Tipps zur Reisevorbereitung für Gran Canaria

Was man auf den Kanaren zu Flug, Sprache und Gepäck wissen sollte

Berge von Gran Canaria - Constanze Ließ
Berge von Gran Canaria - Constanze Ließ
Welche Airlines fliegen nach Gran Canaria? Auf welches Wetter sollte man sich einstellen? Und sind Spanischkenntnisse notwendig? - Tipps für die Reise auf die Kanaren.

Gran Canaria liegt über 1.000 Kilometer vom spanischen Festland entfernt und erlaubt doch das bequeme Reisen innerhalb der EU. Nicht zuletzt deshalb ist die zweitgrößte Kanareninsel ebenso wie ihre Schwestern beliebtes Urlaubsziel, wenn es in Mitteleuropa kalt und ungemütlich wird. Trotzdem möchte auch diese Reise gut vorbereitet sein.

Günstig fliegen nach Gran Canaria – Welche Airlines fliegen auf die Kanareninsel?

Wie bequem und wie preiswert man nach Gran Canaria fliegt, hängt auch stark davon ab, welchen Komfort man sich von dem Flug erhofft. Die Reise auf die Kanareninsel dauert je nach Wetter zwischen vier und fünf Stunden, gehört also in die Kategorie Mittelstrecke.

Direktflüge werden beispielsweise von Condor, Air Berlin oder Ryanair angeboten. Weitere Airlines wie Spanair, Iberia, Easyjet oder Lufthansa fliegen die Insel mit Zwischenstops an. Im Durchschnitt verlangen die großen Flugunternehmen zwischen 300 und 500 Euro für den Hin- und Rückflug. Ryanair ist auf den ersten Blick wesentlich günstiger, kann einem den Spaß aber durch viele Aufschläge bei Gepäck, Versicherung und Steuer sowie geringen Service und nervige Werbung an Bord verderben.

Der internationale Flughafen liegt etwa 18 Kilometer südlich der Inselhauptstadt Las Palmas in der Bucht von Gando. Er gehört zu den Gemeinden Telde und Ingenio. Die Touristenzentren im Süden sind über knapp 30 Kilometer Autobahn in kürzester Zeit zu erreichen. Busse und ein Taxiservice bringen Ankömmlinge, die keinen Mietwagen gebucht haben, regelmäßig zu ihren Hotels.

Das Wetter auf Gran Canaria - Was muss ins Reisegepäck?

Wer in den Süden fliegt, möchte Regen und nasskaltes Herbstwetter gern völlig zurücklassen. Poolfaulenzer, die sich nur in den Touristenzentren von Gran Canarias Südküste aufhalten, können sich darauf fast verlassen, denn die zerklüfteten Höhen im Hinterland halten das schlechte Wetter sozusagen hinter dem Berg. Fast das ganze Jahr über bleibt es durchschnittlich 23 Grad Celsius warm, die Wassertemperatur sinkt selbst im Dezember und Januar kaum unter 19 Grad. Allerdings kann es in den Wintermonaten abends auch am Strand kühl werden und tagsüber eine heftige Brise am Rockzipfel zerren. Eine windfeste Jacke und ein warmer Pullover gehören auf jeden Fall ins Gepäck.

Wer plant, auch in die Berge zu reisen, kann vor allem am Nachmittag davon ausgehen, dass es in Höhen von über 1.500 Metern neblig und kühl werden wird. Entsprechend sollten eine lange Hose und eine Jacke dabei sein. Einfache Wanderungen wie zum Roque Nublo erfordern feste Schuhe, Turnschuhe oder Trekkingsandalen sind für diese gut ausgebauten Wege aber völlig ausreichend.

Ankunft auf Gran Canaria – Einreise und Geld

Die Kanaren gehören zu Spanien und damit zur EU. Für Einreisende aus EU-Ländern ist daher kein Visum erforderlich, der Personalausweis genügt völlig. Bezahlt wird in Euro, ein Geldwechsel ist schon seit langem nicht mehr notwendig. Zum Abheben mit der Maestro-Karte stehen überall und vor allem in den Touristenhochburgen, wo schließlich besonders viel Geld ausgegeben werden soll, ausreichend Geldautomaten zur Verfügung. Das Preisgefüge im Supermarkt ist etwas höher als in Deutschland, dafür kostet der Liter Super-Benzin nur um die 80 Cent.

Sprachkenntnisse für Gran Canaria – Das Spanisch auf den Kanarischen Inseln

Auch wenn die Kanarischen Inseln zu Spanien gehören und Spanisch damit auch von der Inselbevölkerung gesprochen wird, können Urlauber auf Gran Canaria problemlos ohne eine einzige spanische Vokabel auskommen. Deutsch wird von den Kindern vor Ort bereits in der Schule gelernt, die Insel ist auf ihren wichtigsten Devisenbringer eingestellt und schult den Nachwuchs schon früh auf den Kontakt mit den Touristen. Am ausgeprägtesten spürbar ist dies in den Touristenzentren des Südens, wo jeder Kellner und jeder Hotelrezeptionist Deutsch spricht und sämtliche Menükarten dreisprachig ausgegeben werden.

Natürlich aber freut es Einheimische wie überall, wenn man in ihrer Muttersprache mit ihnen redet. Wer gern mehr über Land und Leute erfahren möchte und dafür auch mal mit einem Ziegenbauern in den Bergen zu plauschen wünscht, wird mit Spanisch hier wesentlich mehr erreichen.

Das Spanisch der Kanaren ist sowohl von der europäischen Halbinsel als auch von lateinamerikanischem Spanisch beeinflusst. Das „z“ und das „c“ vor „i“ und „e“ wird nicht gelispelt ausgesprochen wie in weiten Teilen des spanischen Festlandes. Stattdessen werden gern Buchstaben und Wortendungen verschluckt, beispielsweise wird „Gracias“ überall nur „Gracia“ ausgesprochen. Das Vokabular allerdings orientiert sich eher am Spanisch der iberischen Halbinsel.

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Constanze Liess, Constanze Liess

Constanze Ließ - Constanze Ließ studierte Journalismus an der Freien Journalistenschule Berlin. Sie bringt ihre Erfahrungen aus anderen Ländern ...

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