Titisee-Neustadt: Skisprung-Weltcup kehrt 2013 zurück

Große Kulisse beim Skisprung-Weltcup in Neustadt - Joachim Hahne
Große Kulisse beim Skisprung-Weltcup in Neustadt - Joachim Hahne
Der Internationale Skiverband (FIS) vergibt wieder zwei Weltcup-Skispringen in den Schwarzwald - die Weltelite startet im Dezember 2013 in Neustadt.

Sie haben gehofft, gebangt und fast nicht mehr daran geglaubt. Am Donnerstag überraschte der Internationale Skiverband (FIS) die Verantwortlichen des Organisationskomitees für den FIS-Weltcup mit einer erfreulichen Nachricht. Titisee-Neustadt, 35 Kilometer vor den Toren Freiburgs gelegen, wurde wieder in den Weltcup-Terminkalender aufgenommen. Sechs Jahre nach den letzten Weltcupspringen im Februar 2007 wird am Wochenende 14./15. Dezember 2013 in Neustadt wieder ein Weltcup-Skispringen ausgetragen.

Die Weltelite der Skispringer kehrt zurück nach Titisee-Neustadt

"Ein Riesenmotivationsschub für das ganze Organisationsteam", frohlockte Weltcup- und OK-Generalsekretär Joachim Häfker. Diese kam selbst für ihn und die Neustädter Rathausspitze überraschend, denn außer vereinzelten Andeutungen hatte es im Vorfeld der FIS-Kalenderkonferenz am 8. Oktober in Zürich kaum Hinweise auf diese Entscheidung gegeben.

"Wir werten diese Entscheidung auch als Belohnung für unsere Hartnäckigkeit und als Beleg, dass unsere Leistung der letzten Jahre, insbesondere bei der Ausrichtung von Continental-Springen im COC entsprechend Anerkennung gefunden haben", so Joachim Häfker.

Seitdem der Weltcup-Tross 2007 letztmals auf der Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt Station gemacht hat (Doppelsieg durch den inzwischen zurückgetretenen Adam Malysz), hat Neustadt jedes Jahr ein COC-Springen organisiert und dabei jedes Mal höchstes Lob von den Athleten und Funktionären erhalten.

FIS-Renndirektor Walter Hofer: "Neustadt ist Weltklasse"

Auch FIS-Renndirektor Walter Hofer äußerte sich mehrfach entsprechend: "Neustadt ist Weltklasse", lobte er die COC-Springen an der Hochfirstschanze. Und trotzdem schien der Weltcup-Standort im Hochschwarzwald ausgebootet, fand die Forderung nach einer festen Etablierung auch beim Deutschen Skiverband (DSV) und der FIS wenig Gehör. Zuschauerträchtigen Veranstaltungsorten wie Willingen und Klingenthal wurde der Vorzug gegeben. Die zur Jahrtausendwende extra für den Weltcup umgebaute Hochfirstschanze fiel in den "Dornröschenschlaf". Statt Morgenstern, Schlierenzauer, Ammann und Schmitt gastierte die "Zweite Liga" im Hochschwarzwald. In den Sommermonaten wurde die Anlage von der Hochschwarzwald Touristik für Open-Air-Veranstaltungen genutzt.

Hochfirstschanze ist bereits jetzt weltcuptauglich

Noch stehen Einzelheiten des Weltcup-Termins nicht fest. Doch die Terminvergabe für den 14. und 15. Dezember 2013 ist verbindlich. Diese Vergabe ist an keine Auflagen geknüpft, das ist wichtig für den Ausrichter Neustadt, weil damit gewährleistet ist, dass die Schanze in ihrem jetzigen Zustand weltcuptauglich ist. Es sind keine Zusatzinvestitionen in Flutlicht oder Aufstiegshilfen erforderlich.

"Jetzt zeigte es sich, wie wichtig es war, rechtzeitig in die Infrastruktur zu investieren. In den vergangenen Jahren haben wir einen neuen Pistenbully angeschafft und eine Kühlspur für den Anlauf installiert. Das gibt uns nun Sicherheit im Hinblick auf den Zustand der Schanze", so OK-Chef Häfker.

Auf dem Weg nach Sotchi ist Neustadt die dritte Station für die Skispringer

Nach Kuusamo/Finnland und dem Olympiaort von 1994, Lillehammer/Norwegen ist Titisee-Neustadt die dritte Station im dann noch jungen Olympiawinter 2013/14. Trotz des frühen Termins sorgt sich Häfker nicht um die Schneesicherheit: "Da lassen wir uns etwas einfallen", verspricht er und erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass sein Team schon einmal ein Springen mit Schnee vom Gotthard-Pass gesichert hat.

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für das COC-Springen vom 13. bis 15. Januar 2012. Denn unabhängig von den Weltcup-Aussichten für 2013 wollen die Neustädter bis dahin auch als Ausrichter der COC-Springen eine perfekte Organisation und eine hochwertige sportliche Veranstaltung anbieten. "Wir gehen das wieder an, als wäre es ein Weltcupspringen", so bekräftigt auch Matthias Schlegel, der Schanzenchef. "Wer weiß, vielleicht sehen wir im Januar junge Springer bei unserem COC-Wettbewerb, die dann eineinhalb Jahre später als Spitzenspringer an unserem Weltcup teilnehmen."

Der COC-Wettbewerb wird am 14./15. Januar 2012 auf der großen Hochfirstschanze ausgetragen.

Joachim Hahne, johapress

Joachim Hahne - Freier Journalist, Media-Büro für Bild, Ton und Text Mitglied im Verband der Deutschen Sportjournalisten (VDS) berichtet ...

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