
- Tee ist gesund und schmeckt - Sigrid Rossmann / pixelio.de
Tee ist weltweit buchstäblich in aller Munde. Man trinkt ihn im Sommer und im Winter, zur Anregung oder zur Entspannung, genießt ihn kalt oder heiß, zum reinen Genuss oder aus gesundheitlichen Gründen. Die wohltuenden, gesundheitsfördernden Eigenschaften einiger Sorten sind teilweise schon seit tausenden von Jahren bekannt. Andere wiederum erobern gerade erst die breite Öffentlichkeit. Sehr beliebt ist Schwarzer Tee in vielen Variationen. Daneben gibt es noch eine Reihe von weiteren Teesorten, die im Alltag gerne getrunken werden. Ein Überblick.
Grüner Tee – der Gesunde
Der nicht fermentierte Tee, meist aus dem Strauch Camellia sinensis in Japan und China gewonnen, wird allgemein als eines der gesündesten Getränke überhaupt betrachtet. Grünem Tee wird unterstützende Heilwirkung bei Krebs, Karies, Arteriosklerose, hohem Blutdruck, hohen Cholesterinwerten und vielem mehr nachgesagt. Sein hoher Vitamin- und Mineralstoffgehalt sowie die antioxidative Wirkung sind die Gründe dafür.
Grüntee wird mit 80 bis 90 Grad heißen, aber nicht kochendem, Wasser aufgegossen. Am besten wartet man nach dem Kochen 2 bis 5 Minuten. Grüner Tee enthält Tein/Koffein, das langsam im Körper aufgenommen wird und lange fit hält. Sehr anregend wirkt er bei einer Ziehdauer von 2 bis 3 Minuten, weniger nach 5 Minuten. Grüntee kann mehrfach aufgegossen werden, wobei die Folgeaufgüsse nur 2 Minuten ziehen sollten. Er schmeckt heiß und kalt, je nach Sorte mild oder eher kräftig.
Rotbuschtee – der Milde
Rotbuschtee, auch Rooibostee genannt, wird aus den zarten Trieben des gleichnamigen Strauches gewonnen. Der Rotbusch gehört zu derselben Pflanzenfamilie wir Lupinen, Bohnen und Klee. Wild wächst er jedoch ausschließlich in Südafrika. Das milde, magenfreundliche und koffeinfreie Getränk wird dort von Jung und Alt rund um die Uhr getrunken.
Rotbuschtee hat einen sehr hohen Mineraliengehalt und ist deshalb auch bei Sportlern beliebt. So findet man unter anderem Eisen, Kupfer, Fluor, Vitamin C und Rutin, das gut gegen Durchblutungsstörungen wirkt, darin. Interessant ist der Tee auch für Allergiker, er wirkt nämlich auf Darm und Haut beruhigend.
Rotbuschtee wird mit kochendem Wasser aufgegossen. Man lässt ihn 2 – 3 Minuten ziehen. Er kann, wie Grüntee, mehrfach aufgegossen werden, wobei die Folgeaufgüsse nur 1 Minute ziehen sollten. Rooibostee schmeckt heiß und kalt und von Natur aus leicht süß.
Honeybuschtee – der Seltene
Honeybuschtee, auch Honigbuschtee genannt, ist dem Rotbuschtee in Geschmack und Wirkung sehr ähnlich, aber intensiver im Geschmack. Er stammt aus überwiegend aus Wildsammlung und wird in Europa eher selten angeboten.
Pu-Erh Tee – Fettkiller und mehr
Pu-Erh Tee wird auch als „Roter Tee“ bezeichnet. In seinem Heimatland China gilt er als Gesundheitstee schlechthin, da er den Energiefluss im Körper positiv beeinflussen soll.
Gewonnen wird der Rote Tee aus einem Teebaum der zur Gattung der „Camilla asamica“ gehört und damit zur selben Familie wie die Sträucher, aus denen Schwarzer Tee gewonnen wird. In der Provinz Yunnan wachsen davon Bäume mit besonders großen Blättern. Ausschließlich aus diesen wird der Pu-Erh Tee in einem besonderen, von anderen Teesorten unterschiedlichen und teilweise geheimen, Fermentationsverfahren hergestellt.
Pu-Erh Tee wird allgemein als Fettkiller bezeichnet, weil er den Fettstoffwechsel anregen, Cholesterinwerte senken und die Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit unterstützen soll. Er ist daher auch ein durchaus angesagtes Getränk nach Genuss von Alkohol, weil er hilft, diesen im Körper abzubauen. Daneben stärke er das Immunsystem und diene der Prophylaxe von Infektionskrankheiten. Pu-Erh Tee enthält wenig Koffein/Tein und ist für die meisten Menschen auch am Abend noch zuträglich. Er wird mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen. Je nach gewünschter Intensität zieht er zwei bis fünf Minuten und besitzt dann einen erdigen, intensiven Geschmack, der am besten heiß genossen wird. Auch diesen Tee kann man mehrfach aufgießen.
Kräutertees
Noch mehr gesundheitlicher Nutzen wird Kräutertees zugesprochen, die bei Magen- und Darmproblemen, Erkältungskrankheiten oder zur allgemeinen Stärkung getrunken werden. Für Liebhaber von Kräuter- und Früchtetees gibt es auch entsprechende Ratgeber.
Tee süßen?
Die echten Teeliebhaber winken meist ab, sie genießen ihren Tee am liebsten pur. Wenn schon Süße, dann wird brauner Zucker, Kandiszucker oder Honig bevorzugt. Reine Süße verspricht auch der pflanzliche Süßstoff Stevia. Meist ist es aber eine Gewöhnungssache und wer reinen Teegenuss haben möchte, versucht es einfach einmal ohne.
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