
- Transformers 3 - Filmplakat - Paramount
Megan Fox hat er zwar diesmal nicht an seiner Seite, dafür aber Rosie Huntington-Whiteley, die von "FHM" und "Maxim" auf Platz 1 der Sexiest-Women-Charts gewählt wurde. Mit dabei sind wieder die Autobots und Decepticons, John Turturro und Josh Duhamel, dazu noch Patrick Dempsey und John Malkovich. "Transformers 3" startet ab 29. Juni 2011 im Kino.
"Transformers 3" - Die Handlung des Action-Krachers von Michael Bay
Die Handlung ist irrelevant - meinten jedenfalls Regisseur Michael Bay und seine Mannen, als sie den zweiten Teil fertigten. Doch die schlechte Story war für viele Fans der Grund, mit dem Sequel nichts anfangen zu können. Mit dem dritten Teil wollte man alles besser machen, was aber nur partiell gelang. Viel mehr grundsätzliche Geschichte gibt es eigentlich nicht, aber dennoch wirkt der Film ein wenig vollgestopft. Sam Witwicky (Shia LaBeouf) lebt inzwischen als eine Art nicht zahlender Untermieter bei seiner neuen Freundin Carly (Rosie Huntington-Whiteley). Mit gutem Studienabschluss in der Tasche und dem Wissen, zwei Mal die Welt gerettet zu haben, findet er dennoch keinen vernünftigen, seiner Meinung nach würdigen Job. So heuert er dann eines Tages bei einem merkwürdigen Chef (John Malkovich) als interner Postbote an, während seine Freundin bei einem schwerreichen Autosammler (Patrick Dempsey) arbeitet. Der findet Carly auch offenbar nicht nur als Mitarbeiterin klasse, denn er schenkt ihr fleißig schöne Dinge und hat auch sonst ein wenig zu viel mit ihr zu tun. Derweil gibt es unfeine Neuigkeiten bezüglich der Transformers, denn es stellt sich heraus, dass die Mondlandung 1969 doch ein wenig anders verlaufen ist als man dachte. Die bösen Decepticons scheinen einen gewaltigen Schlag gegen die freundlich gesinnten Autobots um Anführer Optimus Prime zu planen - und Sam muss trotz widriger Umstände wohl ein drittes Mal die Welt retten, um die globale Katastrophe zu verhindern.
Michael Bay - Action-Regisseur von "Transformers 3" und "Bad Boys"
Vor "Transformers 3" hat Michael Bay erst bei acht Filmen Regie geführt - und dennoch kennt seinen Namen fast jeder, der mit Filmen zu tun hat. Grund ist, dass alle seine Filme gewaltige Hits wurden. Im Genre des Actionfilms hat sich Bay einen großen Namen gemacht. Mit Videoclips unter anderem für Meat Loaf startend, inszenierte er mit seinem ersten Film gleich einen Kracher - "Bad Boys - Harte Jungs" (1995) wurde zum unterhaltsamen Popcorn-Blockbuster und etablierte den "Prinz von Bel Air" Will Smith im Kino. Es folgten die ebenfalls höchst erfolgreichen "The Rock" (1996, mit Nicolas Cage und Sean Connery), "Armageddon" (1998, mit Bruce Willis), "Pearl Harbor" (2001, mit Ben Affleck), "Bad Boys II" (2003) und "Die Insel" (2005, mit Ewan McGregor und Scarlett Johansson). Michael Bay, der als Produzent ("Texas Chainsaw Massacre", "Freitag, der 13.") sogar noch tätiger ist als auf dem Regiestuhl, wagte sich im Anschluss an eine Spielzeug-Verfilmung: Die wandelbaren Transformers waren eigentlich Spielfiguren für Kinder, aus denen auch eine Zeichentrickserie entstand, sodass die wenigsten an einen Mainstream-Erfolg glaubten. Bay bewies es seinen Kritikern jedoch abermals und feierte mit "Transformers" (2007) einen gigantischen Erfolg, der in den Jahren 2009 und nun 2011 zwei Sequels nach sich zog.
