Tipps zum Wohlfühlen bei Hitze im Sommer

Wellness im Sommer - Frau beim Sonnenbad - Uwe Wolfrum
Wellness im Sommer - Frau beim Sonnenbad - Uwe Wolfrum
Sommer, Sonne, Spaß - wenn die Temperaturen in Richtung "hitzefrei" steigen, freut das die meisten. Mit einigen Tipps schützt man sich vor Hitzeschäden.

Auch wenn der Frühsommer 2010 noch nicht viel Sonnenschein, Hitze und Sommerfeeling gebracht hat, erwarten uns sicherlich noch heiße Temperaturen. Und wenn das große Sommergefühl einsetzt und die Menschen draußen in der Sonne feiern lässt, sind gerade bei Temperaturen über 30 Grad wichtige Dinge zu beachten.

Sobald die Temperaturen steigen, verlegt sich das Leben auf die Straße, in die Parks, Beach Clubs, Biergärten, an den Fluss oder Baggersee. Und wenn sich viele Menschen die Kleidung vom Leib reißen, sich in sommerlich-großzügige Mode (ent-)hüllen und die hungrige, weiße Haut der Sonne aussetzen, lauern dabei Gefahren für den Körper. Mit einigen Tipps kann man sich dem „Sonnen-Burnout“ entziehen und auch bei heißen Temperaturen viel Spaß haben.

Bräunen statt braten – auf die Sonnendosierung kommt es an

Grundsätzlich ist Sonnenschein lebenswichtig für Leib und Seele. Die wärmenden Strahlen unterstützen die Serotonin-Ausschüttung im Körper und sorgen für Motivation, Auftrieb und positive Glücksgefühle. Nicht umsonst leiden viele Menschen in den dunklen und kalten Wintermonaten durch den Sonnenmangel an Depressionen und Antriebslosigkeit.

Beim beliebten Sonnenbad gilt die Regel "bräunen statt braten". Jeder Mensch verträgt den Sonnenschein unterschiedlich – während hellhäutige Menschen mit blonden bis roten Haaren schnell unter der Sonne leiden und sich einen Sonnenbrand oder gar eine Sonnenallergie zuziehen, vertragen dunkelhäutige und -haarige Menschen die Kraft der Sonne eher und länger.

Wer sich einem Sonnenbad aussetzt, sollte dies am besten vormittags, nachmittags oder in den frühen Abendstunden tun, wenn die UV-Strahlen nicht so stark sind. In der Mittagshitze sollte man, gerade im Urlaub in südlichen Regionen, besser im Schatten bleiben oder – wie bei unseren südlichen Nachbarn üblich – eine Siesta halten.

Sonnencreme ist Pflicht bei Sonnenbädern

Dazu ist es Pflicht, seine Haut einzucremen. Eine Vielzahl an Sonnencremes mit verschiedenen Lichtschutzfaktoren für jeden Hauttypen hilft, Sonnenbrände und -allergien zu vermeiden. Zwei Milligramm Sonnenmilch pro Quadratzentimeter Haut sind Pflicht, und im Gesicht, am Hals, an den Ohren, auf dem Dekolleté und den Schultern darf es ruhig etwas mehr sein.

Für das Gesicht alleine sollte man etwa einen Teelöffel Sonnenmilch verwenden. Viele Menschen unterschätzen die Kraft der Sonne, gerade bei wolkigem Hitzewetter und im Schatten, denn auch dabei bleibt die Haut ihr ausgesetzt. Auch Wasser und Sand reflektieren die Sonnenstrahlen und verstärken die Sonnenbrandgefahr!

Und bei längeren Sonnenbädern gilt, ruhig öfters mal der Haut eine Pause im Schatten gönnen oder sie mit Textilien schützen, z.B. mit einer Tunika oder einem T-Shirt. Und für die Lippen den Sonnenschutzlippenstift nicht vergessen! Und selbst wer schon gut gebräunt ist, sollte sich immer eincremen, denn dunkle Haut ist kein Schutz vor Sonnenbrand!

Versteckte Sonnenbrandgefahr im Auto und im Wasser

Abkühlung bringt zwar ein kühlendes Bad im Meer, im Fluss oder im Swimming Pool, doch sollte man der Kühle nicht trauen. Wasserfester Sonnenschutz ist auch hier Pflicht, und nach dem Schwimmen und Abtrocknen sollte man sich erneut eincremen. Für Frauen steht zeitgemäße Sonnenkosmetik zur Verfügung.

