
- Twitter als Marketinginstrument. - Carsten Uekötter
Für Selbstständige ist die Kontaktaufnahme zu potentiellen Kunden einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Die bisher bekannten Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme von Werbebriefen über Telefonakquise bis hin zu persönlichen Besuchen wurden durch das Internet um eine Vielzahl an Varianten erweitert.
Dass der Kundenkontakt mittlerweile auch über E-Mail und eine unternehmenseigene Website möglich und in den meisten Fällen auch nötig ist, dürfte jedem Selbstständigen bekannt sein. Doch auch durch die Entstehung sozialer Netzwerke wie Facebook, Xing oder Twitter ist eine tiefer gehende Kundenansprache möglich geworden.
Wie funktioniert Twitter?
Doch wie soll ein Selbstständiger Twitter für seine Zwecke nutzen? Das Grundprinzip von Twitter ist relativ simpel. Jeder, der möchte, kann sich dort unter seinem echten Namen oder einem Pseudonym anmelden und Kurzbotschaften mit einer maximalen Länge von 140 Zeichen versenden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, andere Twitternutzer zu suchen und ihnen zu folgen. Wer einem Nutzer folgt, bekommt alle von ihm hinterlassenen Kurzbotschaften, auch Tweets genannt, in seiner eigenen Zeitleiste angezeigt. Das heißt also, Twitter ist ein gegenseitiges folgen und gefolgt werden. Es besteht dazu noch die Möglichkeit, direkt mit anderen Twitternutzern via eines gezielt an eine bestimmte Person adressierten Tweets oder durch eine nicht öffentlich sichtbare Direktnachricht in Kontakt zu treten.
Über Twitter Kunden ansprechen
Für eine Kundenansprache bietet Twitter also eine Vielzahl an Möglichkeiten: Von der direkten Kontaktaufnahme, über das reine Vorstellen eigener Produkte und Dienstleistungen über eigene Tweets bis hin zur Beobachtung der Twitterkonten der Konkurrenz. Doch so einfach sich das auch anhört, es ist sehr zeitintensiv ein glaubwürdiges Twitterkonto ins Leben zu rufen und vor allem am Leben zu halten.
Denn einer der Kernpunkte bei Twitter ist die Kontinuität. Soll heißen, dass ein Twitterkonto einen durchgehend schlüssigen und ständig aktuellen Auftritt gewährleisten muss, um von anderen Lesern akzeptiert zu werden. Wer beispielsweise nur seine neusten Angebote, Sparaktionen oder uninteressante Unternehmensinformationen veröffentlicht, der wird kaum auf Interesse stoßen. Auch wer hingeht und zig tausend anderer Twitternutzer folgt, in der Hoffnung von einigen von ihnen zurück verfolgt zu werden, wird mit dieser Strategie scheitern, so lange sein eigenes Twitterkonto nicht in irgendeiner Form Interesse weckt.
Ein Twitter-Auftritt sollte aktuell und interessant sein
Deshalb gilt als Fazit folgende Regel: Agiert ein Unternehmen bei Twitter und veröffentlicht hier Botschaften, muss das Twitterkonto ständig aktualisiert und mit interessanten Neuigkeiten gefüllt werden. Erst wenn dies gegeben ist, besteht die Möglichkeit, dass durch den Auftritt bei Twitter andere Leser auf das jeweilige Unternehmen oder damit verbundene Produkt aufmerksam werden. Wer ein Twitterkonto ohne Sinn und Verstand anlegt, nur mit der Maßgabe, auch bei Twitter dabei sein zu wollen, der setzt seinem Unternehmen dagegen viel mehr der Gefahr aus, sich mit einem ungepflegten oder uninteressanten Twitterkonto mehr zu schaden als zu nützen.
