
- Mickey Rourke in The Wrestler - Flickr
Philip Andre Rourke jr., besser bekannt als Mickey Rourke, hat alle Höhen und Tiefen des Schauspielerdaseins miterlebt. Nach Filmen wie „9 ½ Wochen“ oder „Angel Heart“, wird der gebürtige New Yorker nicht nur zum Sexsymbol erklärt, es öffnen sich auch alle Türen in Hollywood. Die Jahre die noch folgen sollten, waren aber alles andere als ein Happy End und auch wenn sich in letzter Zeit, besonders aber seit „Sin City“ und dem vielfach prämierten Film „The Wrestler“ wieder alles zum Guten zu wenden scheint: Die Zeit ist an Mickey Rourke nicht spurlos vorbeigegangen.
Die Story von „The Wrestler“ und Parallelen zu Rourke
„The Wrestler“ ist ein Sportdrama, welches von Darren Aronofsky inszeniert wurde, welcher schon bei „Requiem for a Dream“ und „The Fountain“ Regie geführt hat. Die Story ist so herrlich einfach, dass sie durch sowohl durch ihre Simplizität, als auch durch die emotionalen Höhen und Tiefen überzeugen kann. Der Wrestler Randy „The Ram“ Robinson Ramzinski war in den 1980er Jahren ein gefeierter Superstar, der allerdings den Zenith seiner Karriere schon lange überschritten hat. Darüber hinaus macht sich der jahrelange Drogenkonsum und das Doping bemerkbar und mit jedem Kampf den Randy bestreitet, steht er mit einem Bein im Grab. Mit allen Mitteln versucht er die Beziehungen in seinem Leben wieder auf die Reihe zu bringen, muss letzten Endes jedoch versagen, weil sein eigenes Leben ihn einholt.
Auch Mickey Rourke war in den 1980er Jahren, genau wie Randy „The Ram“ Robinson Ramzinski ein Superstar, der jedoch Fehler begangen hat, die nur schwer wieder gut zu machen sind. So sieht man Rourke den jahrelangen Drogen- und Alkoholmissbrauch deutlich an, ebenso wie zahlreiche Schönheitsoperationen. Von 1991 bis 1995 war Mickey Rourke Profiboxer, bestritt allerdings nur acht Kämpfe. Im Film sind es aber auch gerade diese Parallelen, die Mickey Rourke mit seiner Rolle verschmelzen lassen und es dem gebannten Zuschauer zusehends schwerer fällt, zwischen Realität und Film zu unterscheiden. Die Story des Films wurde in vielen Facetten schon tausende male erzählt, doch bekommt sie mit Mickey Rourke etwas besonderes, etwas das den Hollywood Glanz und Glamour verschwinden lässt. Es ist wahrlich: „Cinema at it’s Best“.
„The Wrester“ im Licht der Kritik
Vollkommen verdient wurde der Film mit Auszeichnungen und guten Kritiken überhäuft. Bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig erhielt „The Wrestler“ den Goldenen Löwen und damit auch den Hauptpreis des Festivals. Mickey Rourke gewann den Golden Globe und den britischen BAFTA Award als Bester Hauptdarsteller. Zu viele um sie alle aufzuzählen, waren es insgesamt 23 Preise, die „The Wrestler“ gewann, desweiteren wurde er 21-mal für verschiedene Preise nominiert. Obwohl er zwei Mal nominiert war, erhielt „The Wrestler“ jedoch keinen Oscar.
„The Wrestler“: Kinostart in Deutschland: 26. Februar 2009, Altersfreigabe: 12 Jahre, Laufzeit: 105 Minuten
