Tiermotive in Ölmalerei und Illusionsmalerei in Acryl

Künstlerinnen ngeborg Hefner und Inge Hartmann - Andrea Weber
Künstlerinnen ngeborg Hefner und Inge Hartmann - Andrea Weber
Zwei Mal im Jahr ist Kunstausstellung im Seniorenwohnpark Isar-Loisach in Wolfratshausen.

Einmal in der Woche wird für die Bewohner des Seniorenwohnparks Isar-Loisach ein kultureller Nachmittag organisiert. Demnächst steht die berühmte Film-Romanze „Sissi, die junge Kaiserin“ auf dem Programm, in den Faschingstagen erwartet man den Besuch der Prinzengarde und am vergangenen Freitagnachmittag waren zwei heimische Künstlerinnen zu Gast. Zur Ausstellungseröffnung mit Inge Hartmann und Ingeborg Hefner kamen die Bewohner in der Cafeteria zusammen, von denen die meisten im Rollstuhl sitzen und Hilfe benötigen. Trotzdem schenkten sie ihre Aufmerksamkeit so gut sie konnten den beiden Malerinnen, und die dankten es mit rührenden Worten. „Es macht uns viel Freude, Ihnen unsere Kunst zeigen zu dürfen.“

Die Bilder hängen nun bis zum Juli in den Fluren des Erdgeschosses, im Wintergarten und in der Cafeteria. „Wir würden uns freuen, wenn Besucher auch von auswärts zur Ausstellung kämen“, sagt Katrin Malsch, die Leiterin der Sozialarbeit im Wohnpark. Sie und das Pflegeteam bemühen sich, um Abwechslung in den Senioren-Alltag zu bringen.

Wildtiermotive und Pferdebilder in Acryl

Inge Hartmann und Ingeborg Hefner sind Autodidaktinnen, die aus reiner Freude malen. „Wir stellen unserer Dankbarkeit für die Schönheit der Natur dar“, sagt Hefner. Die beiden treffen sich einmal pro Woche. „Weil wir uns einerseits ergänzen und uns andererseits konstruktive Kritik geben“, erklärt Hartmann. Die Diplom-Forstwirtin hat eine enge Bindung zur Natur. Die Liebe zu den Tieren fand sie jedoch schon in ihrer Kindheit. Wie viele kleine Mädchen schwärmte auch sie für Pferde und lernte das Reiten. Ihre Pferdedarstellungen zierten unzählige Schulhefte. Heute malt sie die geliebten Einhufer in Öl auf Leinwand, angelehnt an die klassische Naturmalerei. In der Ausstellung sind ferner Wildtiere aus der Nähe dargestellt, so als könnte man ihr Fell streicheln. Denn für die Wolfratshauserin sind Marder, Füchse und Wölfe keine „namenlosen Existenzen“.

Wandgroße Illusionsmalerei von Ingeborg Hefner

Ebenso exakt ist Ingeborg Hefner in ihrer Ausführung. Sie stellt keine Tiere in Öl dar sondern Blumen in Acryl. Es sind romantische Motive von Seerosen oder von exotischen Blumen. Mit dem Spiel von Licht und Schatten bringt sie Perspektive ins Bild. Dieses räumliche Sehen hat Hefner als Goldschmiedin gelernt, ihr erster von drei Berufen. Sie war zuletzt als Erzieherin und Heilpädagogin tätig und ist heute in ihrer Rente eine sogenannte Illusionsmalerin, die ganze Wände im Auftrag ihrer Kunden mit Landschaftsmotiven aus der Phantasie gestaltet. So hat sie die Wand einer Pizzeria zur toskanischen Landschaft verwandelt und an einer imaginären Terrassentüre in einer Tierarztpraxis sitzen Hund und Katze. „Es ist der Blick in die Ferne, der mich fasziniert.“ Ein Beispiel eines ihrer phantasievollen Weitblicke ist im Kleinformat in der aktuellen Ausstellung zu sehen.

Andrea Weber, Andrea Weber

Andrea Weber - Ich arbeite als freie Journalistin für die Tageszeitung Münchner Merkur, Lokalredaktion in Wolfratshausen und für die ...

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