Afrikanische Präsenz in Essen, Kulturhauptstadt 2010

Traditioneller Tanz - Tanja Figlus
Traditioneller Tanz - Tanja Figlus
Im Sinne des Kulturhauptstadt Jahres 2010 präsentiert sich Essen von seiner besten Seite. Das Highlight bildet der Nigerianische Verein mit Musik und Tanz.

"The Flying Grass Carpet" – was zunächst wie ein Märchen aus Tausend und einer Nacht klingt, entpuppt sich als ein betrachtungswürdiger Teppich, der den gesamten Juli als Bühne für diverse Veranstaltungen dient.

Der circa 790 m² große Teppich „fliegt“ von einer Kulturhauptstadt Europas 2010 zur nächsten und bietet einzigartige Bühnenpräsenz im öffentlichen Raum.

In unmittelbarer Nähe des Essener Hauptbahnhofs dient der grün geblümte Teppich verschiedenen Musikgruppen und kulturellen Vereinen sich zu präsentieren und ihre Individualität mit allen zu teilen.

Afrika einmal hautnah erlben

So nutzte auch der NzukoNdigbo Ruhrgebiet e. V. die Gelegenheit am 31.07.2010 das Schlusslicht zu bilden um Afrika zu vertreten. Dementsprechend konnte sich der Nigerianische Verein von seiner besten Seite zeigen.

Mit Musik und einer Tanzperformance zog dieser alle Blicke auf sich. So wurden viele Shoppingbegeisterte in der Essener „Einkaufsstadt“ schnell abgelenkt und auf dem bequemen Teppich eingeladen, an dem Spektakel Teil zu haben.

Bei mitreißenden Rhythmen waren einige mutige Zuschauer bereit sich von der temperamentvollen Kultur anstecken zu lassen, um an der Show aktiv Teil zu nehmen.

„Es gibt auch eine fröhliche Seite von Afrika. Das Projekt gab uns die Möglichkeit, uns von einer anderen Seite zu präsentieren, als das was man normalerweise aus dem Fernsehen kennt. Auch hat uns der große Andrang an Zuschauern begeistert, die unsere Kultur mit uns zu teilen wussten.“, so lautet das Statement des Vorsitzenden des Nzuko Ndigbo Vereins NRW, Chief Okey Nnannah.

Aber was macht eigentlich der Nzuko Ndigbo Ruhrgebiet e.V.?

Seit der Gründung des Vereins im Jahre 1999 ist eine enorme Entwicklung zu erkennen. Ziel ist es, das interkulturelle Zusammenleben in Nordrhein-Westfalen zu verbessern. Beispielsweise durch Aktionen wie der summerboat cruise, welche jedes Jahr Ende August in Essen Werden veranstaltet wird. Der Verein lädt die rund 50 Gäste auf eine aufregende Bootsfahrt auf dem Baldeneysee ein, um die höchst präsentable Südlandschaft zu genießen.

Dadurch sollen in Deutschland lebende Kinder und Jugendliche aus Nigeria nicht nur der Essener Norden, sondern auch der Essener Süden gezeigt werden, welcher für einen besonders niedrigen Ausländeranteil bekannt ist.

Die öffentliche Kommunikation zwischen Ausländern und Einheimischen steht dabei immer im Vordergrund. Besonders die Art der offenen und temperamentvollen Begegnung, lässt Einheimische Mitbürger immer wieder in positives Staunen versetzen. Besonders bemerkenswert scheint dabei die Arbeit dieses Vereins zu sein, da dieser stetig präsent ist und das schon seit vielen Jahren, nicht etwa nur für das Jahr 2010.

Ist es nicht das, was Kultur ausmacht?

Als ein „großer Schritt im Interkulturellen zusammenleben“ der diversen Nationalitäten und Ethnien, wurde das Festival von den meisten Zuschauern aufgefasst.