Trauer beim Tod eines nahen Angehörigen

Phasen der Trauerbewältigung beim Verlust eines geliebten Menschen

De Verlust eines geliebten Menschen hat fast jeder miterlebt. Es gibt verschiedene Phasen der Trauerbewältigung und auch professionelle Hilfe durch einen Therapeuten.

Fast jeder Mensch hat in seinem Leben bereits einen geliebten Menschen oder nahen Angehörigen verloren. Manchmal kann man sich von dem Sterbenen noch verabschieden, doch oft tritt der Tod auch völlig überraschend ein, etwa durch eine Embolie, einen Herzinfarkt oder Unfall. Ob man sich noch verabschieden und dem Sterbenen in seinen letzten Stunden oder Minute beistehen konnte, oder ob der Verlust plötzlich und unerwartet kam, hat nichts mit der Schwere und Länge der Trauerbewältigung zu tun. Auch durch das Begräbnis ist die Trauer noch lange nicht abgeschlossen.

Nach dem Verlust

Durch den Tod des Nahestehenden, erlebt man Gefühle, die man niemals zuvor erlebt hat. Die Trauerbewältigung ist ein langer und anstrengender Prozeß. Man weiß nicht, wie man mit den Gefühlen umgehen soll.

Es liegt in der menschlichen Natur zu trauern, wenn etwas Wichtiges verloren ging. Es wäre abnorm, wenn wir dies nicht machen würden, es wäre nicht menschlich. Die Trauer teilt uns die Veränderung und den Verlust mit. Die Trauer ist ein innerer Aufschrei und Warnzeichen der Seele. Man glaubt "verrückt" zu werden.

1. Phase: Verleumdung und Schock

Man steht unter Schock in dem Moment, wenn man die Todesnachricht bekommt, man kann und will es nicht wahrhaben. Der Hinterbliebene hat den Verlust noch nicht realisiert und mobilisiert in den meisten Fällen nochmals alle Kräfte um die Beerdigung und den Nachlaß zu organisieren.

Der Trauernde kann den Tod noch nicht begreifen, der Verlust ist noch nicht real. Es kann wohl zu Gefühlsausbrüchen kommen, aber der Verlust ist noch nicht ganz nachvollziehbar.

Diese Phase der Trauerbewältigung kann von wenigen Minuten bis zu Monaten dauern,

2. Phase: Gefühlsausbrüche

In dieser Phase trifft man auf ein Wechselbad der Gefühle. Emotionen der Verzweiflung, Hilflosigkeit, Angst, Einsamkeit und auch Wut auf den verlorenen Menschen wechseln sich ab.

In dieser Phase treten auch körperliche Symptone auf, die sich in Durchfällen, Kopfschmerzen, Essensstörungen wie Freßanfällen, Erbrechen oder Appetitslosigkeit zeigen können. Auch Unruhezustände und Schlafstörungen treten auf.

Diese Phase kann bis zu zwei Jahre anhalten.

3. Phase: Neuorientierung

Nach und nach realisiert der Hinterbliebene seinen Verlust, nimmt aber alte Gewohnheiten und Aktivitäten wieder auf. Man denkt viel über die positiven, aber auch negativen Erfahrungen oder Eigenschaften des Verstorbenen nach. Der Verlustschmerz läßt langsam nach. An besonderen Tagen wie Geburtstag, Hochzeittag oder Weihnachten werden die Gefühle jedoch wieder hochkommen und ein Rückfall in die Phase 2 kann erfolgen.

4. Phase: Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt

Man ist in dieser Phase noch ein wenig melancholisch, wenn man an die gemeinsame Zeit zurück denkt, aber auch sehr dankbar, dass man die gemeinsame Zeit erleben durfte. Ein neuer Lebensabschnitt ohne den verlorenen Partner beginnt. Man hat einen neuen Sinn oder Aufgabe gefunden.

Trauerbewältigung durch Therapie

Jeder Mensch wird mit seiner Trauer anders fertig, jede dieser Phasen wird eintreten, vielleicht aber in anderer Reihenfolge, manchmal wird auch ein Phasenabschnitt übersprungen.

Lange Gespräche, in denen man sich fallen lassen kann, egal ob mit Therapeut oder einem perönlichen Vertrauten, sind bei der Trauerbewältigung sehr hilfreich. Gesprächstherapien, in dem der Verlust aufgearbeitet werden kann oder eine Hypnosetherapie, in der man seine innere Ruhe wiederfinden kann, könnten die Aufgaben eines Heilpraktikers oder Therapeuten sein. Globulis mit beruhigenden Substanzen und Schüssler Salze aus der homöopatischen Apotheke können bei der Trauerbewältigung weiterhelfen.

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Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann

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