher.net.

Constanze Liess, Constanze Liess

Constanze Ließ - Constanze Ließ studierte Journalismus an der Freien Journalistenschule Berlin. Sie bringt ihre Erfahrungen aus anderen Ländern ...

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