Trendsportart Frisbee-Golf

Trendsportart Frisbee-Golf - zyxwodron / pixelio.de
Trendsportart Frisbee-Golf - zyxwodron / pixelio.de
Frisbee-Golf oder auch Discgolf genannt ist eine Trendsportart, wie man diesen Sommer in vielen Parks erkennen konnte.

Nein, Frisbee-Golfer benötigen keine tausende Euro teure Ausrüstung – gute Laune und ein paar bunte Scheiben genügen, um zu entdecken, wie viel Spaß diese in Deutschland zur Zeit leider noch unbekannte Sportart machen kann. Die Regeln sind leicht zu erlernen, sie gleichen denen des „richtigen“ Golfs.

Die Regeln des „Profi“-Frisbee-Golfs

  • Hauptziel ist es natürlich, die Scheibe mit möglichst wenigen Versuchen von einem festgelegten Startpunkt aus in ein bestimmtes Ziel, zum Beispiel einen flachen Metallkorb, zu befördern. Der Parcours selbst besteht aus 9 bis 18 „Löchern“.
  • Jeder weitere Wurf geht von dem Punkt aus, an dem das Frisbee, auch Disc genannt, zum Liegen gekommen ist.
  • Für jeden Wurf kann eine andere Scheibe benutzt werden. Manchmal können das sogar bis zu 20 Stück pro Parcours sein. Für gezielte Würfe wird zum Beispiel eine etwas dickere Scheibe verwendet, da sie eine stabilere Flugbahn hat.
  • Ist ein Kurs abgeschlossen, werden die benötigten Würfe zu einem Endergebnis addiert.

Was die meisten Park- und Wiesen-Discgolfer nicht wissen: Richtige Cracks verdienen ihr Geld ausschließlich mit diesem Sport. Das ganze Jahr über finden Turniere in den sieben anerkannten Disziplinen des Welt-Frisbeesport-Verbandes statt: Eine dieser Disziplinen ist die Mannschaftssportart Ultimate. Hier werden im jährlichen Wechsel Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen. Die Weltmeisterschaft einer weiteren Diziplin, dem Freestyle Contest, machte 2009 halt in unserer Landeshauptstadt Berlin. In dieser atemberaubenden Variante des Sports zählen schwierige Würfe, Trickgriffe und Akrobatik, um die höchste Punktzahl zu erreichen. Doch der größte Vorreiter ist eindeutig Frisbee-Golf: Auf nationalen sowie internationalen Turnieren werden die Spieler in verschiedene Spielklassen aufgeteilt; grundsätzlich wird zwischen der Open Class und der Women Class unterschieden. Des weiteren werden die Teilnehmer in Altersklassen wie Juniors oder Masters eingeteilt.

Eine Wurfart für Einsteiger: Backhand (Rückhandwurf)

Der Daumen der Wurfhand liegt auf dem oberen Rand der Scheibe. Die restlichen Finger verbleiben faustähnlich an der Unterseite des Frisbees und krallen sich dort am Rand fest. Wenn man diese Grundform erst einmal verinnerlicht hat kann später auch der Zeigefinger auf den Rand aufgelegt werden. Die Wurfbewegung ist idealerweise eine flüssige Bewegung auf Brusthöhe des Spielers. Das Handgelenk wird eingeklappt, so befindet sich der Frisbeerand am Unterarm. Die Schulter des Wurfarmes sollte in Wurfrichtung zeigen. Der Arm wird nun in einer waagerechten Linie nach vorne geschwungen. Während dieser Bewegung klappt das Handgelenk parallel zum Boden nach vorne und gibt der Scheibe den benötigten Drall, auch Spin gennant.

Frisbee-Golf im Sommer 2010

Schaut man sich in in Parks um, merkt man schnell, dass sich die Frisbee-Scheibe zu einem Sportartikel entwickelt hat, der in diesem Sommer bei keinem Barbecue fehlen darf. Viele Städte haben auf diesem Trend reagiert und bieten den begeisterten Golfern nun fest installierte Zielkörbe auf ausgeschriebenen Grünflächen. Doch nicht nur das: Die neue Popularität dieser Sportart führte dazu, dass ganze Discgolf Parks entstanden. Alleine in Nordrhein-Westfalen gibt es sechs dieser Anlagen. Darunter befindet sich der Discgolf-Park Lünen, der mit 21 Bahnen ausgestattet ist und zu den fünf größten Europas zählt.

Frisbee-Golf hat sich gerade in diesem Sommer zu einer wirklichen Trendsportart avanciert. Jedoch sollte man zum Schluss noch kurz zu den wohl wichtigsten Regeln für Einsteiger und Freizeitspieler kommen: Rücksichtnahme auf Spaziergänger, Mitspieler, Tiere, Pflanzen, Bäume und alle anderen Einrichtungen des Parcours.

Bildnachweis: zyxwodron / pixelio.de

Lisa Müller, Sebastian Schmidt

Lisa Müller - Jungautorin die alles richtig machen will....

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