Neben der hohen Qualität der Arena hat der europäische Fußballverband UEFA bei seiner Wahl im März 2008 auch wichtige Faktoren wie die Hotelkapazitäten, den Hamburger Flughafen und seine internationalen Anbindungen, die Sicherheit im und um das Stadion und das Verkehrsnetz einbezogen. Die Mitbewerber der Hamburger um die prestigeträchtige Austragung des UEFA-Pokal-Endspiels 2010 waren Gelsenkirchen, das Emirates-Stadion in London, das Olympiastadion von Barcelona sowie Stadien in Bukarest und Dublin. Möglich geworden war der Zuschlag für Hamburg jedoch erst durch die Entscheidung der Finanzminister der Länder, die sich Anfang des Jahres 2008 darauf verständigt hatten, in Zukunft bei Vereinswettbewerben in Mannschaftssportarten auf die Erhebung von Quellensteuer bei ausländischen Teilnehmern zu verzichten.
Champions-League-Finale 2004 „auf Schalke“
Damit dürfen sich die deutschen Fußballfans erstmals seit dem 26. Mai 2004 wieder auf ein Europapokal-Endspiel in Deutschland freuen. Damals war die Arena AufSchalke in Gelsenkirchen Schauplatz des Champions-League-Finales. Dabei feierte der FC Porto mit Trainer José Mourinho einen klaren 3:0-Sieg gegen den AS Monaco. Das letzte UEFA-Pokal-Finale in Deutschland hatte der FC Liverpool am 16. Mai 2001 nach einem packenden Spiel mit 5:4 nach Verlängerung gegen den spanischen Außenseiter Deportivo Alaves im Dortmunder Westfalenstadion gewonnen.
Die bei internationalen Spielen 51.500 Zuschauer fassende HSH Nordbank Arena, in der während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 vier Vorrundenspiele und das Viertelfinale zwischen Italien und der Ukraine ausgetragen wurden, ist eines von insgesamt fünf offiziellen Fünf-Sterne-Stadien in Deutschland. Diese höchste Stadion-Klassifizierung der UEFA ist Voraussetzung, um ein Champions-League-Finale austragen zu dürfen. Neben Hamburg verfügen auch Berlin (Olympiastadion), München (Allianz-Arena), Dortmund (Signal Iduna Park) und Gelsenkirchen (Veltins-Arena) über ein Fünf-Sterne-Stadion.
Vom Volksparkstadion zur „HSH Nordbank Arena“
Der Beginn des Abrisses des alten Hamburger Volksparkstadions am 2. Juni 1998 war gleichzeitig der Startschuss zum Bau der neuen Arena. Nach etwa zwei Jahren Bauzeit war die Arena als eines der schönsten Stadien in Deutschland im August 2000 komplett. Von 2001 bis 2007 hatte AOL die Namensrechte der „AOL Arena“ inne. Im Juli 2007 erwarb die HSH Nordbank die Namensrechte. Daraufhin wurde die Arena am 4. Juli 2007 in „HSH Nordbank Arena“ umbenannt. Bereits im Januar 2004 hatte die UEFA die neue Hamburger Fußball-Arena zum Fünf-Sterne-Stadion ernannt und damit die Grundlage für die Austragung von Europapokal-Endspielen gelegt. Im Stadion befindet sich auch das Museum des Hamburger SV. Außerdem finden hier in regelmäßigen Abständen auch Rockkonzerte statt. Unter anderem begeisterten hier in den vergangenen Jahren bereits Bruce Springsteen, Bon Jovi und die Rolling Stones ihre Fans.
