Tee aus aller Welt

Köstliche Teekreationen aus den unterschiedlichsten Ländern

Nicht nur in der kalten Jahreszeit sollte man es sich mit einer Tasse Tee gemütlich machen. Zu jeder Gelegenheit gibt es aus den unterschiedlichsten Ländern einen Tee.

Wenn sich draußen nasskaltes Schmuddelwetter breit macht, sollte man es sich mit einer schönen Tasse Tee zu Hause gemütlich machen. Es muss aber nicht immer der ganz normale Tee aus dem nächsten Supermarkt sein. Mit einem aromatischen Aufguss kann man sich ganz einfach ein wenig exotische Wärme ins Haus hohlen. Zutaten für internationale Spezialitäten gibt es in jeder Apotheke

Indischer Gewürztee

Heiß, süß, kräftig gewürzt und mit viel Milch trinken die Inder ihren Masala-Chai, den Gewürztee. Wichtigste Zutat neben dem schwarzen Tee ist eine Vielzahl kräftiger Gewürze. Jede Familie in Indien schätzt dabei ihre eigene Mischung und schwört auf eine spezielle Zubereitung. Beliebte Gewürze für diesen Tee sind Zimt, Kardamom, Nelken und Süßholz. Ingwer und Pfeffer verleihen dem aromatischen Gebräu zusätzlich Schärfe.

Die süß-würzige Kreation aus dem tropischen Indien ist wie geschaffen, um an trüben Herbsttagen gute Laune zu verbreiten. Fertige Gewürzmischungen gibt es für die unterschiedlichsten Bedürfnisse, zum Beispiel beruhigende oder verdauungsfördernde Zubereitungen, die auch ohne schwarzen Tee schmecken.

Marokkanischer Minztee

Ob Verkaufsverhandlungen, Treffen mit Freunden, in der Familie oder einfach zwischendurch, für ein Glas Tee gibt es in arabischen Ländern immer die richtige Gelegenheit. Besonders köstlich schmeckt der marokkanische Minztee, der traditionell mit frischer Nana-Minze und zuckersüß zubereitet wird. Als Grundlage für den nordafrikanischen Klassiker verwenden die Einwohner chinesischen Grüntee der Sorte Gunpowder.

Rotbusch aus Südafrika

In Deutschland noch vor wenigen Jahren praktisch unbekannt, gehört Rotbusch (auf Afrikaans Rooibos genannt) mittlerweile zu den beliebtesten Tees. In seiner südafrikanischen Heimat herrschen die idealen Lebensbedingungen für den Strauch Aspalathus linearis, aus dessen frischen Zweigen der rötliche Tee hergestellt wird. Auch dort gedeiht er nur im milden Seeklima der Kapregion.

Rotbusch überzeugt durch seinen milden, weichen Geschmack. Er mundet pur oder in Kombination mit anderen Tees und Aromen. Hibiskus verleiht ihm zum Beispiel eine säuerliche Note, Orange ein fruchtiges Aroma und Vanille unterstreicht den eigenen Charakter.

Rooibos enthält kaum Gerb- und Bitterstoffe, dafür aber viele Mineralstoffe und Spurenelemente sowie reichlich Vitamin C. Für Menschen, die empfindlich auf Koffein reagieren, ist dieser Tee eine gute Alternative zum Schwarztee.

Verbene aus Frankreich

Die getrockneten Blätter von Lippia citriodora, einer Verwandten des medizinisch verwendeten Eisenkrauts (Verbena officinalis), überzeugt mit ihrem zitronig frischen Aroma. Die Zitronenverbene stammt aus Südamerika, gedeiht aber auch im Mittelmeerraum. In der Volksmedizin gilt er als appetit- und verdauungsfördernd. Beliebt sind Mischungen mit Melisse und Minze, die den duftigen Geschmack der Zitronenverbene abrunden und ihre wohltuende Wirkung unterstützen.

Mate-Tee, das grüne Gold der Indios

Ob im Familienkreis oder bei einem Geschäftsessen, in Südamerika gehört Mate-Tee einfach dazu. Das koffeinhaltige Getränk mit dem rauchigen Aroma mundet dort zu jeder Tageszeit. Bestimmte Inhaltsstoffe, die Chlorogensäuren, bewirken, dass das Koffein allmählich und über lange Zeit freigesetzt wird.

Der Mate-Baum, Ilex paraguariensis, ein immergrüner Laubbaum aus der Familie der Stechpalmengewächse, gedeiht in subtropischem bis mediterranem Klima in den Hochebenen Südamerikas vor allem in Teilen Argentiniens, Brasiliens und Paraguays. Für den Tee werden die Blätter mit den Zweigen vom Baum geschnitten und trocknen dann unter großer Hitze. Dieser Prozess verhindert die Fermentation (das Dunkelwerden der Blätter). Der Mate-Tee behält so seine typische grüne Farbe. In den Handel kommen die Blätter klein geschnitten oder zu Pulver verarbeitet.

Südamerikaner trinken den Tee traditionell aus der Cuia, einem ausgehöhlten Flaschenkürbis, oder einer gedrechselten Holzschale. Dazu geben sie Cimarrao, grünes Mateblattpulver, in das Gefäß und übergießen es mit heißem Wasser. Zum Trinken benutzen Einheimische die Bombilla, einen silbernen Trinkhalm, der am unteren Ende in ein Sieb mündet. Unter Freunden oder Arbeitskollegen macht das Mate-Gefäß seine Runde, dabei gießt der Gastgeber den Tee immer wieder neu auf. In seiner Heimat schmeckt das Nationalgetränk aber auch kalt oder mit Milch und Zucker. Genau wie im hiesigen Handel gibt es Mate auch in Südamerika im praktischen Teebeutel, grün, geräuchert oder aromatisiert.

Quelle: Deutscher Teeverband e.V.