The Elder Scrolls 5: Skyrim - eine Vorschau

The Elder Scrolls V: Skyrim - Bethesda Softworks (ZeniMax)
The Elder Scrolls V: Skyrim - Bethesda Softworks (ZeniMax)
Rollenspielfans auf der ganzen Welt warten sehnsüchtig auf den 11.11.2011. Dann erscheint das neueste Werk der beliebten Elder-Scrolls-Reihe.

Mehr als fünf Jahre investierte die Softwareschmiede Bethesda Softworks in ihr neues Werk Skyrim. Die Macher der erfolgreichen Vorgänger Morrowind und Oblivion haben in den vergangenen Monaten immer mehr Details zum kommenden Rollenspiel veröffentlicht. Zeit für eine kleine Vorschau.

Handlung und Spielewelt

200 Jahre sind vergangen, seit die Tore von Oblivion geschlossen worden sind. In Himmelsrand (Skyrim), der Heimat der Nords, droht ein Bürgerkrieg zwischen den Anhängern des Kaiserreiches und nordischen Separatisten. Und ein weiteres Problem taucht auf: die Drachen. Hauptfigur des Spiels ist der letzte verbliebene "Dovahkiin", ein Drachengeborener. Ihm allein ist es möglich, im Kampf gegen diese Wesen zu bestehen. Dabei hilft ihm die Drachensprache, mit der mächtige Zauber freigesetzt werden können. In Skyrim gibt es fünf große Städte und weitere kleinere Siedlungen. 120 Dungeons und etwa 100 weitere interessante Orte, sogenannte "Points of Interest", werden die Spielelandschaft komplettieren.

Das Kampfsystem: wie man überlebt

Im Vergleich zum Vorgänger ist der Kampfstil runderneuert worden und soll für mehr taktische Tiefe sorgen. Jede Hand kann frei belegt werden, so können Waffen und Magie besser miteinander kombiniert werden. Wird man im Kampf getroffen, wackelt die Kamera und es dauert einen Augenblick, bis man weiterkämpfen kann. Auch das Blocken mit dem Schild wird anspruchsvoller, hier ist Timing von entscheidender Bedeutung.

Das Levelsystem: Die Entwicklung des Spielecharakters

Neben der genretypischen Steigerung der Fähigkeiten durch Benutzung derselben wird es nach jeder Entwicklungsstufe Punkte für die Verteilung auf "Perks" geben. Diese Unterkategorien kamen schon in der Spielereihe Fallout 3 zum Einsatz: In Skyrim erhöht sich beispielsweise als Schwertkämpfer die Chance auf besonders schwere Treffer und ein Bogenschütze kann besser seine Umgebung wahrnehmen. Laut Chefentwickler Todd Howard soll es insgesamt 280 dieser Perks geben. Für deren Verteilung wird es stark davon abhängen, wie man spielt. Ein Kritikpunkt vieler Spieler an Oblivion war bislang, dass der Charakter im Laufe der Zeit übermächtig wurde und es keine Herausforderungen im Spiel gab. Dieses Problem soll jetzt der Vergangenheit angehören.

"Radiant A.I." und "Radiant Story"

Hinter diesen Begriffen steckt eine intelligente Spielmechanik, die dafür sorgt, dass das eigene Verhalten des Spielers die Welt von Skyrim bewusst und unbewusst beeinflusst. Alle Handlungen haben Konsequenzen: Lassen Sie in der Stadt ein Schwert fallen, streiten sich die Bewohner darum. Ist man beliebt, bekommt man das Schwert zurück, sind die Bewohner feindlich gesinnt, werden sie eventuell zum Kampf aufgefordert. Ein anderes Beispiel: Trifft der Held auf ein Wolfsrudel bei der Jagd, wird er direkt angegriffen. Sind die aber gerade beim Fressen, werden sie einen ignorieren. Insgesamt werden die NPCs (nicht spielbare Charaktere) eine noch intelligentere Beziehung zum Spielecharakter aufbauen und umfangreicher ihrem Tagesablauf nachgehen. Manche Quests werden also nur durch einen bestimmten Spielverlauf zugänglich und führen je nach Spielweise zu unterschiedlichen Aufgaben. Ein hoher Wiederspielwert ist garantiert.

Die Technik: das Auge spielt mit

Skyrim ist eine raue, bergige und verschneite Region. Es wird also viel Schnee geben, für den die Entwickler tolle Effekte versprechen. Alle Objekte, die der Witterung ausgesetzt sind, haben eine sichtbare Schneeschicht. Bäume und Pflanzen sind individuell animiert, Flüsse bekommen ihre eigene Wasserströmung. Gegenstände sollen sich nun erstmals anhand ihrer physischen Eigenschaften verhalten – schwere Äste beispielsweise bewegen sich im Wind anders als kleine Zweige. Darüber hinaus soll die Umgebung in Skyrim deutlich detaillierter dargestellt werden. Bethesda verspricht eine sehr hohe Sichtweite. Hinter dieser Grafikpracht steckt die neue Grafik-Engine "Creation". Licht und Schatten werden dynamisch erzeugt und berechnet anstatt durch Skripte vorgegeben. Dies ermöglicht eine natürlichere Ausleuchtung, die sich viel näher am „realen“ Licht orientiert. Die Systemvoraussetzungen für den PC sind noch nicht bekannt, dürften jedoch entsprechend hoch sein.

The Elder Scrolls V: Skyrim erscheint am 11.11.2011 für PC, Playstation 3 und XBox 360. Preise voraussichtlich 55 Euro - 65 Euro.

Quellen:

O.Mundorff, O.Mundorff

Oliver Mundorff - freier Autor Schwerpunkt-Themen: Netz- und Nerdkultur, PC- und Videospiele, TV und Filme, Italien

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