"The Office": Der etwas andere Büroalltag

Ein geregelter Büroalltag ist in der Serie "The Office" dank Boss Michael Scott unmöglich. Dennoch führt er erfolgreich eine Firma.

Der tägliche Büroalltag besteht meist aus 8 Stunden Kopien erstellen, Akten sortieren, Kaffee kochen und Anrufe entgegen nehmen. Nicht aber in Scranton, Pennsylvania, in der Abteilung des Büros vom Papierverkäufer Dunder Mifflin.

"The Office": Ein Remake einer britischen Sendung

Ursprünglich kommt das Konzept für die Serie aus England, wo die Show zuerst lief. Dort wurde sie jedoch nach 2 1/2 Staffeln eingestellt. Doch zum Glück für die Fernsehzuschauer wurde das Konzept für den amerikanischen Markt noch einmal überdacht. Dank der großartigen Dialoge und Geschichten ist die Produktion zu einem echten Erfolg geworden.

Eine Doku der etwas anderen Art

Im Büro in Scranton finden die alltäglichen Abläufe statt, die auch in jedem anderen Büro vor sich gehen. Doch es wäre nicht „The Office“, wenn eine Folge nur aus 20 Minuten Aktenpflege bestehen würde. „The Office“ ist eine Mockumentary mit witzigen Geschichten und interessanten Charakteren. Ein Filmteam begleitet die Mitarbeiter und führt regelmäßig Interviews mit diesen durch. Dadurch ist die Serie eine Art Dokumentation, bei der sich die Charaktere selbst nicht ernst nehmen.

Der Manager des Papierverkäufers ist Michael Scott. Eigentlich sollte er als Chef alles im Griff haben, doch seine naive und manchmal kindische Art macht es den Mitarbeitern schwer ihre Arbeit zu machen. Trotzdem ist die Zweigstelle in Scranton erfolgreicher als alle anderen der Firma und entgeht so manchen Kündigungen und Schließungen.

Die Dunder Mifflin Family

Der Hauptfokus der Show liegt auf den Charakteren und deren Interaktionen untereinander. So zum Beispiel Pam Beasleys und Jim Helperts Romanze, der der Zuschauer seit der ersten Staffel folgen kann und die nach langem Warten endlich zur Hochzeit und Nachwuchs geführt hat. Manchmal haben die anfänglichen Schwierigkeiten der beiden den Zuschauern fast das Herz gebrochen, denn nichts schien sie endlich zusammenzuführen. Dwight Schrute, ein weiterer Mitarbeiter, hat eine Rote Beete Farm und enorme Vorlieben für Waffen, die er überall im Büro versteckt. Doch am entscheidendsten für die Show ist seine Beziehung zu Jim. Der spielt Dwight wann immer er kann Streiche, die in ihrer Genialität kaum zu überbieten sind. Angela ist besessen von ihren Katzen, Meredith trinkt gern einen über den Durst, Stanley macht lieber Kreuzworträtsel als seine Arbeit und Kevin besticht mit seiner naiven Art, die niemanden davon überzeugen würde, ihm seine Finanzen zu überlassen. Dann gibt es da noch Kelly, die nie ihren Mund halten kann und Ryan, der Kellys Redeschwall meist ausbaden muss. Neben Pam und Jim gibt es noch eine weitere Romanze im Büro. Andy und Erin machen es sich noch schwerer als Pam und Jim, was eigentlich gar nicht möglich ist. Doch die beiden finden einfach nicht zueinander. Die Vielzahl der Charaktere macht es dem Zuschauer leicht, eine Lieblingsfigur zu finden, da sie alle auf die ein oder andere Art und Weise liebenswürdig sind.

Die 8. Staffel ohne Steve Carell

Seit Mitte September läuft in den USA die 8. Staffel der erfolgreichen Serie. Allerdings hat nach sieben Jahren eine entscheidende Veränderung stattgefunden, Michael Scott alias Steve Carell hat die Show verlassen um sich mehr um seine Familie und Filmkarriere kümmern zu können. Daher sitzt nun Andy Bernard-Darsteller Ed Helms auf dem Chefsessel, der den meisten aus den zwei "Hangover"-Filmen bekannt sein dürfte. Zudem hat James Spader als Boss der gesamten Firma den einen oder anderen Auftritt und Pam sowie Angela sorgen für den möglichen Nachwuchs fürs Büro, da beide schwanger sind. Es ist alles ein bisschen anders, aber trotzdem nach wie vor lustig und originell.

In Deutschland ist die Serie leider nicht zu sehen, wie so oft werden Hits aus den USA nicht ins Fernsehprogramm aufgenommen. Doch zum Glück gibt es DVDs, so muss man nicht auf das verrückteste Büro aller Zeiten verzichten.