UEFA EURO 2008

Deutsche Nationalmannschafft schafft den Sprung ins Finale

Die Vorrunde ist beendet und konnte nicht nur mit vielen Toren, gelben und roten Karten, sondern auch mit zwei Vorrunden-Endspielen aufwarten und für Spannung sorgen.

Das erste Spiel von Jogi Löws Nationalelf war vor allem durch die beiden Tore und die Reaktionen von Lukas Podolski geprägt.

Lukas Podolski in der Kritik nach dem Sieg gegen Polen

Keine Jubelschreie von Lukas Podolski nach dem ersten Tor, sondern nur eine Faust aufs Herz. Dieses Tor fiel gegen sein Geburtsland Polen, und er hat aus Respekt "still" gejubelt, was ihm aber nichts half, denn die polnischen Spieler faulten ihn und zeigten offen ihre Wut, dass Poldi das Tor gemacht hatte, doch damit nicht genug. Das zweite Tor der Deutschen Elf im Spiel gegen Polen kam ebenfalls von Lukas Podolski.

Eine ähnliche Situation zeigte sich bei der Niederlage gegen Kroatien, als der Nationalspieler der Kroaten Kovac ganz klar sagte, das er sich zwar für sein Land und seine Mannschaft freue, aber er sei Wahlberliner und trauere auch mit der deutschen Elf. Zwei Spielerreaktionen, aus denen die ein oder anderen aus der "Fangemeinde" etwas lernen können.

Das Spiel Deutschland vs. Kroatien wurde geprägt von einem Ballack, der scheinbar nichts mit seinen Beinen anzufangen wusste, einem Jansen, der das Fußballspielen zu vergessen haben schien und allgemein einer deutschen Elf, die mehr als neben sich stand.

Joachim Löw greift durch

Die Reaktion des Trainers auf diese Niederlage war professionell und machte Mut, dass die Mannschaft es dennoch in das Viertelfinale schaffen würde. Jogi Löw ist bisher der erfolgreichste deutsche Nationaltrainer, statistisch gesehen, er schafft es immer wieder mit seiner ruhigen aber bestimmten Art, seine Elf aufzubauen, und ihr auch mal den Kopf gehörig zurechtzurücken.

Highlight der Vorrunde: das Spiel Türkei gegen Tschechien

Bis zur 75. Minute führte Tschechien ganz klar mit 2:0 und alles schien vorbei. Doch dann kamen die Türken mit Herz, Mut und einem Willen, mit dem keiner mehr gerechnet hatte. Sie drehten innerhalb von 15 Minuten das komplette Spiel gegen die Tschechen, die nur hinten stand und die Türken das Spiel bestimmen ließen. In der Nachspielzeit bekam der türkische Torwart die rote Karte und musste vom Platz. Da schon 3 x ausgewechselt worden war, musste ein Feldspieler in das Trikot des Torwartes schlüpfen. Sein Glück war, dass die Tschechen keinen Angriff mehr auf das Türkische Tor schafften, und dass nach 95 Minuten und 18 Sekunden das Spiel abgepfiffen wurde.

Kein zweites Cordoba: Ballack schießt die Nationalelf ins Viertelfinale

Wie ausgewechselt kamen die Mannen von Jogi Löw auf den Platz. Die Mannschaft war gut vorbereitet und schien gegenüber dem Spiel gegen Kroatien wie ausgewechselt. Mit ein Grund war sicher die Geschichte vor 30 Jahren. Die sollte und durfte sich nicht wiederholen.

Beide Mannschaften spielten von Anfang an sehr offensiv, das einzige Tor fiel als Freistoß, den Michael Ballack sicher und unhaltbar verwandelte. Nach der vergebenen Chance von Gomez stellten sich dann doch wieder einige Fehler bei der deutschen Mannschaft ein, die man im ersten Spiel gegen Polen nicht gesehen hatte.

Bundestrainer wird weggeschlossen

Interessant war nicht unbedingt das Spiel selbst, sondern was sich in den Trainerzonen abspielte. Worum es genau ging, werden wir wohl nie erfahren, da beide Trainer schweigen, aber es war schon verwunderlich, dass der Schiedsrichter ohne Ermahnung beiden Trainer sofort die "rote Karte" zeigte und sie auf der Tribüne das Spiel bis zum Ende verfolgen mussten. Das Spiel der Deutschen Mannschaft gegen Portugal musste der Nationaltrainer Jogi Löw ebenfalls von der Tribüne aus verfolgen.

Dabei war dieses Spiel das beste was die Deutsche Nationalmannschaft gezeigt hat. Verdienter Sieg nach einer beeindruckenden Leistung und schönen Toren.

Halbfinale gegen Türkei

Das Halbfinalspiel der Deutschen war nichts im Vergleich mit dem Spiel gegen Portugal. Die Nationalspieler schienen mal wieder völlig die Koordination verloren und fast kein Spielzug funktionierte. Dafür zeigten die Türken wieder einmal ein hervorragendes Spiel mit Tempo und vielen guten Angriffen. Trotz allem siegten die Deutschen in der letzten Minuten und stehen so im Finale gegen eine sehr starke spanische Mannschaft.

Das Finale wird auf jeden Fall sehr spannend und sicher auch nervenaufreibend werden.

Claudia Stein, Claudia Stein

Claudia Stein - 1996 - 1999 Ausbildung zur Tierheilpraktikerin mit Diplom 1996 - 2000 Ausbildung zur Kynologin und ...

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