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Tuluba, der Baby-Elefant aus dem Tiergarten Schönbrunn in Wien

Buch über Tuluba - KIKO Verlag
Buch über Tuluba - KIKO Verlag
Einige Fakten über den kleinen Elefantenbullen Tuluba, von seiner Geburt, seiner Familie bis zu den kleinen Streichen des Elefantenbabys.

Im Tiergarten Schönbrunn wartete im Sommer 2010 alles auf die bevorstehende Geburt des Elefantenbabys. Vor dem Elefantengehege drängelten sich die Besucher, sie beschäftigte nur eine Frage: Wann kommt der Elefant endlich zur Welt?

Spannung vor der Geburt im Tiergarten Schönbrunn

Die Zootierärzte standen in Rufbereitschaft. Die Elefantenpfleger schoben seit Anfang Juli abwechselnd Nachtdienst. Keinen Moment ließen sie die werdende Mama Numbi aus den Augen. „Wir hatten bei den Afrikanischen Elefanten schon zwei Geburten im Tiergarten Schönbrunn, dennoch bin ich sehr aufgeregt. Man fiebert mit, wie bei seinen eigenen Kindern“, sagte Revierleiter Simon Stöger.

Endlich ist das Elefantenkind da!

Dann kam endlich die Erleichterung. Die Elefantenkuh Numbi hatte am 6. August 2010 um 7.45 Uhr ihr Junges zur Welt gebracht. Die Geburt war problemlos verlaufen. „Nach tagelangem Warten ist alles blitzschnell gegangen. Numbi war im Innengehege des Bullenbereichs und plötzlich war das Elefantenbaby auch schon da“, berichtete Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

„Der kleine Dickhäuter ist ein Bulle. Er bringt 112 Kilogramm auf die Waage und hat ein Schulter-Stockmaß von 93 Zentimetern. Numbi umsorgt den Kleinen fürsorglich, der bereits wenige Minuten nach der Geburt auf seinen wackeligen Beinen gestanden ist und seiner Mutter auf Schritt und Tritt folgt.“

Die Elefantenkuh Numbi und ihre Kinder Kibo und Tuluba

Die 17 Jahre alte Elefantenkuh Numbi ist im Dezember des Vorjahres bereits trächtig vom Zoo Wuppertal nach Wien übersiedelt. In Wuppertal lebt auch der Vater des Elefantenbabys, der 18 Jahre alte Bulle Tusker. Für Numbi war es bereits die zweite Geburt. Ihr erster Sohn Kibo wurde am 9. Oktober fünf Jahre alt und lebt mit ihr im Tiergarten Schönbrunn. Für Kibo wurden es schwere Wochen.

Der „große“ Bruder Kibo

Kibo wurde am 9. Oktober 2005 im Zoo Wuppertal geboren. Sein Papa ist ebenfalls Tusker, der weiterhin in Wuppertal lebt. Kibo kam am 2. Dezember 2009 mit Mama Numbi in den Tiergarten Schönbrunn. Je näher die Geburt vom Elefantenkalb rückte, umso öfter wurde auch Kibo von seiner Mama getrennt gehalten. Ab der Geburt des Brüderchens rund um die Uhr, teilweise war Kibo bei den anderen Elefanten, teilweise ganz alleine. Man kann es sich kaum vorstellen, wie der Kleine verzweifelt durch die Anlage lief, vor dem geschlossenen Tor beim Haus stand und jammerte. Erst als Tuluba knapp drei Wochen alt war, durfte Kibo endlich wieder zu Mama Numbi und seinem Brüderchen. Wie Elefanten außer mit Jammern und Tröten sonst miteinander "sprechen", können Sie im Artikel: Die Sprache der Elefanten" lesen.

Das Elefantenkalb bekommt einen Namen: Tuluba

Über 10.000 Menschen haben in den vergangenen fünf Tagen einen Namen für den kleinen Dickhäuter im Tiergarten Schönbrunn gewählt. Mehr als die Hälfte (61.4%) hat sich für Tuluba („Große Ohren“) entschieden.

Das Lieblingsspielzeug des kleinen Wiener Elefanten: Wasser

Der mittlerweile 145 Kilogramm schwere Tuluba genießt die tägliche Dusche an der Seite seiner Mutter Numbi. Tuluba schließt beim Duschen die Augen und hält seinen Kopf direkt in den Wasserstrahl. manchmal versucht er den Strahl auch mit seinem Rüssel zu fangen. Doch lange hält die Sauberkeit bei Tuluba nicht an. Frisch geduscht sucht er sofort nach der nächsten Schlammlacke, wälzt sich darin und taucht kopfüber mit seinem Rüssel hinein. Manchmal auch unfreiwillig, weil er noch tollpatschig ist. Wer allerdings glaubt, das wäre den Pflegern nicht recht, irrt.

