War sie in den früheren Jahren dem Wassersport und Camping gewidmet und eine Drehscheibe vieler Reiseanbieter, so nimmt sich in diesem Jahr der Radsport erstmals seinen Raum.

Transalp-Pionier Uli Stanciu auf der Münchner Messe

Die C-B-R 2008 nimmt das Abenteuer „Alpencross“ ins Programm mit auf, unter der Federführung von Transalp-Pionier Uli Stanciu. Nur noch eine Nische bleibt den Windsurfern übrig. Mittendrin in Halle B5 lockt nun auf metergroßer Photowand das Alpenmassiv und das magische Wörtchen „Transalp“. Dort warten erfahrene Alpenüberquerer des Deutschen Alpenvereins (DAV), die Einsteigern wie geprüften Alpenbikern unabhängige Beratung anbieten und Tipps für die nächste Tour geben. Denn wie der Bike-Spezialist und Buchautor Uli Stanciu verspricht, bestätigen es auch die DAV-ler: Wer einmal die Alpen per Bike überquert habe, komme von diesem Sportabenteuer nicht mehr los. So war am Samstag den 16. Februar Stanciu anwesend und sprach mit den Besuchern. Er ist der Autor des aufwendigen Tourenführers „Traumtouren Transalp“. In dem die 18 schönsten Alpenquerungen beschrieben und bebildert sind. Auf beigelegter CD kann jeder seine Roadmaps zu eigenen Routen zusammenstellen.

Canyon war da - Cannondale nicht

Ein Parcours bietet Testmöglichkeiten von Bikes. Allerdings sind nur wenig Premium-Hersteller von Mountainbikes zu finden. So fehlen Specialized, Simplon oder Cannondale ganz. Dafür ist der Hersteller Canyon vor Ort. Die Marke hat sich in der Branche einen Namen gemacht. Die Bikes haben den Ruf von erstklassiger Ausstattung, hoher Qualität und sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis. Ein Messeberater von Canyon erklärt, dass sein Unternehmen diese Angebote durch reinen Direktvertrieb über das Internet leisten könne. Der Nachteil: Für die Bestellung via Internet braucht man Zeit, die Bikes können nicht getestet werden und die Rahmengröße nicht individuell ausprobierte werden. Laut des Messeberaters sei dies dennoch kein Problem. Das Rad werde im Karton verschickt. Falls etwas nicht passe – einfach zurückschicken und Canyon erstattet die Kosten.

GSP-Navis im Trend

Groß im Interesse stehen die Navigationssysteme für das Bike, glaubt man dem Andrang am Messestand von Hersteller Garmin. Er verspricht, dass das lästige Wegesuchen im Gelände mit seinem Navigationssystem der Vergangenheit angehöre. Die Geräte, die eine Größe von Handys haben, sind wasserdicht und leicht umbaufähig für Bike und Motorrad. Allerdings muss mit einer Investition von rund 1000 Euro gerechnet werden. Denn zum Gerät, das um die 600 Euro kostet, gehören Routen-CDs von Länderabschnitten, wie Süddeutschland, Norditalien, Österreich, die jeweils rund 100 Euro kosten. Die Karten sind topografisch, das heißt, auf 10 Meter genau und mit Höhenlinien-Angabe versehen.