The Thing - Prequel zum Kurt-Russell-Klassiker im Kino

The Thing - 2011 - Filmplakat - Universal Pictures
The Thing - 2011 - Filmplakat - Universal Pictures
John Carpenter inszenierte 1982 den Horror-Thriller Das Ding aus einer anderen Welt. Dessen Vorgeschichte läuft ab 17. November 2011 im Kino.

Mit "The Thing" liefert der niederländische Regie-Neuling Matthijs van Heijningen Jr. die Vorgeschichte des 1982er-Klassikers "Das Ding aus einer anderen Welt" mit Kurt Russell. Das Prequel übernimmt zwar einige Ansätze des "Originals" (die 82er-Version war selbst ein Remake), bewahrt sich aber glücklicherweise einiger origineller Einschübe. "The Thing" läuft ab 17. November 2011 im Kino.

"The Thing" - Die Handlung des Prequels zum 1982er-Klassiker

Im Jahr 1982 macht eine norwegische Expeditionsgruppe in der Antarktis einen faszinierenden Fund. Ein riesiges Raumschiff steckte seit geschätzten 100.000 Jahren tief im Eis versteckt, der offenbar einzige Insasse hat sich aus dem Schiff befreit, ist dann aber unter der Eisdecke verendet. Geborgen unter Leitung von Kate Lloyd (Mary Elizabeth Winstead), wird der dicke Eisblock, der die Kreatur umgibt, zunächst eingelagert, entpuppt sich jedoch schon bald als quicklebendig und macht sich auf desaströse Weise davon. Schnell bemerkt die Gruppe, dass das Ding noch viel mysteriöser ist, als zuvor angenommen. Es eignet sich Zellen anderer Wesen an und imitiert die Zellen und die gesamte Gestalt auf erstaunlich genaue Weise. Ab sofort kann keiner mehr dem anderen trauen, denn jeder könnte sich als Alien entpuppen.

Matthijs van Heijningen Jr. - Regie-Neuling inszenierte "The Thing"

Der niederländische Regisseur Matthijs van Heijningen Jr. ist noch sehr neu auf dem Regiestuhl, nicht jedoch im Filmgeschäft an sich. Begonnen hat er seine Karriere bereits im Jahr 1983 als Set Decorator bei "Fahrstuhl des Grauens" (1983). Es folgten einige weitere Mitarbeiten an Filmen, bis im Jahr 1996 und dem Kurzfilm "Red Rain" die erste Regie-Arbeit folgte. Van Heijningen Jr. schrieb hierfür auch das Drehbuch und führte den Schnitt durch. Da 2004 lediglich noch ein Musikfilm mit dem Titel "Zien" von ihm erschien, war es durchaus verwunderlich, ihn mit dem prestigeträchtigen Projekt "The Thing" zu betrauen. Der fertige Film zeigt jedoch auf, dass von Matthijs van Heijningen Jr. noch einiges zu erwarten ist.

Mary Elizabeth Winstead - Die Freundin von "Scott Pilgrim" in "The Thing"

Eine wirkliche Hauptrolle wird in "The Thing" nicht wirklich hervorgehoben, am ehesten entspricht diese jedoch noch des Charakters, den Mary Elizabeth Winstead verkörpert. Winstead, Jahrgang 1984, ist bereits seit 1997 Schauspielerin und begann mit zahlreichen Fernsehserien wie "Passions" (1999–2000) und "Wolf Lake" (2001–2002). Passend für ihre Arbeit in "The Thing" sammelte Winstead auch schon einige Erfahrung im Horror-Genre durch Auftritte in "Ring 2" (2005), "Final Destination 3" (2006) und "Black Christmas" (2006). Rollen in "Bobby - Sie alle hatten einen Traum" (2006), Quentin Tarantinos "Death Proof - Todsicher" (2007) und "Stirb langsam 4.0" (2007) sollten folgen, ebenso die Hauptrolle im Tanz-Drama "Make It Happen". Den bisher größten Auftritt hatte Mary Elizabeth Winstead im Jahr 2010 in der skurril-lustigen Comic-Verfilmung "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt". Im Jahr 2012 folgt der Timur-Bekmambetov-Film "Abraham Lincoln: Vampire Hunter", in dem Winstead die First Lady verkörpern wird.

