Reise in Japans Hauptstadt Tokyo

Urlaub und Leben in einer Millionenmetropole

Tokyo gilt als das Highlight für jeden Japan-Touristen. Traditionelle Kulturdenkmäler und atemberaubende Wolkenkratzer sind vereint in einer Stadt der Superlative.

Gewaltige Menschenmassen stürmen über die hell erleuchtete Kreuzung des Stadtbezirks Shibuya. Selbst der hartgesottene Weltenbummler fühlt sich hier winzig und unbedeutend. Inmitten von himmelhohen Glasgiganten und einfarbigen Betonklötzen scheint die besondere Atmosphäre der Stadt greifbar.

Tokyo - die Stadt, die niemals schläft

Die größte zusammenhängende Metropolregion der Welt - Tokyo samt Kawasaki, Yokohama und Saitama - beheimatet ca. 34.500.000 Einwohner. Somit gut ein Viertel der Gesamteinwohnerzahl des Inselstaats. Das Herz des Landes bildet das politische, ökonomische und kulturelle Zentrum des Industriegiganten.

Trotzdem beeindrucken die zahlreichen Facetten der Großstadt den Besucher. Reges Treiben - ob nun auf dem frühmorgendlichen Fischmarkt in Tsukiji, oder im Partybezirk Roppongi - erfüllt die Gassen. Dabei ist eine deutliche Diversität der Stadtviertel zu erkennen. Während des gewaltigen Wachstums im 20. Jahrhundert entstanden immer mehr sogenannte Subzentren. Diese sind besonders stark vom Dienstleistungssektor dominiert. Clubs, Pachinko-Hallen (ein in Japan beliebtes Glücksspiel), sowie alle Arten der Gastwirtschaft prägen das Antlitz der modernen Suburbs.

Wer es lieber etwas ruhiger angehen möchte, dem bieten die gepflegten Parks von Tokyo die Möglichkeit, zumindest zeitweise dem Großstadtchaos zu entfliehen. Besonders die Gartenanlagen rund um das kaiserliche Anwesen in Zentral-Tokyo sind einen Besuch wert. Doch auch dort kommt nie das Gefühl der Einsamkeit auf. Gewiss begegnet man Joggern, Erholung suchenden Rentnern oder verliebten Hochschülern. Privatsphäre existiert zumeist nur in den teuren Mietwohnungen.

Tokyo in der Kritik

Obwohl dem Klimawandel auf internationaler Ebene zusehends mehr Bedeutung beigemessen wird, produzieren solch riesige Agglomerationsgebiete wie die japanische Hauptstadt Unmengen an Schadstoffen. Aufgrund der extrem hohen Wohnkosten sehen sich Arbeitnehmer gezwungen, in die wesentlich erschwinglicheren Vorstadtgebiete zu ziehen. Infolge dessen steigt die Anzahl der Pendler konstant. Öffentliche Verkehrsmittel, beispielsweise der weltberühmte Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen, sind häufig überfüllt. Speziell während der Rushhour drohen die Verkehrsmittel aus allen Nähten zu platzen.

Der verunsicherte Tourist braucht jedoch keine Angst vor dem Benutzen der Bahn zu haben. Der Großteil der Einheimischen scheint es regelrecht zu genießen, ruhig und gesittet zu warten.

Schließlich möchte man nicht sein Gesicht verlieren.

Jene enorme Selbstdisziplin wird von einer großen Zahl der ausländischen Gäste zwar bewundert, stellt aber auch ein Problem der sozialen Struktur des Lands der aufgehenden Sonne dar. Eine hochrangige Stellung innerhalb der Gesellschaft basiert zum überwiegenden Teil auf beruflichem Erfolg. Weniger Begabte oder körperlich/geistig Benachteiligte werden häufig unterschwellig diskriminiert. Nicht umsonst ist die Suizidrate außergewöhnlich hoch.

Diese Schattenseiten trüben das Bild der Megacity Tokyo. Trotzdem vereint wohl keine Stadt der Welt die Vergangenheit und die Moderne so spektakulär wie die japanische Hauptstadt.

Mit Sicherheit bietet ein Besuch in Tokyo mit die eindrucksvollsten Impressionen, die ein Tourist in sich aufnehmen kann. Wenn er nur will.

Sascha Müller - Guten Tag, liebe Leser, schön, dass sie sich auf diese Seite verirrt haben. Meine Artikel drehen sich hauptsächlich um das ...

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