Thomas Morgenstern: Gesamtsieg beim FIS Sommer-Grand-Prix

Thomas Morgenstern vor Gesamtsieg - Joachim Hahne
Thomas Morgenstern vor Gesamtsieg - Joachim Hahne
Im österreichischen Hinzenbach und in Klingenthal im Vogtland finden am Wochenende die Finalwettbewerbe des FIS Sommer-Grand-Prix der Skispringer statt.

Von Hinterzarten nach Klingenthal sind es gemäß Routenplaner 420 Kilometer. Manchmal kann es aber auch ein bischen weiter sein. Nämlich dann, wenn der Weltcup-Tross einen Umweg über Hakuba/Japan und Almaty/Kasachstan macht, auch die anderen Stationen in Mitteleuropa noch hinzu kommen. Zwei Monate nach dem Start der Sommer-Tour und insgesamt elf Wettbewerben werden nun am 3. Oktober 2011, dem "Tag der Deutschen Einheit" beim Saisonfinale in Sachsen die Sieger gekürt. Vorletzte Station für den Skispringer-Zirkus ist bereits am 1. Oktober erstmals das oberösterreichischen Hinzenbach.

Hinzenbach ist vorletzte Station des Fis Sommer-Grand-Prix 2011

„Schon unsere Eröffnungsfeier mit der Österreichischen Meisterschaft war eine tolle Veranstaltung, die bei vielen Zuschauern Anklang gefunden hat. Für den Sommer-Grand-Prix erwarte ich mir an beiden Tagen zusammen an die 10.000 Besucher", freut sich UVB Hinzenbach-Obmann Bernhard Zauner auf das bevorstehende Großevent. „Noch nie war ein internationales Starterfeld dieser Klasse bei einer Sprungveranstaltung in Oberösterreich", ruft Zauner auf, die Stars hautnah zu erleben. Und in der Tat. Zu den beiden Final-Wettbewerben hat sich (fast) die gesamte Weltelite angesagt und in die Startliste einschreiben lassen. Sozusagen als Generalprobe für den Ende November beginnenden Weltcup-Winter 2011/12.

Simon Ammann, Thomas Morgenstern und Martin Schmitt starten in Hinzenbach und Klingenthal

So haben sich der vierfacher Schweizer Olympiasieger Simon Ammann und der vierfache Ex-Weltmeister Martin Schmitt (Furtwangen) ebenso in die Startlisten einschreiben lassen wie die Überflieger aus Österreich mit Thomas Morgenstern, Gregor Schlierenzauer und Co. Ein besonderes Highlight dürfte der Heim-Wettkampf auch für den Junioren-Weltmeister von Hinterzarten im Jahr 2010, Lokalmatador Michael Hayböck (UVB Hinzenbach) sein, der sich vor heimischem Publikum präsentieren kann. Die EnergieAG SkisprungArena in Hinzenbach bietet beste Voraussetzungen für diese hochkarätige Veranstaltung.

Im Frühjahr 2006 begann man dann in Hinzenbach mit dem Bau einer K90-Schanze, auf der dann auch wichtige Springen ausgetragen werden können. Im Herbst 2009 sollten die ersten Mattensprünge möglich sein und 2010 sollte die Schanze dann eingeweiht werden. Allerdings führten heftige Un­wetter im September 2008 zu Ver­zögerungen am Bau der neuen Schanze und beschädigten außerdem die kleinen Mattenschanzen schwer. Die Baukosten wurden dadurch von ursprünglich vorgesehenen 1,6 Mio. Euro auf 5,2 Millionen Euro verdreifacht. Im Oktober 2010 konnte die 100-Meter-Mattenschanze dann aber feierlich eröffnet werden.

Das sportliche Programm von Hinzenbach

  • Freitag, 30. September 2011 um 15:00 Uhr, Training und Qualifikation
  • Samstag, 1. Oktober 2011 um 13:30 Uhr Einzel-Wettbewerb Fis Skisprung-Sommer-Grand Prix 2011 abgehalten.

Ergebnis des FIS Sommer Grand Prix von Hinzenbach

Den Showdown gibt es zwei Tage später in Klingenthal. Am "Deutschen Tag der Einheit", 3. Oktober wird es aller Voraussicht nach für Thomas Morgenstern etwas zu feiern geben. Der Österreicher führt die Gesamtwertung der Sommerwettbewerbe mit 580 Punkten deutlich an. Zwar könnte ihm der zweifache Sieger von Hakuba, Tom Hilde (429 Punkte) den Gesamtsieg noch wegschnappen. Doch die Chancen sind eher theoretischer Natur. Und auch der Pole Kamil Stoch, Sieger von Einsiedeln, wird sich mehr auf den Kampf um dds Preisgeld auf den Rängen zwei und drei einstellen müssen, als sich realistische Siegeshoffnungen zu machen. Schon ein dritter Rang in einem der beiden Springen würde Morgenstern zum Gesamterfolg reichen.

Und die deutschen Skispringer? Martin Schmitt feiert in Hinzenbach nach verletzungsbedingter Pause sein Comeback. Und Richard Freitag, als Fünfter der Gesamtwertung bester DSV-Springer "freut sich ganz enorm auf seinen Heimwettkampf in der Vogtland-Arena". Der Wahl-Breitnauer Andreas Wank (WSV Oberhof) empfiehlt sich mit einem zweiten Rang beim Continentalspringen für höhere Aufgaben. Und auch Severin Freund, im vergangenen Winter stärkster DSV-Adler, möchte sich beim Saisonfinale nach einer längeren Trainingsphase mit einem guten Ergebnis Selbstvertrauen für den Weltcup-Winter 2011/12 holen.

Das Ergebnis von Klingenthal

Joachim Hahne, johapress

Joachim Hahne - Freier Journalist, Media-Büro für Bild, Ton und Text Mitglied im Verband der Deutschen Sportjournalisten (VDS) berichtet ...

rss