Topflappen - Schnell gehäkelt dank Stäbchenmuster

Topflappen mit Stäbchen - Sabine Michalski
Topflappen mit Stäbchen - Sabine Michalski
Wer seine Häkelsachen mit Stäbchen arbeitet, wird schnell voran kommen. Mit einem einfachen Muster und verschiedenen Farben entstehen tolle Topflappen.

Topflappen werden in jeder Küche benötigt und sind schnell zu häkeln. Für die folgende Anleitung werden nur 60 Gramm Topflappengarn in der Hauptfarbe und etwa 10 Gramm in der Kontrastfarbe benötigt. Da hauptsächlich mit Stäbchen gehäkelt wird, ist der Topflappen schnell fertig.

Von der Luftmasche bis zum Stäbchen

Bei diesem Topflappen wird eine Kette von 31 Luftmaschen gehäkelt, welche als erste Hinreihe angesehen wird. In der Rückreihe ergibt dies 30 feste Maschen. Damit ergibt sich eine Breite ohne Zierrand von 10 bis 11 Zentimeter, je nachdem wie fest man häkelt. Ab der 2. Hinreihe werden Stäbchen gehäkelt. In den ersten vier Reihen (jeweils Hin- und Rückreihe) pro Masche der vorhergehenden Reihe je ein Stäbchen. Sind diese vier Reihen fertig, gilt es in der folgenden Reihe zu zählen. Vom Rand aus werden 14 Stäbchen gehäkelt wie bisher. Danach zwischen dem 15. und 16. Stäbchen der Vorreihe drei Stäbchen häkeln. Danach wieder 14 Stäbchen bis zum Ende.

Die drei Stäbchen in der Mitte haben zusammen die Form eines kleinen Fächers, da sie alle drei in die selbe Lücke gehäkelt wurden. In der folgenden Rückreihe werden jeweils 13 Stäbchen, drei dieser kleiner Fächer und wieder 13 Stäbchen gehäkelt. In den folgenden Reihen werden jeweils pro Seite ein Stäbchen weniger und dafür zwei der kleinen Fächer mehr gehäkelt.

Damit der Topflappen dann auch breiter wird, wird ab der zehnten Reihe, wo Stäbchen gehäkelt werden, mit jeweils 10 Stäbchen pro Seite gearbeitet. Damit diese Anzahl immer erhalten werden kann, empfiehlt sich folgende Arbeitsweise: Drei Stäbchen, danach zwei Stäbchen in eine Masche der Vorreihe, danach sechs Stäbchen. Danach folgen wieder unsere kleinen Fächer, welche jetzt schon sechs Stück ergeben. Danach wieder Stäbchen in der Kombination sechs, zwei in eine Masche und drei Stäbchen. Dieses Prinzip mit je zwei Fächern mehr pro Reihe wird solange gehäkelt, bis zehn Fächer vorhanden sind. In der folgenden Reihe werden die Fächer dann in der Kontrastfarbe gehäkelt. Danach folgt noch eine Reihe mit diesem Muster, so das zwölf Fächer vorhanden sind. In der folgenden Reihe mit je einem Stäbchen pro Masche sollten 56 Maschen vorhanden sein. Diese werden in der zweiten einfachen Stäbchenreihe auf 54 Maschen reduziert. Dafür wird die erste Masche der Reihe gehäkelt, die nächste übersprungen und am Ende wird die vorletzte Masche übersprungen. Danach folgen noch zwei Reihen mit einfachen Stäbchen. Hier wird der Arbeitsfaden abgeschnitten und durch die letzte Masche gezogen.

Das Abschlussstück anhäkeln

Das obere Stück benötigt nur ein Drittel der Maschen. Die 54 vorhanden Maschen werden also durch drei geteilt und ergeben 18 Maschen. Es wird also vom Rand her an der 19. Masche begonnen und eine Reihe feste Maschen bis zur 36. Masche angehäkelt. Danach sollten noch 18 Maschen bis zum Rand verbleiben. Damit die Maschenanzahl auch stimmt, sollte beim Hauptteil nach der Maschenabnahme noch einmal nachgezählt werden. Das erspart Arbeit, falls man sich vorher doch vertan hat im Muster.

Nachdem die erste Reihe mit festen Maschen gehäkelt wurde, werden die folgenden vier Reihen wieder mit Stäbchen gearbeitet. Danach folgt eine Reihe mit festen Maschen wo zwischen der neunten und zehnten Masche eine Kette von 20 bis 25 Luftmaschen gehäkelt wird. Diese soll später den Aufhänger für den Topflappen bilden. In der Rückreihe und damit letzten Reihe werden wieder feste Maschen gearbeitet, wobei auch der Aufhänger einbezogen wird.

Der Zierrand und Schlussarbeiten

Am Ende des angehäkelten Stücks beginnt man gleich mit der Kontrastfarbe für den Zierrand. Dazu wird der gesamte Topflappen einmal mit festen Maschen umhäkelt. Dabei werden an den Ecken jeweils drei feste Maschen in eine Einstichstelle gearbeitet. In der zweiten und letzten Runde werden wieder drei Stäbchen in eine Masche gehäkelt. Dabei lässt man zwischen den kleinen Fächern dann jeweils zwei Maschen frei, so das man in jede dritte Masche die drei Stäbchen häkelt. Um die Ecken genau zu treffen, kann man auch mit eine freien Masche variieren. Dies fällt am Ende nur geringfügig auf. Sobald diese letzte Runde beendet ist, schneidet man den Arbeitsfaden ab und zieht ihn durch die letzte Masche komplett durch. Nun müssen nur noch die Fäden vernäht werden und der Topflappen ist fertig.

Tipps für Anfänger(innen)

Wer sich noch nie mit dem Häkeln beschäftigt hat, wird Anleitungen suchen, wo die verschiedenen Maschenarten erklärt sind. Dafür ist die Seite Anleitung Handarbeit von Susi Saparautzki genau richtig. Dort werden die Erklärungen mit reichlich Bildmaterial unterstützt.

Sabine Michalski, Sabine Michalski

Sabine Michalski - Sabine Michalski, Jahrgang 1973 und Mutter von zwei Kindern. Wir leben in Plauen im Vogtland und sind dort erst seit 2009. Als ...

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