Tierversuche in der Medizin

Wie man so tierversuchsfrei wie möglich gesund wird und bleibt

Primat im Tierversuch - tierschutzbund.de
Primat im Tierversuch - tierschutzbund.de
Jährlich werden 6000 Tiere in Pharma-Labors zu Tode gequält - Tendenz steigend. Wer dem widerspricht, kann Pharma-Produkte in einem David-gegen-Goliath-Kampf boykottieren

In der Medizin finden tausende von brutalen Tierversuchen statt, die nicht nur Tierschützer als unethisch empfinden. Der Bund der Ärzte gegen Tierversuche stellt außerdem die medizinische Notwendigkeit dieser Grausamkeiten in Frage, die mittlerweile leicht durch Alternativmethoden ersetzt werden können. Weiterhin führt der Bund Fälle auf, bei welchen falsche Rückschlüsse gezogen wurden, die später fatale Folgen für die menschlichen Verbraucher hatten.

Das zu wissen ist zwar schön und gut, dem zuzustimmen auch. Dennoch empfindet wohl manch einer nach einer Reportage über Tierversuche und dem Betrachten der Bilder das machtlose Gefühl, nichts dagegen tun zu können. Außer vielleicht sich nackt und Parolen schreiend an Labortore zu ketten. Offensichtlich ist dies nicht jedermanns Sache und erweist sich auch nicht als besonders alltagstauglich. Eine Möglichkeit, die uns allen ohne großes Aufheben möglich ist, ist der Boykott von Pharma-Produkten.

Boykottieren fängt bei einer gesunden Lebensweise an

Doch wie lässt sich die Pharma-Industrie boykottieren? Indem schwer kranke Patienten sich weigern Medikamente zu nehmen? Das kann des Rätsels Lösung nicht sein. Doch wird keiner mehr krank, könnten die Konzerne Konkurs anmelden. Auch wenn es schön wäre, ist das leider utopisch - dennoch sollte man das im Hinterkopf behalten. Denn: Vorbeugen ist besser als heilen. Wer auf seine Gesundheit achtet - dazu gehören bekanntlich Bewegung, Ernährung und Nichtrauchen - leistet bereits seinen kleinen Teil gegen die mächtige Pharma-Lobby. So ist z. B. Vegetarismus Tier- und Selbstschutz zugleich: Laut epidemologischer und klinischer Studien erkranken Vegetarier zu fast 50% seltener an Krebs als Fleischesser.

Die Pillen zwischendurch

Auch fast gesunde Menschen nehmen öfter mal Medikamente: z. B. Kopfschmerztabletten bei einem leichten Pochen in den Schläfen oder um den morgendlichen Kater nach einer Party zu bekämpfen; Nasenspray, wenn der Schnupfen zu sehr nervt; Herpescreme, die meist ohnehin nichts bringt; Grippemittel bei leichten Anzeichen von Erkältung; Bepanthencreme bei rauhen Lippen; Nahrungsergänzungsmittel anstatt sich einfach gesund zu ernähren - die Liste ist lang.

Bei solchen Wehwehchen kann jeder noch mal überlegen, wie viele Tiere für die harmlos aussehenden Pillen gequält wurden und wie notwendig es in diesem Moment ist, sie einzunehmen.

Die Alternative: Homöopathie

Leider kuriert sich nicht jede Krankheit von selbst und Medikamente sind manchmal unverzichtbar. Doch auch hier gibt es tierfreundliche Möglichkeiten, wie zum Beispiel homöopathische Heilmittel. Die Grundsätze der ganzheitlichen Medizin, zu welcher auch die Homöopathie gehört, sind mit Tierversuchen nicht vereinbar. Die Mittel werden in alternativen Testverfahren und anschließend an freiweilligen Patienten geprüft. Auch hier kommt Tierschutz dem Selbstschutz gleich, da man seinem Körper nicht direkt Pharmazeutika zumutet, sondern die Notwendigkeit dafür abwartet.

Wer mangelndes Vertrauen in Heilpraktikter besitzt, kann immer noch einen Hausarzt mit homöopathischer Ausrichtung aufsuchen. In der Regel greifen diese sofort zur Schulmedizin, sobald Naturheilverfahren versagen.

Thematisierung in Schule und Universität

Schüler und Studenten haben die Möglichkeit, die Teilnahme an Übungen zu verweigern, die an lebenden Tieren oder an eigens dafür getöteten statt finden. Eltern, Konfirmanden und Schüler können sich dafür einsetzen, dieses Thema im Unterricht zu behandeln. Als ethische Frage eignet es sich sehr gut für den Religions- und Ethikunterricht.

Denn: "Tiere sind Gott genauso nahe wie die Menschen." (Papst Johannes Paul II).

Weiterführende Links:

Tierversuchsfreie Kosmetik

Ärzte gegen Tierversuche

PeTA

Deutscher Tierschutzbund

Karla Stanek, Karla Stanek

Karla-Maria Stanek - Karla studierte Soziologie, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität zu Köln. Während ihres Studiums arbeitete ...

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