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Tricks im Supermarkt

Einkaufsfalle Einzelhandel und wie man sie umgehen kann

Einkaufswagen - pixelio/casiocan
Einkaufswagen - pixelio/casiocan
Man will nur mal schnell in den Supermarkt und etwas kaufen, doch dann kommt man mit viel mehr nach Hause als man wollte. Hier die Tricks der Einzelhändler.

Schnell mal in den Supermarkt und nur das Nötigste holen? Schwierig, meist geht man doch mit mehr nach Hause, als man vorher geplant hat -oder? Vermeintliche Angebote und Schnäppchen locken und der Geruch von frischen Brötchen lässt einem förmlich das Wasser im Munde zusammen laufen. Man kauft automatisch mehr. Kein Wunder, denn der Supermarkt ist nicht zufällig einfach so aufgebaut und sortiert, es steckt ein ausgeklügeltes System dahinter.

Die Tricks im Supermarkt

  1. Die teuren Markenwaren sind auf Augenhöhe positioniert. Sie fallen sofort auf und werden eher gekauft als die günstigeren Waren. Diese befinden sich weit unten oder oben im Regal.
  2. Lebensmittel des täglichen Gebrauchs wie Milch, Käse und Wurst findet man weit hinten im Supermarkt. Man muss also durch den ganzen Markt gehen, bis man alles findet. Davor lauern Angebote und Non-Food- Artikel.
  3. Einkaufswagen sind meist sehr groß und lassen einen kleinen Einkauf verloren aussehen. Damit die Butter neben dem Käse nicht so einsam aussieht, kauft man gleich mehr.
  4. Obst und Gemüse findet man im Supermarkt meist im vorderen Bereich. Dies ist kein Zufall, denn die Auswahl braucht Zeit und verlangsamt so das Gesamttempo des Einkäufers. Man lässt sich also mehr Zeit und bummelt durch das Lebensmittelgeschäft.
  5. Fleisch sieht hinter der Theke schön rosa aus, das macht Lust auf mehr. Kein Wunder, denn es wirkt mit Hilfe von Rotlicht gleich frischer und appetitlicher. Auch Gemüse sieht unter grünem Licht knackiger aus.
  6. Auch die seichte Musik im Einkaufsmarkt ist geplant, sie beruhigt den Kunden und entspannt ihn.
  7. Dem Geruch von frischen Brötchen zu entgehen, fällt nicht leicht. Der leckere Duft zieht in die Nase und macht hungrig. Viele Supermärkte haben deshalb Backshops in ihren Märkten, in denen Brötchen und Brot aufgebacken wird.
  8. Wer in einer langen Schlange an der Kasse warten muss, greift gerne nochmal zu. Hier werden teure Süßigkeiten positioniert, die aus Langeweile gekauft werden. Auch quengelige Kinder werden damit gerne ruhig gestellt.
  9. Riesen Stapel, die in den Gängen stehen, signalisieren dem Käufer oft fälschlicherweise: billig! Hinter den aufgetürmten Produkten verstecken sich meist keine Angebote, manchmal sind sie auch erst für die nächste Woche gedacht.
  10. Großpackungen gaukeln oft vor, dass sie billiger sind. Hier sollte man aber unbedingt den Kilopreis überprüfen, manchmal ist auch die kleine Packung günstiger.

Und was kann man dagegen tun?

Hilfreich ist es auf jeden Fall, wenn man vorher zu Hause einen Einkaufzettel schreibt. Plant man vorher, was man einkaufen will, fällt es leichter nur das zu kaufen, was man wirklich braucht. Außerdem sollte man nie hungrig einkaufen gehen. Dann kauft man automatisch mehr und es wandern viele Sachen in den Einkaufswagen, auf die man gerade Appetit hat. Wer Angebote und Schnäppchen mag, sollte wissen, was die einzelnen Produkte im Normalfall kosten. So kann man gezielt sparen und fällt nicht auf eine vermeintliche Schnäppchenfalle rein. Dabei hilft es auch, den Kilopreis zu vergleichen. Dieser gibt Aufschluss darüber, welches Produkt das günstigere ist.

Nadine Schwan, Nadine Schwan

Nadine Schwan - Als staatlich geprüfte Diätassistentin bin ich bestens informiert über alle Themen die mit Ernährung, Kochen und ...

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