Tipps für den Kreta-Urlaub

Knossos - M. Holzkamp
Knossos - M. Holzkamp
Trotz der großen finanziellen Probleme in Griechenland bietet Kreta weiterhin alles, was ein Traumurlaub braucht.

Wer nach Kreta reist, wird sich gerne von der Lebensart der Griechen anstecken lassen. In der mediterranen Atmosphäre kann man es sich gut gehen lassen, einfach eine Weile in einer griechischen Taverne sitzen und aufs Meer hinaus träumen – den starken, süßen griechischen Kaffee trinken – Ausflugsziele erkunden – das reichhaltige Essen und einen der lokalen Weine genießen. Die Entspannung ist hier vorprogrammiert.

Wandertipp

Plaka am Mirabello-Golf ist der Ausgangspunkt einer langen Wanderung mit herrlichem Blick über den Golf und die Insel Spinalonga. Von dem nördlichen Strand bei Plaka geht es über den Küstenweg immer höher den Hang hinauf, bis hin zu einer kleinen Kapelle. Während der Wanderung hat man ständig einen neuen Blickwinkel auf den Ort Plaka, der sich immer weiter entfernt, und auf die Insel, auf der früher die Leprakranken in Quarantäne lebten. In der Ferne sieht man auf der einen Seite die Gebirgszüge Kretas und auf der anderen Seite Schiffe vorüberziehen. Von der Kapelle aus kann man entweder den gleichen Weg zurück wandern, oder den oberen Weg an den Windkraftanlagen entlang nehmen. Hier kommt man an Olivenhainen vorbei und gelangt schließlich zur gewundenen Landstraße, die in einem weiten Bogen zurück nach Plaka führt. Diese Tour empfiehlt sich allerdings nur für den ausdauernden Wanderer. Um sich danach zu erholen, bietet es sich an, nach Elounda zu fahren und in einer der Hafentavernen Rast zu machen.

Knossos und Heraklion

Knossos, das ein paar Kilometer südlich von Heraklion liegt, ist berühmt als die Ausgrabungsstätte des alten minoischen Palastes. Hier hat Sir Arthur Evans in dem Aufbau der Palastanlagen, wie er sie sich vorstellte, seine Spuren hinterlassen. Auch wenn die Historiker sich nicht einig sind, ob seine Rekonstruktionen tatsächlich den alten Aufbau widerspiegeln, ist die Palastanlage eine Besichtigung wert. In der Altstadt von Heraklion gibt es weitere Attraktionen zu sehen. Am Hafen liegen die Arsenale, und dahinter gelangt man zu den bekannten Gebäuden wie der venezianischen Loggia, der Tituskirche, dem Rathaus, der Markuskirche und dem Morosini-Brunnen. Nicht weit davon findet man das Archäologische Museum, in dem viele Ausgrabungsstücke aus minoischer Zeit zu bewundern sind.

Chania

Wie Heraklion hat auch Chania einen venezianischen Hafen. Hier haben jedoch nicht nur die Venezianer ihre Spuren hinterlassen – zum Beispiel in Form des Leuchtturms am Ende der Mole – sondern auch die Türken, denn direkt auf der Promenade steht die Janitscharen-Moschee. Durch die malerischen Gassen der Altstadt, in der heute viele Souvenirläden sind, kommt man zur Agios-Nikolaos-Kirche; sie hat auf der einen Seite einen Glockenturm und auf der anderen ein Minarett. Von der Schiavo-Bastion aus hat man einen herrlichen Blick über die Dächer von Chania.

Chersonissos für Strandurlauber

Der Ort Chersonissos ist ein guter Ausgangspunkt für viele Exkursionen, aber auch eine Touristenhochburg. An der Strandpromenade reiht sich eine Taverne an die andere; dennoch kann man auch hier die Ursprünglichkeit des Landes finden. Außerdem ist die Stadt in der Nebensaison relativ ruhig und nicht so überlaufen wie im Hochsommer. Schon im Mai kann man im Meer schwimmen und sich am Strand sonnen – entweder auf der belebten Seite an der Küste, die sich direkt am Ort entlang zieht, oder Richtung Osten an einer der ruhigeren Buchten. Die Gastfreundlichkeit der Einheimischen macht den Urlaub auf jeden Fall zu einem erholsamen Erlebnis.

Quellen:

ADAC Reiseführer plus – Kreta. ADAC Verlag GmbH, 2009.

Marja Holzkamp - Jahrgang 1964 Leseratte und Hobbyautorin (mit einigen veröffentlichten Kurzgeschichten) Ausbildung zur ...

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