Telekom Baskets Bonn: Hinrunde in der Beko Basketball Bundesliga

Die Hinrunde 2011/2012 der Telekom Baskets Bonn - Telekom Baskets Bonn
Die Hinrunde 2011/2012 der Telekom Baskets Bonn - Telekom Baskets Bonn
Nach neun Siegen und acht Niederlagen in der ersten Halbserie der Bundesliga-Saison 2011/2012 befinden sich die Telekom Baskets auf Rang Neun der Tabelle.

Dank guter Neuverpflichtungen zu Beginn der aktuellen Spielzeit ist derzeit bei den Magentafarbenen im Gegensatz zur Vorsaison wieder Teambasketball angesagt. Der Amerikaner Tony Gaffney, die beiden Litauer Simonas Serapinas und Benas Veikalas sowie in Ansätzen der Kroate Zvonko Buljan entpuppten sich als echte Verstärkungen. Rückkehrer Jared Jordan avancierte gar mit 7,5 Assists pro Spiel zum besten Passgeber der gesamten Liga. Auf Oldie und Publikumsliebling Chris Ensminger ist immer noch Verlass. Der siebenmalige BBL All Star erzielte mit 258 Punkten durchschnittlich 15,18 Zähler, der fünftbeste Wert aller Bundesligaspieler. Außerdem angelte sich der Bonner Center im Schnitt 8,3 Rebounds – Platz Drei in der Spielerstatistik. Anfang Dezember 2011 verpflichteten die Telekom Baskets als Entlastung für Jared Jordan seinen Landsmann Talor Battle. Der Guard konnte bei seinen bislang sechs Einsätzen vor allem bei den Drei-Punkt-Würfen überzeugen.

Die Spiele der Telekom Baskets Bonn in der Hinrunde der Beko Basketball Bundesliga 2011/2012

Den Auftakt der Saison 2011/2012 machte die Begegnung gegen Aufsteiger Bayern München. Im ausverkauften Telekom Dome siegten die Bonner mit 80:76 nach Verlängerung. Auch das folgende erste Auswärtsspiel gestalteten die Telekom Baskets erfolgreich, bei Phoenix Hagen gab es einen 95:83-Sieg. Nach dem 83:67-Heimerfolg gegen die LTi Gießen 46ers stand der beste Saisonstart der Rheinländer seit fünf Jahren fest. Auch nach dem vierten Spieltag wurde die weiße Weste gewahrt, bei den Fraport Skyliners Frankfurt siegten die Bonner mit 79:64. Ein wichtiger Steal von Simonas Serapinas Sekunden vor Spielende sicherte im darauffolgenden Heimspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg einen knappen 81:79-Sieg – die Telekom Baskets grüßten von der Tabellenspitze.

Am sechsten Spieltag mussten sich die Bonner dann erstmals geschlagen geben. Aufsteiger s.Oliver Baskets Würzburg war beim 71:61 eindeutig überlegen. Der sechste Sieg im siebten Spiel, 84:65 bei der BG Göttingen, stand ganz im Zeichen des tragischen Ereignisses um „Veilchen“-Spieler Marco Grimaldi, dessen Schwester und Lebensgefährtin am Wochenende zuvor bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückten. Die Telekom Baskets spielten am 5. November aus diesem Grund in schwarzen Trikots. Dem Meister Brose Baskets Bamburg konnten die Spieler von Trainer Michael Koch immerhin das zweite und dritte Viertel abknöpfen, aber letztlich setzte sich der Favorit mit 85:73 im Telekom Dome durch. Es war gleichzeitig die erste Heimniederlage der Bonner. Auch im Auswärtsspiel beim BBC Bayreuth gewannen die Telekom Baskets zwei von vier Spielabschnitten, aber auf aufgrund eines desolaten letzten Viertels unterlag man mit 76:87. Die dritte Niederlage in Folge mussten die Hardtberger zuhause gegen die Eisbären Bremerhaven hinnehmen. Beim 61:68 wurde die erste Halbzeit dominiert, im zweiten Spielabschnitt folgte dann ein unerklärlicher Einbruch. Nach einem wahren Freiwurf-Krimi und einer 72:74-Niederlage bei den Walter Tigers Tübingen rutschten die Telekom Baskets ins Mittelfeld der Tabelle ab. Das Heimspiel gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig wurde erst im letzten Viertel zugunsten der Gäste entschieden, die beim 80:76 beide Punkte aus Bonn entführten.

