Seit langem schon gehört die sonnenverwöhnte Dominikanische Republik mit ihren traumhaften Stränden zu den beliebtesten Urlaubszielen in der Karibik. Für Urlauber ist der Karibikstaat auf der Insel Hispaniola wie ein Ausflug ins Paradies. Ob Familienurlaub mit All inclusive-Leistungen (AI), eine Wellnessreise oder eine Individualreise als Rucksacktourist, die Dominikanische Republik bietet jede Menge Möglichkeiten. Von Deutschland aus eröffnet sich nach etwa 10 Stunden Flug eine wunderbare Welt mit karibischem Flair, märchenhaften Landschaften und pulsierendem Leben. Für Europäer nicht nur eine Option für den Sommer sondern auch eine sonnige Alternative, unserem kalten Winter zu entkommen, den Weihnachtsstress hinter sich zu lassen oder den Jahreswechsel einmal anders zu erleben.
Tropisches Klima, Sonne und Strand
Das touristische Publikum kommt aus der ganzen Welt in die Dominikanische Republik, vorrangig aus Kanada, Mittel- und Südamerika sowie Europa. Die wichtigsten touristischen Gebiete liegen im Osten rund um Punta Cana und Santo Domingo, im Norden rund um Puerto Plata und die Halbinsel Samana. Dort sind auch besonders schöne Traumstrände und Tauchgebiete zu finden. Im Norden spenden die Mangrovenwälder Schatten bis an den Strand. Bei tropischem Klima und hoher Luftfeuchtigkeit schwanken die Temperaturen das ganze Jahr über etwa um die 28 °C. Ähnlich liegen die Wassertemperaturen sowohl im Atlantik als auch im Karibischen Meer knapp darunter, bei 26°C. An den Küsten weht meist ein leichter bis starker Wind. Durch die verschiedenen Klimazonen ist die Vegetation innerhalb des Landes sehr unterschiedlich. Neben den Strandregionen gibt es Regenwälder und Bergregionen. Kokospalmen finden sich fast überall in Strandnähe. Ananas, Bananen, Zuckerrohr und Avocados werden als Nutzpflanzen angebaut.
Familienurlaub mit jeder Menge Spaß
Die großen Reiseveranstalter bieten jede Menge Luxus und Spaß. Familienurlaub in einem der zahlreichen Hotels mit All Inclusive lohnt sich für Familien in jedem Fall. Die Hotelbars sind rund um die Uhr geöffnet, zu den Mahlzeiten gibt es umfangreiche Buffettangebote mit dominkanischer und internationaler Küche und für den kleinen Hunger zwischendurch haben viele Snackbars fast rund um die Uhr geöffnet. Im AI-Angebot sind Wasser, Säfte und alkoholische und nicht-alkoholische Getränke enthalten, meist auch ein großes Angebot an Londrinks. Auch sportliche Angebote sind meist im AI-Angebot enthalten. Von der Schnorchelausrüstung über Kajak fahren oder Tischtennis bis zu Minigolf gibt es ein breites Angebot. In den Hotels und rund um die Hotels herum gibt es meist einige Shops, in denen landestypische Waren wie Zigarren, Holzskulpturen und Strandwaren gekauft werden können. Direkt am Strand bieten Strandhändler ihre Dienste an von Luxusgütern über Massage bis zur Maniküre. Ausflüge können sowohl über die Reiseagentur gebucht werden als auch bei den örtlichen Veranstaltern, die meist auch am Strand über ihr Angebot informieren.
Individualreisende und Rucksacktouristen
Wer sich traut und etwas Spanisch spricht, kann die Dominikanische Republik durchaus auf eigene Faust bereisen, so lernt man Land und Leute sicherlich am besten kennen. Abenteuerlustige Rucksacktouristen brauchen nur den Flug zu buchen, Transfer, Unterkunft und Verpflegung kann man sich vor Ort organisieren. Gleich am Flughafen kann man einfach nachfragen, ob einen einer der zahlreichen Reisebusse ein Stück mitnimmt, meist klappt das für kleines Geld. Ansonsten kann man ein Taxi nehmen oder auf die kostengünstigste Alternative eines Minitaxis außerhalb des Flughafengeländes zurückgreifen, ein Guagua (Sammeltaxi) für ein paar Cent.
Natürlich gibt es auch jede Menge Hotels, die nicht in den Katalogen der Reiseveranstalter zu finden sind und auch nicht vorbestellt werden müssen. Wer noch kostengünstiger unterkommen möchte, kann in den preiswerten Hotels einchecken, in denen fast ausschließlich die Einheimischen unterkommen. Allerdins muss man dann schon bereit sein, auch die Nachteile in Kauf zu nehmen, mit denen die Einheimischen sich zufrieden geben. Das reicht von der nicht funktionierenden Toilettenspülung über das tagelange Duschen mit kaltem Wasser.
Vorsorge für einen gesunden Urlaub
Impfungen sind für die Dominikanische Republik nicht vorgeschrieben, sollten aber beizeiten überprüft werden. Empfehlenswert sind Impfungen gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Hepatitis A (Gelbfieber) sowie und Diphterie und Polio (Kinderlähmung). Sowohl Kinderlähmung als auch Gelbfieber sind in der Dominikanischen Republik weit verbreitet. Je nach Reisegebiet und Aufenthaltsort, sollte man sich bei seinem Arzt genau erkundigen, welche weiteren Impfungen eventuell notwendig sind, wie beispielsweise eine Malariaprophylaxe.
Sinnvoll ist es zudem eine Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen, die in der Regel die Kosten für die ärztliche Versorgung übernimmt. Nicht selten haben Urlauber mit Durchfall- und Erkältungserkrankungen zu kämpfen. Allerdings muss man für die Behandlung und die Medikamente in Vorleistung treten und sich das Geld zu Hause von der Versicherung erstatten lassen. Mit den entsprechenden Rechnungen für den Arzt und die Farmacia (Apotheke) sollte das kein Problem sein. Besonders für den Urlaub mit Kindern sollte man schon zu Hause eine kleine Reiseapotheke zusammenstellen.
Land und Leute in der Dominikanischen Republik
Während die zahlungskräftigen Touristen das Luxusleben bei lebensfrohen Merengue- und Salsarhythmen genießen, lebt die normale Bevölkerung neben den Städten ohne Strom und fließend Wasser. Etwa ein Viertel der Dominikaner lebt unterhalb der Armutsgrenze. Die Arbeitslosenquote in der Dominikanischen Republik war zuletzt die höchste in Lateinamerika. Totz aller Programme, welche die Regierung in den letzten Jahren auf den Weg gebracht hat, lebt der Arbeitsmarkt nicht auf. Ausländern wurde die Arbeit in der Dominikanischen Republik in den letzten Jahren erschwert. Animateure, Reiseleiter und Kontaktpersonen zum Reiseveranstalter sind in der Regel Dominikaner. Dennoch profitiert die Bevölkerung nicht ausreichend vom Tourismus. Die Löhne sind sehr niedrig und durch die vielen AI-Angebote bleiben beispielsweise Restaurants und Bars außerhalb der Hotelanlagen leer. Uns Europäern erscheint bei alldem die fröhliche Mentalität und positive Lebenseinstellung der Dominikaner einfach bewundernswert.