„Die Dusche schützt die Haut vor dem Austrocknen. Die Schlammpackung pflegt sie und macht sie geschmeidig. Außerdem ist der Schlamm ein Schutz gegen die Sonne und lästige Insekten. Wenn die Schlammschicht eintrocknet und von den Elefanten abgerieben wird, ist sie wie ein Peeling und Schmarotzer, die sich in den Hautfalten der Tiere festgesetzt haben, werden dabei entfernt“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Kleine Neckereien mit Tuluba

Als Besucher kann man sich von der Freude, die die Tierpfleger haben, anstecken lassen. Da wird mit dem Kleinen durch das Gitter gescherzt. Eine Pflegerhand ragt durch das elefantengerechte Gitter, winkt. Der kleine Elefant guckt, näherst sich, erst vorsichtig, dann im Trippelschritt. Der neugierige Rüssel wird ausgefahren. Da packt die Hand des Pflegers zu und zieht den kleinen Naseweis am Rüsselchen. Upps. Da hüpft er aber erschrocken vom Gitter weg. Da lockt die Hand schon wieder. Tuluba hüpft wieder hin. Abermals wird das Rüsselchen gepackt, dran gezogen. Die kleinen Elefantenbeine stemmen sich dagegen, die Ohren wackeln aufgeregt. Alles lacht bereits. Da lässt der Pfleger aus und plumps, landet Mini-Elefant auf seinem Allerwertesten. Wer glaubt, er gibt nun auf, irrt. Mit großem Ohrenwackeln stürmt er gegen das Gitter und endlich kommt die Belohnung. Eine kleine Leckerei und ganz viele Streicheleinheiten. Glücklich wackelt der Kleine daraufhin zu Mama Numbi. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man fast denken, Mama Numbi hat bei dem ganzen Spektakel ein Lächeln auf ihrem Elefantengesicht.

Herbstlicher Kürbis-Spaß auch für die Elefanten

Die Elefanten im Tiergarten freuen sich auf den „Goldenen Herbst", denn der bedeutet für die Dickhäuter an sieben Tagen ein leckeres Kürbisfestessen. Bei den Workshops „Kürbisleckereien für Zootiere" haben Kinder die Möglichkeit, spezielles Futter für die Elefanten vorzubereiten. Kürbisse werden ausgehöhlt und mit klein geschnittenen Äpfeln und Karottenstückchen gefüllt. Gemeinsam startet danach ein kleiner Rundgang zu den Elefanten, um den Tieren beim Vernaschen der Kürbisleckereien zu zusehen. Der kleine Elefantenbulle Tuluba trinkt zwar noch ausschließlich Milch, die Kürbisse sind für das neugierige Jungtier aber ein spannendes Spielzeug.

Ein Buch über Tuluba zu seinem ersten Geburtstag

Tuluba ist der Star des neuen Kinderbuches "Tuluba. Kleiner Elefant mit großen Ohren". Der renommierte Naturfotograf Daniel Zupanc zeigt mit rund 140 Fotos die schönsten Momente aus dem ersten Lebensjahr des Dickhäuters. Der aufgeweckte Elefantenbub lieferte dem Fotografen beim Ballspielen, Schlammbaden oder „Ärgern“ seiner Mutter Numbi viele Motive. „Die ersten Wochen nach der Geburt war es besonders lustig, ihn zu fotografieren, weil er Rüssel, Beine und Ohren noch nicht richtig koordinieren konnte und sehr tollpatschig war“, so Zupanc. Zoologin Regina Pfistermüller vom Tiergarten Schönbrunn liefert kindgerecht aufbereitete Fakten rund um das Leben des kleinen Elefanten.

Infos zum Buch: Tuluba. Kleiner Elefant mit großen Ohren, Daniel Zupanc, Regina Pfistermüller

ISBN: 978-3-902644-08-4, KIKO-Verlag, Ebenthal

Weitere Lieblinge aus dem Tiergarten Schönbrunn: das Giraffenbaby Arusha oder der kleine schwarzweiße Pandabär Fu Hu

Quelle: Tiergarten Schönbrunn; Dr. Harald Schwammer

Fotonachweis: Tiergarten Schönbrunn, D. Zupanc, N. Potensky; Jolantha Belik, Zoobesuche.net

Adele Sansone, Adele Sansone

Adele Sansone - Als Autorin für suite101.de interessieren mich vor allem die Bereiche Pflanzen und Tiere: Wie leben sie heute? Wie sind die einzelnen ...

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