Treibhauseffekt und globale Erwärmung

Die weltweite Klimaänderung hat verheerende Folgen für die Umwelt

Abgase und Treibhauseffekt - Michael Bührke
Abgase und Treibhauseffekt - Michael Bührke
Seit der Industrialisierung wird es wärmer. Aus dem Treibhauseffekt resultiert globale Erwärmung. Was genau bedeutet Treibhauseffekt und welche Folgen hat er?

Änderungen der globalen Umwelt gab es im Laufe der Erdgeschichte schon immer. Das geschah sowohl in den sehr langen Zeitperioden der Kontinentaldrift als auch in den kürzeren Abfolgen der Eiszeiten. Als Folge der natürlichen Evolution konnten sich einige Organismen anpassen, andere wiederum nicht. Wenn jedoch natürliche Klimaänderungen durch menschlichen Einfluss beschleunigt werden, kann dies verheerende Folgen für das Ökosystem Erde haben.

Industrieabgase als Ursache für den Treibhauseffekt

Zur Zeit der industriellen Revolution, also etwa vom späten 18. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert entdeckte man fossile Brennstoffe wie Kohle und Erdöl als Energielieferanten. Hinzu kamen Massentierhaltung und Waldrodung. Als Folge davon nahmen die Kohlendioxid- und Methankonzentration in unserer Atmosphäre drastisch zu. So wurden allein bis 1950 etwa 9 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre geschleust. Circa die gleiche Menge kam seit Mitte des 20. Jahrhunderts hinzu.

Der Grund für den Anstieg des Methangehalts ist nicht völlig geklärt. Eine Ursache hierfür könnte aber die Intensivlandwirtschaft sein. Eine Kuh produziert etwa 40 Liter Methan pro Tag. Außerdem produzieren Mikroorganismen in anaeroben Böden, die insbesondere beim Reisanbau genutzt werden, Methan.

Die auf die Erde einfallende Sonnenstrahlung wird von den Treibhausgasen Methan und Kohlendioxid absorbiert. Diese eingeschlossene Energie heizt die Atmosphäre auf und führt so zum sogenannten Treibhauseffekt. Dieser existierte natürlich schon vor der industriellen Revolution, wurde seitdem jedoch drastisch verstärkt.

Die globale Erwärmung und ihre Folgen

Computersimulationen über das Weltklima geben Prognosen ab, die das Ausmaß der globalen Erwärmung als Folge des Treibhauseffekts vorher sagen. So vermuten Wissenschaftler, dass sich der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre bis zum Jahre 2100 verdoppeln und die Temperatur von 2,3 bis 5,2 °C steigen wird.

Die Folgen der globalen Erwärmung sind teilweise schon heute zu beobachten. Durch den Anstieg der Durchschnittstemperatur kommt es zur Gletscherschmelze und dadurch zum Anstieg des Meeresspiegels. Außerdem wurden Wetterveränderungen beobachtet wie zum Beispiel die verringerte Schneebedeckung. Diese Konsequenzen beeinflussen nicht nur die menschlichen Aktivitäten, sondern auch die Ökosysteme. Hier werden nur einige genannt.

Durch den Anstieg des Meeresspiegels sind Gebiete nahe der Küste und Inseln gefährdet. Die Weltmeere werden wärmer und nehmen mehr Kohlendioxid auf, was zur Versauerung des Wassers führt. Das kann sich negativ auf ganze Ökosysteme in den Ozeanen auswirken. So können zum Beispiel Korallen durch die Versauerung zerstört werden, da es ihnen nicht mehr möglich ist, ihr stützendes Kalkskelett zu bilden. Diese wiederum sind Lebensraum für Kleinstlebewesen, die am Anfang der ozeanischen Nahrungskette stehen. Das kann drastische Folgen für das Ökosystem Meer haben.

Ebenso kann sich der Lebensraum für wärmeliebende Schädlinge wie Zecken oder der Malariaerreger vergrößern. Das hätte vor allem für Entwicklungsländer negative Folgen, da diese Schädlinge in den reichen Industrieländern dank der modernen Medizin erfolgreich bekämpft werden können.

Klimaschutz

Im Zuge der globalen Erwärmung hat sich der Klimaschutz entwickelt, der sich zum Ziel gesetzt hat, den Ausstoss der Treibhausgase zu verringern, um so den Grad der globalen Erwärmung einzudämmen. So strebt der Klimaschutz an, alternative Energiegewinnungen wie Biogas und Solarenergie zu fördern und die Verbrennung fossiler Brennstoffe einzudämmen. Es ist jedoch noch nicht möglich, ganz auf fossile Brennstoffe zu verzichten, da die Entwicklung der alternativen Energien noch nicht weit genug fortgeschritten ist.

Quelle: Begon, M.E.; Harper, J.L.; Townsend, C.R.: Ökologie. Spektrum Akademischer Verlag 1996

Bildnachweis: © Michael Bührke / pixelio.de

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