Kleiner Tipp: Auch bei Autofahrten kann man sich einen Sonnenbrand holen! Bei vielen Modellen verfügt nur die Frontscheibe über einen ausreichenden UV-Schutz, jedoch nicht die Seitenscheiben und der Fondbereich. Deshalb auch hier nicht den Sonnenschutz vergessen, gerade bei längeren Fahrten zur Mittagssonne.

Die Augen sollten man dazu immer mit einer Sonnenbrille schützen! Auch Sonnenbrillenmuffel sollten sich im Hochsommer einen Ruck geben und dies berücksichtigen, denn ungeschützte Sonneneinwirkung kann das Sehvermögen beeinträchtigen. Bei der Wahl der Sonnenbrille sollte dabei weniger die Mode und Marke ausschlaggebend sein, sondern der UV-Schutzfaktor, der am besten 400 betragen sollte – deshalb lieber etwas mehr Geld für eine Sonnenbrille ausgeben, die die Augen wirkungsvoll schützt.

Viel Trinken ist wichtig bei Hitze und Sonne

Flüssigkeit ist neben Sonnenschutz der wichtigste Faktor zum Wohlfühlen im Sommer. Trinken Sie immer ausreichend, und bei Hitze deutlich mehr als sonst, weil durchs Schwitzen Flüssigkeit aus dem Körper verloren geht. Ideale Durstlöscher sind Wasser und Fruchtsaftschorlen; Alkohol und süße Softdrinks sollte man dagegen meiden.

Bei den Arabern ist bei Hitze vor allem heißer Kamillen-, Früchte- und Minztee beliebt, der nicht nur den Durst löscht und das Schwitzen verringert, sondern auch gut schmeckt und die Hitze ausgleicht.

Kühlen Sie nach Sonnenaufenthalten das Gesicht, duschen Sie sich kalt ab oder lassen Sie zwischendurch kaltes Wasser über Ihre Handgelenke und Unterarme laufen – die Wirkung ist erstaunlich! Nach dem Duschen dann mit After-Sun-Lotion eincremen. Diese kühlt die Haut angenehm, lindert Erhitzungen und gibt ihr die nötige Feuchtigkeit zurück.

Bei Hitze die richtige Kleidung wählen

Auch bei der Bekleidung sollte man den gesunden Mittelweg zwischen Mode und beruflichen Anforderungen wählen. Sommerkleidung sollte immer luftig und weit genug sein, dass man weniger schwitzt und die Luft gut auf der Haut zirkulieren kann. Kühle Leinenstoffe, Baumwolle und leichte Seide sind geeignete Stoffe, Polyestermischungen dagegen weniger.

An Farben sollte man helle und gedeckte Töne wählen, von Weiß über Beige, Naturfarben bis zu hellem Grün und Gelb. Dunkle und knallige Farben von Rot bis Schwarz dagegen ziehen die Hitze förmlich an und fördern das Schwitzen und Erhitzen in der Kleidung.

Auch Kopfbedeckungen machen Sinn. Während heutzutage Baseballcaps, Hüte und Mützen meistens aus rein modischen Gründen getragen werden, sollte man auch als "Hutmuffel" bei Hitze und Sonne den Kopf damit schützen. Gerade kahlköpfige Männer laufen schnell Gefahr, sich die Kopfhaut zu verbrennen. Dazu führt die direkte Sonneneinstrahlung schneller zu Kopfschmerzen und einem bösen Brummschädel – auch ohne Alkoholeinwirkung.

Tomatensaft – der natürliche Hautschutz

Als kleine Sonnenschutz-Zusatzversicherung sollte man täglich ein Glas Tomatensaft mit etwas Olivenöl angereichert trinken. Die in den Tomaten enthaltenen Stoffe Karotinoiden und Lycopin bescheren der Haut nach zwei bis drei Wochen einen natürlichen Lichtschutz, der etwas dem Faktor drei entspricht.

Und Bewegung ist auch im Sommer wichtig. Wenn Sie aber Sport treiben oder joggen gehen, verlegen Sie Ihre Aktivitäten an schattige Plätze wie in Parks und in die Morgen- und Abendstunden, um zusätzliche Belastungen durch Sonne und Hitze zu vermeiden.

Mit diesen Tipps kommen Sie bestimmt angenehmer durch die heiße Jahreszeit und den nächsten Sonnenurlaub. Ihr Körper wird es Ihnen danken. Und Ihr Wohlgefühl ebenso.

Lesetipp: Fünf Kilogramm in vier Wochen abnehmen mit der Biohythmusdiät.

Uwe Wolfrum, Uwe Wolfrum

Uwe Wolfrum - Geboren 1967 in Oberfranken, aufgewachsen in Hessen, gestrandet in Hamburg. Studium der Germanistik, Medienwissenschaften, Anglistik und ...

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