Adewale Akinnuoye-Agbaje und Co. - Die Nebendarsteller in "The Thing"

Sehr authentisch wirken auch die restlichen Charaktere in "The Thing". Verkörpert werden diese von größtenteils eher unbekannten Darstellern. Der bekannteste Akteur ist wohl noch Adewale Akinnuoye-Agbaje, der seine größte Rolle als Mr. Eko in "Lost" (2005-2006) hatte und ansonsten unter anderem in "Oz" (1997–2000), "Die Bourne Identität" (2002), "G.I. Joe" (2009)", "Faster" (2010) und "Killer Elite" (2011) zu sehen war. Ihm zur Seite stehen beispielsweise Joel Edgerton ("Star Wars: Episode II + III", "Smokin´ Aces", "King Arthur"), Ulrich Thomsen ("Der letzte Tempelritter", "In einer besseren Welt", "Die Welt ist nicht genug", "Centurion") und Eric Christian Olsen ("Navy C.I.S.: Los Angeles", "Community", "Eagle Eye").

Film-Kritik - "The Thing", das Prequel zu "Das Ding aus einer anderen Welt"

Basierend auf der Kurzgeschichte "Who Goes There?" von John W. Campbell Jr. aus dem Jahr 1938 entstanden nicht nur die beiden "Das Ding aus einer anderen Welt"-Filme von 1951 sowie 1982, sondern auch das Prequel "The Thing". Das Film-Skript schrieb Eric Heisserer, der mit den Büchern zu "A Nightmare on Elm Street" (2010) und "Final Destination 5" (2011) schon zeigte, dass er sich mit dem Horror-Genre auskennt. Spannend ist nun auch "The Thing" geraten. Anfängliche Befürchtungen, es könne ein purer Neuaufguss des John-Carpenter-Klassikers werden, wurden früh zerschlagen, als klar wurde, dass es sich um ein Prequel handelt. Die Vorgeschichte nimmt, da sie einen sehr ähnlichen Handlungsverlauf hat, natürlich allerhand Komponenten aus dem Original auf, überzeugt aber ständig durch Originalität. Ein paar blöde Dialoge gibt es zwischendurch leider immer mal wieder, doch mit den klasse Spezialeffekten macht der Film wieder einiges wett. Etwas zu blass ist manchmal leider Mary Elizabeth Winstead als weiblicher Kurt Russell, was aber immerhin dafür sorgt, dass sie sich nie in den Vordergrund spielt. Eine klare Hauptrolle ist somit nicht wirklich vergeben, was das "Jeder kann ein Alien sein"-Spielchen noch ein wenig interessanter macht. Ein wenig mehr Charaktertiefe der einzelnen Figuren wäre aber vielleicht nicht verkehrt gewesen, um den Zuschauer noch ein wenig mehr zu fesseln. Dennoch ist insgesamt ein Film entstanden, der als Prequel gut funktioniert und als eigenständiger Film sehr zu überzeugen weiß.

Filmangaben

Titel: The Thing

Land, Jahr: USA, 2011

Verleih: Universal

Regie: Matthijs van Heijningen Jr.

Drehbuch: Ronald D. Moore

Buchvorlage: John W. Campbell Jr. (Kurzgeschichte "Who Goes There?"

Darsteller: Mary Elizabeth Winstead, Joel Edgerton, Ulrich Thomsen, Eric Christian Olsen, Adewale Akinnuoye-Agbaje

Laufzeit: 103 Minuten

FSK-Freigabe: ab 16 Jahre

Kinostart: 17. November 2011

Quellen

Universal Pictures International

Internet Movie Database

Blickpunkt:Film

Mathias Wagner, Christine Wagner

Mathias Wagner - Ich bin seit dem 23. April 2010 Mitglied von Suite101 und weiß inzwischen die Möglichkeiten zu schätzen, die mir dieses ...

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