Tee gegen Stress und Übersäuerung

Wie die basischen Mineralien Sie wieder ins Gleichgewicht bringen

Draußen tobt der Winter, es ist nass, kalt, grau. Jetzt brauchen wir ein bisschen Wärme - etwas, das auch den Körper aufbaut. Her mit einer guten Tasse Tee!

Er duftet verlockend nach Wärme und Gemütlichkeit. Das Aroma des Tees streichelt die Seele. Heike sitzt mit ihrer roten Tasse auf dem Wohnzimmersessel und blickt zum Fenster hinaus. „Mir gibt dieses kleine Ritual mit immer demselben Tee und derselben Tasse Kraft und Entspannung bevor ich zur Arbeit fahre!“ schwärmt sie.

Grüner Tee - Bekömmlich und so gesund

Grüner Tee ist kalorienarm, preiswert und steckt voller Vitalstoffe. Bereits zwei bis drei Tassen am Tag zeigen eine deutliche Wirkung. Diese enthalten in etwa so viele Antioxidantien wie vier Äpfel oder 20 Gläser Apfelsaft. Der hohe Fluoridgehalt des grünen Tees erhöht die Knochendichte und stärkt den Zahnschmelz. Dazu sorgt die antibakterielle Wirkung in der Mundhöhle ganz nebenbei auch für einen frischen Atem. Überbrühen Sie Ihren Tee nicht mit kochendem Wasser. Ideal ist eine Temperatur von 70 bis 80 °C. Durch das Variieren der Ziehdauer können Sie unterschiedliche Effekte erzielen: Drei Minuten regen an, fünf beruhigen eher. Der Grund: Erst löst sich das stimulierende Teein, später die bitter schmeckenden Gerbstoffe, die diesen Muntermacher wieder blockieren.

Basische Mineralien im Tee

Der stressreduzierende Effekt des Teetrinkens hat direkte körperliche Effekte. Es wirkt der übermäßigen Säurenbildung im Körper entgegen – gerade wichtig in der kalten Jahreszeit mit ihren sauer wirkenden Verlockungen wie Zucker und tierischen Produkten. Fehlen jetzt ausgleichende, basische Mineralien und Spurenelemente wie zum Beispiel Kalium, Kalzium und Magnesium, werden diese durch die überschüssigen Säuren dem Körper entzogen. Über längere Zeit kann dies Chaos anrichten, angefangen von porösen Knochen bis hin zu Herzrhythmusstörungen. Das Zuviel an sauren Produkten wird in Zellen und Geweben deponiert, das innere Milieu so vergiftet. Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Depressionen sind die Folge bis hin zu Problemen wie Gicht und Allergien. Die im Teeabguss gelösten Minerale reagieren überwiegend basisch, können also diese belastenden Schlacken binden und als Salze durch die Niere zur Ausscheidung bringen. Auch stilles Mineralwasser und Kräutertee sind zu diesem Zweck gut geeignet.

Tipp: Reichen Sie nach mittelasiatischer Art getrocknete Datteln, Feigen und Rosinen zu Ihrem Tee, denn diese Knabbereien enthalten basisch wirkende Mineralien in konzentrierten Mengen. Achten Sie dabei unbedingt auf Bio-Qualität, denn konventionelle Massenware ist vielfach begast und oft auch noch gezuckert.

Teetrinken als Meditation

Teetrinken ist mehr als nur eine Tradition, es ist eine Lebensart. Die englische Tea Time ist immer eine Zeit des Abschaltens vom hektischen Alltagsleben - ein Anachronismus in unserer rastlosen Zeit. Man zelebriert die Ruhe und stellt den Genuss und die Konversation in den Vordergrund. Die Chinesen und Japaner schätzen das Teetrinken als Meditation. Die Wurzeln ihrer Teezeremonien liegen im Zen-Buddhismus. Sie dienen der inneren Einkehr, der Ruhe und geistigen Reinigung. Ein Gedanke des Zen-Buddhismus ist es, auch die einfachsten und alltäglichsten Dinge im Leben durch Ästhetik und Zeremonie zu adeln. Deshalb gibt es in Asien spezielle Teeräume mit einer einfachen, schmucklosen Architektur, in der man sich ganz auf das Wesentliche konzentrieren kann.

Tipp: Sind Sie gestresst, wählen auch Sie einen Ort, an dem Ihr Geist möglichst wenig abgelenkt wird. Sagen Sie Ihren Angehörigen, dass Sie eine halbe Stunde nicht gestört werden möchten. Verweilen Sie dann ganz im Moment, nehmen Sie das Aroma und die Wärme ganz bewusst wahr. Dies ist nicht der Moment für Grübeleien. Nehmen Sie sich an, so wie Sie sind und nehmen Sie den Tee dankbar und ehrfurchtsvoll wie ein kostbares Geschenk in Empfang. Diese Einstellung hilft Ihnen, wieder zu Harmonie und heiterer Gelassenheit zu finden.