
- Schreiber-Icon - Illustration: Friederike Rave
Jerry Seinfeld, Titelheld der legendären Sitcom "Seinfeld", hat im Laufe seiner Serienexistenz Dutzende von Freundinnen. Eine namens Sidra bleibt dem Fernsehzuschauer besonders in Erinnerung. Als diese herausbekommt, dass Jerry seine Freundin Elaine auf sie angesetzt hat, um nachzuprüfen, ob ihre Brüste echt sind, beendet sie die Beziehung. Während ihres Abgangs vergisst sie aber nicht, Jerry mit einem schon legendären Oneliner über die Echtheit ihrer Brüste aufzuklären: "They are real... and they are spectacular." Der Name dieser Gast-Schauspielerin ist Teri Hatcher.
Herkunft und Karrierebeginn von Teri Hatcher
Teri Lynn Hatcher wird am 8. Dezember 1964 in Palo Alto, Kalifornien geboren. Sie ist das einzige Kind einer Computerprogrammiererin und eines Elektroingenieurs . Ihr Vater ist walisisch-indianischer Herkunft und die Mutter hat französische, deutsche und libanesische Vorfahren. Teri Hatcher studiert Schauspiel am American Conservertory Theatre in San Fransicso. Einer ihrer ersten Jobs ist der einer Cheerleaderin bei dem ortsansässigen Footballteam 49ers. Ihre erste Serienrolle hat sie als Meerjungfrau Amy in "Loveboat".
Erste Serienerfolge mit den Superhelden MacGyver und Superman
In der Actionserie "MacGyver" (1986-1991) ist sie wiederholt als Penny Parker zu sehen, die sich immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Mit dem Hauptdarsteller der Serie Richard Dean Anderson soll sie angeblich in den Jahren 1985-1988 eine Affäre haben. Ihre erste Hauptrolle in einer Serie spielt sie an der Seite von Dean Cain als Reporterin Louis Lane in "Louis& Clark: Die neuen Abenteuer von Superman". Hier kann sie zeigen, dass sie mehr drauf hat als bloß gut auszusehen. 1995, auf dem Höhepunkt der Popularität der Serie, wird ein Bild von ihr im Superman-Kostüm eingehüllt ca. 20.000 Mal aus dem Internet downgeloadet.
Teri Hatcher in Kino-Filmen und das erste Karrieretief
1997 sticht sie Monicca Bellucci aus, als es um die Besetzung der Paris Carver in dem "James Bond"-Film "Der Morgen stirbt nie" geht. Es folgen Filmrollen wie in der Indepentproduktion "2 days in the valley "(1996) oder in dem Robert Roudrigez -Actionspektakel "Spy Kids" (2001). Der Film-Flopp "Heavens Prisoners" (1996), in dem sie an der Seite von Alec Baldwin zu sehen ist, findet nur deshalb Erwähnung in ihrer Filmographie, weil sie hier das bisher erste und einzige Mal komplett nackt zu sehen ist. Ende der 1990er und zum Anfang des Millenniums spielt sie nur noch vereinzelt in Gastauftritten bei Serien wie "Frasier" und einigen Fernsehfilmen. 2004 gelingt ihr mit der Rolle der Susan Meyers in "Desperate Housewives" ein spektakuläres Comeback.
Fernsehpreise, hohe Gagen und erstes Buch
Für ihre Titelrolle in der weltweit erfolgreichen Serial gewinnt Teri Hatcher 2005 bei den Golden Globes und den Screen Actors Guild Awards. 2006 ist sie dank ihrer Serienrolle bei den "Desperate Housewives" mit einer Gage von $285.000 pro Episode einer der am besten bezahltesten Fernsehschauspielerinnen des Landes. Im selben Jahr erscheint ihr erstes autobiographisches Buch unter demTitel "Burnt Toast: And other philosphies of life".
Missbrauch in der Kindheit
Wie ein dramatisches Handlungselement aus ihrer Erfolgsserie klingt ihr Geständnis in einem Interview mit Vanity Fair 2006, dass sie von ihrem 5. Lebensalter an von ihrem Onkel Richard Hayes Stone sexuell missbraucht wurde. 2002 hilft sie bei der Verurteilung von Stone für einen Missbrauch, der sein weibliches Opfer in den Selbstmord getrieben hat. Teri Hatcher erzählt den Richtern von ihrem eigenen Missbrauch, weil sie die Gedanken an die Selbstmörderin nicht los wird und befürchtet, dass Stone sonst wieder einer Haftstrafe entkommt. Dieser wird letztendlich in vier Fällen des Kindesmissbrauches für schuldig befunden und bekommt eine Strafe von 14 Jahren.
Teri Hatcher privat
Aus Teri Hatchers zweiter (inzwischen geschiedener) Ehe mit dem Schauspieler Jon Tenney entstammt ihre gemeinsame Tochter Emerson Rose, die 1997 geboren wurde.
