Sushi hat in Japan eine lange Tradition. Reis und Fisch sind Grundnahrungsmittel und haben einen geradezu heiligen Status. Seit einigen Jahren mehren sich die Liebhaber dieser Leckereien aus Reis und rohem Fisch auch in unseren Breitengraden. Statt „Pommes Schranke“ im Dönerladen, geht es mal kurz zum Sushi-Tempel oder man trifft sich mit Freunden zum kulinarischen Raubzug beim All-You-Can-Eat-Sushi.

Sushi selbstgemacht

Oftmals ist das Sushi allerdings nicht für jeden Geldbeutel zu haben. Da lohnt es sich, sich selbst an dieser japanischen Spezialität zu versuchen. Selbstgemachtes Sushi ist auch ein hervorragendes Essen für eine Geburtstagsparty oder ein elegantes Dinner zu Hause. Viele kleine und unterschiedlichste Häppchen – für jeden etwas dabei. Wer keinen rohen Fisch mag, kann sich hier an Varianten mit Omelette bedienen, für reine Vegetarier kann man Sushi auch mit Tofu bereiten.

Die Zubereitung des Sushireis ist eigentlich relativ simpel, benötigt allerdings einige Zeit. Man kann hierfür nicht jeden x-beliebigen Reis nutzen, sondern sollte auf echten Sushi-Reis zurückgreifen. Diese Zutaten sind in jedem gutsortierten Asia-Laden erhältlich, meist auch in größeren Supermarktketten, auf jeden Fall aber auch preisgünstig im Online-Handel. Falls man dennoch nicht fündig wird, kann man – im äußersten Notfall – auf Klebereis zurückgreifen.

Rezept für Sushi-Reis

2 Tassen Sushi-Reis

2 ½ Tassen Wasser ( 1 ¼ pro verwendete Tasse Reis)

Marinade für den Sushireis

½ Tasse Reisessig

4 EL Zucker

1 ½ TL Salz

Zubereitung

  • Den Reis in einem feinen Sieb oder einer Schale gründlich in kaltem Wasser waschen, bis dass Wasser klar ist. Das Wasser abgießen und den feuchten Reis 45 Minuten ruhen lassen.
  • Den Reis – zusammen mit dem kalten Wasser – in einen Topf geben. Den Deckel fest verschließen und (ganz wichtig!) während des Kochvorgangs nicht mehr öffnen. Hier empfiehlt sich ein Topf mit Glasdeckel. Den Reis nun auf mittlerer Hitze langsam zum Kochen bringen, sobald es sichtbar kocht, den Reis auf kleinste Flamme stellen und mit geschlossenem Deckel 10 Minuten weiterdämpfen lassen.
  • Dann den Topf vom Herd nehmen und den Reis (Deckel ist immer noch geschlossen!) weitere 10 Minuten ruhen und nachgaren lassen.
  • Währenddessen in einer kleinen Schale den Essig mit Zucker und Salz vermischen, bis sich alle Zutaten aufgelöst haben. Den warmen Reis in eine Schale geben (möglichst aus Porzellan oder Glas, traditionell wird eine Keramik- oder Holzschale verwendet, da Metall mit den Zutaten reagieren kann), die Marinade darüber geben und mit einem Holzlöffel vorsichtig unterheben. Der Reis kühlt jetzt ab – will man es ganz original machen, kann man diesen Kühlvorgang unterstützen, indem man dem Reis mit einem Fächer Luft zuwedelt.
  • Wer praktisch veranlagt ist, wartet einfach ein paar Stunden, bevor er den Sushi-Reis mit Nori-Algen, frischem Fisch, Meeresfrüchten, Gemüse (Avocado, Gurke, Karotte, Lauch usw. in feinen Streifen), Frischkäse, Fischrogen, Omelette usw. zu Sushi weiterverarbeitet.

Lachs, Nori & Surimi - Preiswerte Zutaten für leckeres Sushi

Wer keinen guten und vertrauenswürdigen Fischhändler in Reichweite hat, kann für das Selfmade-Sushi auch auf Räucherlachs, Flusskrebsschwänze, Garnelen oder Surimi aus der Kühltheke zurückgreifen – alles Produkte die inzwischen in jedem Discount-Supermarkt zu bekommen sind.

Zum Rollen benötigt man Nori-Algen (auf der Verpackung ist meist eine Grundlegende Anleitung zum Rollen des Sushi) und spezielle Sushi-Matten. Beides ist für wirklich kleines Geld im Asia-Laden erhältlich. Serviert wird das Sushi hübsch angerichtet auf Platten, hierzu wird Gari (eingelegter Ingwer), Wasabi (scharfer, grüner Meerrettich) und Soja-Sauce gereicht. Wer ambientegerecht etwas Alkoholisches dazu trinken möchte, dem sei etwas warmer Sake (japanischer Reiswein) dazu empfohlen.

Tipp: Wenn man die aufgerollten Algen samt Füllung schneiden will, sollte man a) ein scharfes Messer nutzen und b) es regelmäßig in Wasser mit etwas Reisessig tauchen. So verklebt die Klinge nicht und die Sushi-Rollen lassen sich gut schneiden. Will man regelmäßige Sushi-Stücke haben, sollte man nicht einfach wild Scheibchen abschneiden, sondern die gesamte Rolle zunächst in der Mitte teilen, die entsprechenden Teilstücke dann wieder halbieren usw. bis zur gewünschten Größe.