Die Solarenergie hat, im Zusammenspiel mit den erneuerbaren Energien, eine Vorreiterrolle eingenommen. Schon wird spekuliert, warum Strom zukünftig aus der Wüste kommen sollte oder ob und in welchem Umfang zukünftig Mikroalgen Energielieferanten sein könnten. Mit seinem Projekt der Weltumrundung mittels Solarenergie macht der Schweizer Raphaël Domjan weltweit auf die Möglichkeiten der Solarenergie aufmerksam.

News von der TÛRANOR PlanetSolar

Am 18. November 2010 ist das Solarboot, die TÛRANOR PlanetSolar, nach einer Atlantiküberquerung, die am 22.10.2010 von Las Palmas aus gestartet wurde, auf der Karibikinsel St. Marteen angekommen. Sofort nach der Ankunft wurde die Zeit offiziell registriert. Das Solarboot hat damit das selbst gesteckte Ziel der schnellsten Atlantiküberquerung mit einem Solarboot in 26 Tagen, 19 Stunden und 10 Minuten geschafft. Die Sun, die die Atlantiküberquerung mit einem Solarboot als erstes schaffte, benötigte dafür im Jahr 2007 noch 29 Tage, 8 Stunden und 30 Minuten. Damit nähern sich der Solarkatamaran und damit die Expedition des am 27.9.2010 in Monaco gestarteten Solarbootes unaufhaltsam den Vereinigten Staaten. In Miami, Florida, der ersten Station auf US-amerikanischem Boden, wird es am 29. November erwartet. Die TÛRANOR Planet Solar des Schweizer Projektgründers Raphaël Domjan und die TÛRANOR Mannschaft, Kapitän Patrick Marchesseau, Mikaela von Koskull, Jens Langwasser, Christian Ochsenbein und Daniel Stahl, legten auf der Atlantiküberquerung zwischen Las Palmas und St. Marteen 4.982 Kilometern, das sind 2.690 Seemeilen, zurück.

So verlief die erste Etappe, die Atlantiküberquerung, des Solarbootes. Während der Überfahrt könnte sich die mehrsprachige Mannschaft oft mit einem Blick auf das unendliche Meer gefragt haben: „Wie wird die Menge des Wassers im Meer eigentlich berechnet?“ oder „Sind Meeresalgen gesund?“.

Die Daten des Solarkatamarans

Die MS TÛRANOR PlanetSolar, die unter Schweizer Flagge fährt, wird ausschließlich mit Sonnenenergie betrieben und entstand in Deutsch-Schweizer Kooperation. Der Projektleiter ist der Schweizer Raphaël Domjan. Das Solarboot, das eine Länge von 30 Metern und eine Breite von 15 Metern hat, soll mit der Weltumrundung die Möglichkeiten erneuerbarer Energien aufzeigen und, mit der ersten Solarboot-Expedition um die Welt, Menschen zur Nutzung von Solarkraft inspirieren. Für das Projekt wurden von der deutschen SOLON AG Hochleistungssolarzellen eines US-amerikanischen Herstellers, der SunPower Corporation, aus Kalifornien, verwendet. In umfangreicher Handarbeit entstand ein außergewöhnlich großer, für maritime Zwecke geeigneter Solargenerator, mit einer Gesamtfläche von rund 540 Quadratmetern.

Der Projektleiter und die Mannschaft freuen sich über den Erfolg

Raphaël Domjan: “Das ist ein Erfolg für das gesamte PlanetSolar Team und alle Partner, die sich seit vielen Jahren für dieses wundervolle Projekt einsetzen. Wir sind stolz, dass wir über die nötigen Technologien für die anstehenden Veränderungen verfügen. Erneuerbare Energien sind eine großartige Gelegenheit für unsere Gesellschaft und bieten ein enormes Potential für die Zukunftsentwicklung dieser Industrie.”

“Dies ist ein Meilenstein für die Solartechnologie”, sagt Immo Ströher, Eigner der TÛRANOR PlanetSolar. „Ich bin überzeugt, dass die Solarenergie für unsere Zukunft den Raum einnehmen wird, der ihr gebührt – nicht nur auf Hausdächern, sondern auch für die Mobilität auf der Straße, in der Luft und auf dem Wasser.“

Wie geht die Fahrt der TÛRANOR PlanetSolar weiter?

Die TÛRANOR PlanetSolar verlässt St. Marteen am Ankunftstag, dem 18.November 2010 um 15.30 Uhr MEZ wieder. Sie setzt ihre Weltumrundung in Richtung Florida, fort. Nach dem Aufenthalt an der Küste Floridas will sie Richtung Cancun fahren, um dort an der Weltklimakonferenz, am 6. Dezember 2010, als Flagschiff für eine effiziente Anwendung von erneuerbaren Energien in einer mobilen Anwendung teil zu nehmen und zu zeigen, was Solarkraft praktisch leisten kann.

Im Sommer 2012 liegt die MS Tûranor PlanetSolar im Mittelmeer und kann besichtigt werden.