
- Trödelmarkt - Norman Oelker
Wer unter Platzangst leidet, hat mit diesem Trödelmarkt vielleicht ein Problem. Es ist nicht übertrieben, wenn die Betreiber die Besucherzahlen in Tausenden rechnen. Manche Quellen sprechen von bis zu 50.000 Besuchern. Fast schon ein Menschenleben lang schieben sich die Menschenmassen an den Marktständen vorbei. Wer nur schnell und mal eben schauen will, hat hier keine Chance. Es ist Schritttempo angesagt. Ob man will oder nicht, man bekommt fast alles mit, was angeboten wird.
Anziehungspunkt für Touristen wie Einheimische
Jeden Samstag und Sonntag werden die Stände für den Trödelmarkt an der Straße des 17. Juni zwischen der Bachstraße, dem Charlottenburger Tor und für den angeschlossenen Kunstmarkt noch ein Stück weiter in Richtung Ernst-Reuter-Platz aufgeschlagen. Je nach Wetterlage etwas weniger oder mehr. Einheimische wie Touristen bevölkern den Markt bei freiem Eintritt gleichermaßen. Ein Geheimtipp ist er auch bei Letzteren schon lange nicht mehr. Der Trödelmarkt wird in diversen Stadt- und sogar Reiseführern genannt. Zwischen 10- und 17 Uhr kann man vor und hinter dem Charlottenburger Tor die Atmosphäre und das Flair dieser Veranstaltung auf sich einwirken lassen. Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz. Diverse Imbissstände helfen mit einem breiten Angebot über eventuelle Hungerattacken hinweg. Für weitergehende Bedürfnisse ist in Form von Toiletten ebenfalls gesorgt.
Angebote von Trödel bis Antik und Kunst
Was man auf diesem traditionsreichsten Berliner Trödelmarkt nicht finden wird, sind Neuwaren. Trödel und Antik sind hier wirklich Programm und auch die Kunst kommt nicht zu kurz. Was man wohl auch nicht finden wird, sind all zu niedrige Preise. Dies ist wohl auch dem Touristenaufkommen auf diesem Trödelmarkt und der starken Präsenz professioneller Händler geschuldet. Auf Handeln sollte man also nicht verzichten, wenn man ein Schnäppchen machen will. Zur Not könnte man mit dem Angebot schon mal eine Wohnung neu einrichten. Was alles angepriesen wird, ist mehr als vielfältig. Geschirr, Besteck dazu, Sideboards, um beides zu verwahren, Teppiche, um alles daraufzustellen, Lampen, um das Ganze zu beleuchten, usw. Alles, was es auf diesem Trödel- und Kunstmarkt gibt aufzuzählen, würde hier zu weit führen.
Fast zentral gelegen
Bei den Menschenmassen auf dem Markt sollte man die Hinweise in Bezug auf Langfinger nicht einfach abtun. Man muss in diesem Gedränge nur einmal die unbeabsichtigten Körperkontakte zählen, um zu wissen warum. Der Trödelmarkt an der Straße des 17. Juni ist am bequemsten mit der S-Bahn zu erreichen. Ein paar Schritte vom Bahnhof Tiergarten über die Bachstraße und schon ist man mitten im Geschehen. Das sind nur zwei Stationen vom Hauptbahnhof, also relativ zentral gelegen. Weitere Möglichkeiten den Trödelmarkt zu erreichen sind die U-9, U-Bahnhof Hansaplatz oder der Bus 106, ebenfalls Bahnhof Hansaplatz.
