Die Serie „Two and a half men“ erlebt derzeit quasi einen Neuanfang. Nach den Skandalen und Eskapaden Charlie Sheens wurde die Protagonistenrolle einfach umbesetzt und auch umgeschrieben. Für eingefleischte Fans nicht ganz unproblematisch. So attraktiv und begehrenswert Ashton Kutcher als Mann und Schauspieler ist, so schwierig wird es für seine Figur Sympathie zu gewinnen. Denn in der Serie spielt er den emotional unreifen, kindischen und fast zum Klamauk neigenden Walden Schmidt. In manchen Momenten kann man fast glauben, dass er verrückt ist, wenn er zum „Selbstmord machen“ einen Taucheranzug verlangt, weil das Wasser zu kalt sei. Fast makaber, zu ironisch und zu dick aufgesetzt. Kutchers Sexappeal leidet hier mehr denn je und die relativ vielen Nacktszenen Kutchers werden alle zensiert. Hier gönnt man dem Zuschauer nicht einmal zwei nackte Pobacken, die eigentlich gefilmt aber dann nicht gezeigt werden. Warum dies so ist, ist unklar, hat man doch im Verlauf der Serie auch andere Schauspieler nackt gesehen, zuletzt Jon Cryer (46) alias Alan Harper.
Zur Figur Walden Schmidt
Walden Schmidt hat auf den ersten Blick für einen Amerikaner einen auffälligen Namen, wie Kutcher selbst auch, nämlich einen deutschen. Ob sich dass in der Serie noch auf den Inhalt ausweitet, ist unklar. Sicher ist, Walden Schmidt ist Milliardär, laut der Anwälte seiner Freundin, die sich mit dem Serienstart gleichzeitig zur Exfreundin macht. Grund dafür ist die emotionale Unreife Waldens, die er, wann immer es auch geht, in fast jeder Szene präsentiert. Eine weitere Leidenschaft Waldens ist das schnelle Fahren von Sportwagen und seine kindliche Unbekümmertheit sowie Traurigkeit, insbesondere, wenn es um seine Exfreundin geht, die ihn nicht zurückhaben möchte. Eine Gemeinsamkeit mit der Rolle Charlies findet man ihm schnellen Trost mit dem weiblichen Geschlecht. Zumindest für kurze Zeit. Ein ganz klarer Unterschied dagegen liegt im Alkoholkonsum. Sicherlich eine ganz klare Ansage von oben.
Allen Harper, Jake und Berta - was ist geblieben und was ist neu
Was die anderen Figuren um Walden angeht, hat sich nicht viel verändert. Allen Harper ist weiterhin unbeholfen, leidet unter seinen Minderwertigkeitsgefühlen, steht unter dem Pantoffel seiner Mutter und mit den Frauen will es auch nicht klappen. Jake blieb vorerst im Hintergrund, als wolle man testen, ob es die Figur überhaupt noch weiter braucht. Seine Spielsequenzen dauerten keine zwei Minuten. Bei Berta war es etwas anders. Nachdem Walden Charlies Haus gekauft hatte, blieb Berta weiterhin als Haushälterin und Putzkraft erhalten. Die starke Sympathie und Zuneigung zu Walden war kaum übersehbar. Und in ihren laut gedachten Gedanken kaum miss zu verstehen. Für Berta geht es mit ihrem neuen Arbeitgeber daher aufwärts, die anderen Rollen werden wohl für Überraschung sorgen.
