Thomas Morgenstern war an diesem Wochenende beim Weltcup der Skispringer im norwegischen Lillehammer einfach nicht zu schlagen. Der Österreicher gewann souverän beide Weltcups in der Olympiastadt von 1994.

Morgensterns erster Streich - Samstagswettkampf in Lillehammer

Den ersten von zwei Weltcupspringen in Lillehammer gewann Thomas Morgenstern mit 281,4 Punkten vor den beiden Norwegern Johan Remen Eversen (276,9 Punkte) und Tom Hilde (272,8 Punkte). „Ein gewaltiges Gefühl wieder einmal ganz oben zu stehen. Ich hätte heuer schon drei Mal die Gelegenheit zu einem Sieg gehabt. Im ersten Springen war Andreas den einen Hauch besser, in Kuopio habe ich im Wettkampf ein bisschen gepatzt, aber heute hat es endlich geklappt. Dass es damit auch zu Gelb reicht ist umso schöner“, freute sich Morgenstern nach seinem ersten Triumph.

Norwegische Skispringer mit historischem Ergebnis

Zufrieden waren aber auch die norwegischen Skispringer. Sie feierten bei ihrem Heimweltcup ein überragendes Mannschaftsergebnis: Hier schaffte es neben Johan Remen Evensen und Tom Hilde auch Anders Bardal (10.) in die Top Ten. Anders Jacobsen wurde am Ende guter Elfter. Besonders hervor tun konnte sich Rune Velta aus der nationalen Gruppe, der am Ende mit dem 17. Rang überzeugte und auch Ole Marius Ingvaldsen wusste mit einem 20. Rang von sich Reden zu machen. Punkte gingen auch an Bjoern Einar Romoeren (23.), Kim Rene Elverum Sorsell (24.) und Vegard-Haukoe Sklett (30.).

Deutsche Schwach

Eine herbe Enttäuschung erlebten am Samstag einmal mehr die deutschen Adler. Hatte man nach der Qualifikation noch sehr große Hoffnungen, schließlich gelang ihnen hier mit Severin Freund und Pascal Bodmer der Doppelsieg. Im Wettkampf waren es aber dann erneut nur Severin Freund (21.) und Michael Neuemayer (19.) die ihre Leistungen abrufen konnten.

Sonntagsbewerb – Thomas Morgenstern legt nach

Morgensterns 16. Weltcupsieg war eine kleine Demütigung gegenüber der Konkurrenz. Bereits im ersten Durchgang hatte er sich mit einem Sprung auf 135 Meter klar an die Spitze gesetzt. im Finale folgte ein Satz auf 137 Meter. Dies brachten ihm am Ende fast Zehn Zähler Vorsprung vor Ville Larinto aus Finnland, der mit 273,6 Punkte Punkten Zweiter wurde. Dritter war am Sonntag der Schweizer Simon Ammann (272,1 Punkte).

Einzig Freund und Neumayer überzeugen

Bei den Deutschen waren es erneut nur Severin Freund (13.) und Michael Neumayer (15.) die ihre Leistungen auch im Wettkampf zeigen konnten. Geärgert haben sich die beiden jedoch dahingehend, dass ihnen keine zwei stabilen Sprünge gelungen waren, um ganz vorne zu landen. "Ich bin zufrieden. Ich war nicht ganz so einfach bei mir, ich hatte im zweiten Sprung Rückenwind und der Sprung nicht ganz so sauber wie der Erste. Aber ich kann trotzdem zufrieden nach Hause fahren, ich war ja zwei Mal dick in den Punkten. Also eine Steigerung von fast 200 Prozent zum letzten Jahr", so Neumayer in der ARD.

Gregor Schlierenzauertut sich schwer

Überhaupt nicht in die Saison kommt der erfolgsverwöhnte Österreicher Gregor Schlierenzauer. In Lillhammer kam er über den 14 Rang nicht hinaus und wartet damit immer noch auf den ersten Top Ten Platz dieser Saison.

Weiter geht’s für die Skispringer in Harrachov

Am nächsten Wochenende (10.-12.12.2010) sind die Skispringer zu Gast im tschechischen Harrachov. Aber auch während der Woche müssen Skisprung-Fans nicht auf weite Sprünge verzichten. So startet Anfang der Woche der Continentalcup in die neue Winter-Saison.