Tipps für eisige Wintertage

Vereiste Ackerfläche - Stephanie von Keitz
Vereiste Ackerfläche - Stephanie von Keitz
Das Kältehoch ,,, sorgt in Deutschland für Temperaturen wie im Gefrierschrank. Wie sollte man sich bei solchen Temperaturen verhalten?

Èingefrorene Autos, sogar MP3 Player, Handys und Laptops funktionierem nach längerem Aufenthalt in der eisigen Kälte nicht mehr. Die Zahl der Kältetoten oder auch Menschen mit Erfrierungen nehmen zu. Für diese Woche wurde zwar Tauwetter vorhergesagt, aber die nächste Kältewelle kommt bestimmt. Was kann man machen, um gut und unbeschadet die kalten Tage zu überstehen?

Warme angemessene Kleidung

Bei den eisigen Temperaturen steigt das Risiko, sich Erfrierungen zu zuziehen. Schon eine halbe Stunde Schlittschuhlaufen oder Fahrrad fahren können hierfür bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt ausreichen. Das kann man mit passender warmer Kleidung am besten nach dem Zwiebelprinzip vermeiden.

Die Gefahr von Erfrierungen ist an Händen und Füßen am größten, da sie vom Körper bei starker Kälte am wenigsten durchblutet werden, damit die Körpermitte, wo die lebenswichtigen, inneren Organe sitzen, konstant auf 37 Grad gehalten werden kann. Deshalb sollten Hände und Füße gut geschützt werden. Dazu eignen sich für die Hände am besten Fäustlinge, da hier die Finger nahe beieinander bleiben und sich so gegenseitig wärmen. Eine weitere Möglichkeit bei Temperaturen unter minus 10 Grad ist, einen imprägnierten dickeren Skihandschuh über einen dünneren Wollhandschuh zu ziehen. Wollsocken, Thermo- oder Schafeinlagen halten die Füße warm und natürlich dicke Winterstiefel. Man kann auch zwei Paar Socken übereinander tragen. Jedoch sollte man beachten, dass die Füße nicht zu eng eingepackt werden, da das Abschnüren durch zu enge Kleidung auch zu einer Reduzierung der Durchblutung führen kann, was Erfrierungen ebenfalls begünstigt.

Auf jeden Fall sollte, aller Eitelkeit zum Trotz, der Kopf mit einer Mütze, einem Hut oder einer Kapuze bedeckt werden, da der Mensch die Hälfte der Wärme über Kopf und Hals verliert. Falls die Ohren durch Mütze oder Hut nicht bedeckt werden, sollte man noch zusätzlich Ohrenschützer tragen. Ohrenschützer alleine sind jedoch bei starker Kälte nicht ausreichend, sie verhindern lediglich, dass man sich eine Gehörgangs- oder eine Mittelohrentzündung holt oder Erfrierungen am Außenohr. Ein dicker Schal gehört auch zur richtigen Winterkleidung.

Ansonsten gilt bei der Kleidung lieber mehrere dünnere Schichten übereinander anziehen als wenige dicke, zum Beispiel einen dünnen Baumwollrolli darüber einen Woll- oder Fließpulli und einen Wind und Wasser abweisenden dicken Winteranorak. Der Vorteil der mehrschichtigen Kleidung besteht darin, dass sich zwischen den Kleidungsschichten Luftpolster bilden, die für eine Wärmeisolierung sorgen. Außerdem dringt der körpereigene Schweiß in der Regel nur in den Baumwollrolli.

Auf jeden Fall sollte man zu enge und vor allem durchnässte Kleidung vermeiden. Durchnässte Kleidung isoliert zu zwei Dritteln weniger als trockene Kleidung. Das gilt nicht nur durch Nässe von außen zum Beispiel durch matschigen Schnee, sondern auch für durch Schweiß durchnässte Unterwäsche und Socken. Deshalb sollte man nasse Kleidung so schnell wie möglich wechseln und durch trockene ersetzen.

Um Erfrierungen im Gesicht zu vermeiden und um zu verhindern, dass zu kalte Atemluft eingesaugt wird, was zu Entzündungen der Atemwege führen kann, sollte man einen dicken Schal vor dem Gesicht tragen und möglichst nur durch die Nase atmen. Piercings im Gesicht erhöhen ebenfalls die Gefahr von Erfrierungen und sollten deshalb abgenommen werden.

Alkohol eignet sich nicht zum Aufwärmen

Nach Alkoholgenuss fühlt man sich zwar wärmer durch die Erweiterung der Blutgefäße, doch dieses Wärmegefühl täuscht. Der Körper verliert durch die Erweiterung der Blutgefäße noch mehr Wärme. Man sollte besser einen warmen Tee oder eine heiße Schokolade trinken. Überhaupt vergisst man das Trinken im Winter leicht, da die Kälte das Durstgefühl hemmt. Dabei verliert der Körper durch die trockene kalte Luft viel Flüssigkeit. Gerade im Winter kann sich der Flüssigkeitsmangel fatal auswirken, da er zu einer reduzierten Durchblutung der Extremitäten führen kann.

Eingefrorene und vereiste Autos

Um Autos eisfrei zu bekommen, sollte man außer einem Eiskratzer auch noch ein Enteisungsspray, möglichst ein umweltschonendes Pumpspray, benutzen. Die Scheibenwischer klappt man von der Scheibe weg, damit sie nicht an der Scheibe festfrieren. Das Auto durch ,,Warmlaufen" eisfrei zu bekommen schadet sowohl der Umwelt und dem Auto und ist außerdem strafbar. Durch eine Thermodecke auf der Frontscheibe kann man in der Regel das Einfrieren dieser verhindern. Es empfiehlt sich im Winter einige dicke Decken im Kofferraum zu verstauen, falls man doch mal mit dem Auto auf einer einsamen Strecke eine Panne hat oder einen Unfall baut, damit man sich genügend warm halten kann bis Hilfe kommt.

Kinder nicht im Auto lassen

Wie an heißen Sommertagen sollte man Kinder bei eisigen Temperaturen nicht zu lange im Auto lassen. Die Temperatur sinkt nach der Autofahrt im Autoinneren sehr schnell. Gerade kleine Kinder, die im Sitz festgeschnallt sind und sich dadurch kaum bewegen können, verlieren sehr schnell an Körperwärme. Eltern, die ihre Kinder bei Minusgraden trotzdem im Auto lassen, können sogar wegen Körperverletzung angezeigt werden.

Stephanie von Keitz, Foto-Studio Bilder Janson

Stephanie von Keitz - Mein Name ist Stephanie von Keitz. Ich wurde am 17. Juli 1977 in Gelnhausen geboren. Beruflich habe ich schon Einiges hinter mir. Ich ...

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