Shia LaBeouf und Rosie Huntington-Whiteley in "Transformers 3"
Eines ist geblieben nach den beiden "Transformers"-Vorgängern: Shia LaBeouf ist wieder der Held, der die Welt retten muss. Der 1986 geborene Schauspieler hatte seine ersten größeren Rollen in "Das größte Spiel seines Lebens" (2005) und "Disturbia" (2007), ehe ihn Michael Bay mit "Transformers" (2007) zum Action-Helden aufbaute. Die Rolle übernahm LaBeouf auch zwei weitere Male in den Sequels. Nebenbei tauchte er an der Seite von Michael Douglas in "Wall Street 2" (2010) und als potenzieller Harrison-Ford-Nachfolger in "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" (2008) auf. Geändert hat sich allerdings LaBeoufs Filmpartnerin: Hatte in den ersten beiden Teilen noch Megan Fox die Rolle der taffen Frau an seiner Seite inne, ist Sam Witwicky im dritten Teil nun mit einer anderen Frau zusammen. Rosie Huntington-Whiteley kann sich über ihre Rolle in "Transformers 3" hinsichtlich der Präsenz zwar durchaus bedanken, zumal die Kurven des professionellen "Victoria´s Secret"-Models mehr als nur einmal ins rechte Licht gerückt werden, wirklich Persönlichkeit entwickelt ihre Rolle jedoch nicht. Zwar bekommt man gleich in den ersten Minuten das Gefühl, dass auch Carly ordentlich Charisma hat, dies geht jedoch schon bald flöten, als sie nur noch schockiert aus der zugegebenermaßen recht hübschen Wäsche schaut und ihr Hauptaugenmerk offenbar darauf liegt, im furiosen Finale, in dem die Stadt in Schutt und Asche gelegt wird, kein Staubkörnchen ihr blütenweißes Outfit verschmutzen zu lassen. Weitere Rollen wird es für die bei den Männermagazinen "FHM" und "Maxim" auf Platz 1 der heißesten Frauen des Jahres 2011 gewählten Lebensgefährtin von Jason Statham aber sicherlich trotzdem geben.
Patrick Dempsey und Co. retten den Film ins Action-Mittelmaß
Die klasse Nebendarsteller in ihren superben Rollen sorgen dafür, dass der Film bis zum krachenden Finale nicht völlig in die Bedeutungslosigkeit abrutscht: Patrick Dempsey ("Grey´s Anatomy", "Verwünscht") glänzt als reicher Autosammler, John Turturro ("Quiz Show", "Big Lebowski") brilliert wieder als besessener Verschwörungstheoretiker und Alan Tudyk ("Tucker & Dale vs. Evil") als sein Assistent, Frances McDormand ("Almost Famous", Oscar für "Fargo") gibt die Verteidigungschefin, John Malkovich ("R.E.D.", "Gefährliche Liebschaften") den durchgeknallten Chef von Sam und Ken Jeong ("Hangover") spielt genau so bekloppt wie in beinahe allen seinen Rollen. Nur Josh Duhamel ("So spielt das Leben"), der den Lieutenant William Lennox auch schon in den Vorgängern verkörperte, bleibt ziemlich blass.
Fazit zur Kritik - "Transformers 3" in 3D mit Shia LaBeouf
Ein Actionfilm muss vor allen Dingen eines: es ordentlich krachen lassen. Dies tut "Transformers 3" definitiv auch sehr gut. Besonders das gewaltige, allerdings scheinbar endlos dauernde Krawall-Finale kann mit teilweise grandiosen Effekten, auch hinsichtlich der 3D-Technik, durchaus überzeugen. Problem des Films ist jedoch der lange Teil, der zu diesem Finale führt. In diesem Teil wird die Geschichte aufgebaut, dies passiert jedoch ständig im Ruck-Zuck-Verfahren und ohne den Zuschauer wirklich so richtig mit Emotion auf dieser Reise zu begleiten. Zu viel und doch irgendwie zu wenig ist das alles, was immerhin von den klasse Nebendarstellern aufgefangen wird. Insgesamt der schwächste Teil der bisherigen Trilogie.
