
- Bei "The Voice of Germany" geht es um die Stimme - Bastian Greshake
In der zweiten Hälfte des Jahres 2011 schickt sich der Fernsehsender Pro7 an, die Castingshow-Dominanz von RTL zu brechen und ein konkurrenzfähiges Format an den Start zu bringen. Ähnlich wie bei „Deutschland sucht den Superstar“ handelt es sich auch bei „The Voice of Germany“ um keine deutsche Eigenproduktion, sondern um ein Franchise-Produkt aus den Niederlanden.
„The Voice of Germany“ aus der Endemol Schmiede
Die neue Pro7-Show „The Voice of Germany“ kommt ursprünglich aus den Niederlanden und wurde von der Produktionsfirma Endemol ins Leben gerufen, die nicht nur zu einem der größten Unternehmen in diesem Segment gehört, sondern bereits solch erfolgreiche Formate wie „Wer wird Millionär?“ oder „Big Brother“ produziert hat. In den Niederlanden ging die erste Staffel von „The Voice of Holland“ am 21. Januar 2011 zu Ende und erreichte mit einer durchschnittlichen Zuschauerzahl von rund 2,7 Millionen konstant die vorderen Ränge in den Einschaltquoten. Eine zweite Staffel ist dort bereits in Planung und die Jury-Plätze sind besetzt. Zahlreiche Länder zeigten in der Folge Interesse an dem Format. Neben Deutschland, wo die Show „The Voice of Germany“ heißen wird, läuft in den USA bereits die erste Staffel. Dort hat sich NBC das Format unter den Nagel gerissen und debütierte mit dem Titel „The Voice“ am 26. April 2011.
Pro7 mit neuem Castingshow-Format
Im Herbst 2011 soll dann „The Voice of Germany“ auf Sendung gehen. Einen genauen Termin gibt es noch nicht, ebenso wenig wie eine Jury-Besetzung. Bei dem amerikanischen Vorbild haben Größen wie Christina Aguilera, Cee Lo Green oder Maroon 5-Sänger Adam Levine Platz in der Jury genommen, daher ist davon auszugehen, dass auch beim deutschen Ableger ähnlich prominente Musiker berufen werden dürften. Bekannt ist allerdings, dass es in der ersten Staffel insgesamt siebzehn Shows geben soll. Gegenüber der FAZ sagte John de Mol, das neue Format sei „keine Bühne für Freaks oder Möchtegern-Sternchen. Wir suchen keine pubertierenden 16-jährigen Teenies, die sich für Justin Timberlake halten, aber keinen geraden Ton singen können. Nur die Besten der Besten schaffen es in die ‚blind auditions‘. Man könnte sagen: ‚The Voice of Germany‘ beginnt da, wo ‚Deutschland sucht den Superstar‘ aufhört.“
Das Prinzip von „The Voice of Germany“
„The Voice of Germany“ ist zwar eine weitere Musik-Castingshow, kann aber trotz allem mit einigen innovativen Konzepten aufwarten. Ein entscheidender Unterschied zu „DSDS“ ist: Es gibt keine Castings, die gezeigt werden. Alle Kandidaten, die in der Show auftreten, gehören bereits zum auserwählten Kreis. In der Vorrunde finden dann die sogenannten „blind auditions“ statt, bei denen die Jury den Sänger oder die Sängerin nicht sehen kann, sondern nur nach der Stimme bewertet. Im weiteren Fortgang wird dann auch nicht über die Kandidaten im eigentlichen Sinne gewertet, sondern vielmehr übernehmen die Juroren eine Patenschaft für jeweils den Künstler, den sie am aussichtsreichsten bewerten und der ihnen am besten gefällt. Dieser wird dann unter deren Mentorenschaft durch die weitere Sendung geführt.
Quellen:
- Pro7: The Voice of Germany
