Die Trainersuche beim Hamburger SV ist endgültig beendet. Thorsten Fink soll den abstiegsbedrohten Bundesligisten wieder in die Erfolgsspur führen. Der 44-Jährige, der zuletzt den FC Basel zweimal zur Schweizer Meisterschaft und einmal zum Pokalsieg sowie in die Champions League geführt hatte, hat bei den Hanseaten einen Vertrag bis 2014 unterschrieben. Am 17. Oktober 2011 tritt der ehemalige Spieler des FC Bayern München seinen Dienst in Hamburg an als Nachfolger von Michael Oenning, der am 19. September 2011 nach der 0:1-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach entlassen worden war. Für die Rückkehr in die Bundesliga löste Thorsten Fink in Basel seinen bis 2013 ursprünglich laufenden Vertrag auf. Der HSV zahlte an den Schweizer Traditionsverein eine Ablösesumme in Höhe von etwa einer Million Euro. Für den gebürtigen Dortmunder, der im Dezember 2005 seine Trainer-Ausbildung an der Sporthochschule Köln abschloss, ist es die erste Trainerstation in der Bundesliga. Seine ersten Erfahrungen als Coach sammelte er als Co-Trainer von Hermann Gerland bei der zweiten Mannschaft des FC Bayern München in der Regionalliga.
Thorsten Fink als Trainer: Red Bull Salzburg, FC Ingolstadt, FC Basel
Nach einer Saison bei der Amateurmannschaft von Red Bull Salzburg in der österreichischen Regionalliga und einigen Monaten als Co-Trainer Giovanni Trapattoni bei der „Ersten“ von Red Bull Salzburg, wechselte Thorsten Fink im Januar 2008 zum Regionalligisten FC Ingolstadt. Nur vier Monate später feierte er mit dem Aufstieg in die Zweite Bundesliga bereits seinen ersten großen Erfolg als Trainer in Deutschland. Nach einer erfolgreichen Vorrunde wurde Thorsten Fink nach Serie von zwölf Spielen ohne Sieg im April 2009 mitten im Abstiegskampf beurlaubt. Doch nur wenige Monate später fand er beim FC Basel sein Trainer-Glück. Trotz eines schwachen Saisonstarts führte er den schweizerischen Traditionsverein auf Anhieb zum 13. Meistertitel der Vereinsgeschichte und zum insgesamt zehnten Pokalsieg. Dank der offensiven Spielweise stellte das Team mit 90 Toren in 36 Partien einen neuen Rekord für die Schweizer Liga auf. Auch in der Saison 2010/2011 führte Thorsten Fink den FC Basel zum Meistertitel, der auch die direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League bedeutete.
Thorsten Fink als Spieler
In seiner Karriere als defensiver Mittelfeldspieler absolvierte Thorsten Fink insgesamt 403 Bundesligaspiele für die SG Wattenscheid 09, den Karlsruher SC und den FC Bayern München. Mit dem deutschen Rekordmeister feierte er zwischen 1997 und 2004 vier Deutsche Meisterschaften und drei DFB-Pokalsiege. Auch beim Champions-League-Sieg 2011 war Thorsten Fink ebenso dabei wie beim anschließenden Weltpokalsieg. Für die deutsche U21-Auswahl bestritt er am 23. Dezember 1989 in Yaounde beim 1:1 gegen die A-Nationalmannschaft von Kamerun das einzige Länderspiel seiner Karriere.