Beim folgenden äußerst knappen 84:83-Sieg bei EnBW Ludwigsburg fanden die Bonner nach einer langen Durststrecke wieder in die Erfolgsspur zurück. Direkt nach einer kurzen Weihnachtspause riss eine Serie. Das Heimspiel gegen ratiopharm Ulm wurde mit 84:101 deutlich verloren, der erste Erfolg der Donaustädter seit 13 Jahren in Bonn. Ausgerechnet als niemand mit einem Erfolg im Klassiker bei ALBA Berlin rechnete, lieferten die Telekom Baskets vor über 13.000 Zuschauern eine Gala-Vorstellung ab und gewannen kurz vor Jahresende mit 86:78. Chris Ensminger erzielte hierbei nicht zum ersten Mal in dieser Saison ein Double-Double. Powerforward Zvonko Buljan wurde wegen einer Tätlichkeit gegen Berlins Sven Schultze für die folgenden zwei Spiele gesperrt. Im ersten Match des Jahres 2012 kassierten die Bundesstädter in einer punktearmen Partie eine bittere 70:71-Niederlage bei TBB Trier. So wie die Hinrunde begann, so endete sie auch – mit einem knappen Heimsieg. Beim 95:92 gegen die Artland Dragons entschied Bonns Michael Koch das Trainer-Duell gegen seinen Bruder Stefan für sich.

Die Rückrunde in der Beko Basketball Bundesliga 2011/2012 beginnt für die Telekom Baskets Bonn am Samstag, 14. Januar 2012, 20:00 Uhr ausgerechnet beim letzten Gegner aus Quakenbrück.

Die Teamstatistik der Telekom Baskets Bonn

Chris Ensminger, Tony Gaffney, Jared Jordan, Simonas Serapinas, Andrej Mangold und Fabian Thülig standen in allen 17 Vorrundenspielen auf dem Parkett.

Der durchschnittlich beste Zwei-Punkte-Schütze bei den am häufigsten eingesetzten Spielern war Tony Gaffney mit einer Quote von 67 Prozent, 71 von 106 Würfen fanden ihr Ziel. Legt man die Werte aller Mannschaftsspieler zugrunde, kommt man auf einen Wert von 60,6 Prozent.

Top-Scorer von jenseits der Drei-Punkte-Linie war Simonas Serapinas, der damit 84 Punkte erzielte. Aber statistisch gesehen war Jared Jordan der beste Dreier-Schütze, 41,2 Prozent seiner Würfe waren erfolgreich. Der Durchschnittswert des Teams lag bei 33,5 Prozent.

Die meisten Freiwürfe verwandelte Chris Ensminger, 70 von 93 landeten im Korb. Andrej Mangolds Quote war mit 82,4 Prozent jedoch die bester aller Spieler. Der Mannschaftswert lag hier bei 75,3 Prozent.

Chris Ensminger holte sich unglaubliche 141 Rebounds, pro Spiel sind es bei den Telekom Baskets 33,4 – 9,5 in der Offense sowie 23,9 in der Defense. Die 128 Pässe von Jared Jordan bedeuten Liga-Bestwert, pro Spiel kommt die Mannschaft auf 16,4 Assists.

Ausblick auf die Rückrunde in der Beko Basketball Bundesliga

Da die Telekom Baskets Bonn in der zweiten Saisonhälfte acht Auswärts- und noch neun Heimspiele haben, ist das Erreichen der Playoffs durchaus machbar. Außer gegen die Mannschaft von ALBA Berlin, die sich nach der Heimniederlage gegen eine erneute Pleite wehren wird, geht es im Telekom Dome ansonsten gegen schlagbare Gegner, die sich im breiten Mittelfeld der Beko Basketball Bundesliga befinden. Aber wie die Hinrunde gerade bei den sehr knappen Spielergebnissen schon gezeigt hat, entscheiden oft Tagesform und das berühmte Quäntchen Glück über Sieg oder Niederlage.

Quellen

  • Pressemeldungen Telekom Baskets Bonn
  • Beko Basketball Bundesliga

Martin Huth - Seit einigen Jahren schreibe ich als freier Redakteur für ein monatlich erscheinendes Stadtmagazin. Mein Hauptaugenmerk liegt hierbei ...

rss