Ab der Spielzeit 2009/2010 geht der UEFA Pokal in Anlehnung an die Champions League als UEFA Europa League über die Bühne. Davor steigt das UEFA-Pokal-Finale 2009 am 20. Mai (20.45 Uhr) im Sükrü-Saracoglu-Stadion in Istanbul. Die Heimspielstätte des 17-fachen türkischen Meisters Fenerbahce Istanbul, die sich im asiatischen Teil von Istanbul befindet, ist dabei zum ersten Mal Austragungsort eines Europapokal-Endspiels. Ermittelt wird hier der Nachfolger von Zenit St. Petersburg. Der russische Meister von 2007 setzte sich 2008 im Finale in Manchester hochverdient mit 2:0 gegen die Glasgow Rangers (Schottland) durch und gewann wenig später in Monaco auch noch den Supercup nach einem 2:1-Erfolg gegen den Champions-League-Sieger Manchester United.
Zweites Europapokal-Finale in Istanbul
Mit dem UEFA-Pokal-Finale 2009 erlebt Istanbul sein insgesamt zweites Europapokal-Endspiel in der langen Geschichte des Europapokals. Am 25. Mai 2005 feierte der FC Liverpool im Atatürk-Olympiastadion nach einer denkwürdigen Partie gegen den AC Mailand den Champions-League-Triumph.
Das Sükrü-Saracoglu-Stadion, das nach dem fünften Ministerpräsidenten der Türkei Mehmet Sükrü Saracoglu benannt ist, wurde 1907 mit etwa 20.000 Plätzen eröffnet und zwischen 1999 und 2006 schrittweise zu einer hochmodernen Arena mit 50.509 Sitzplätzen ausgebaut. Daraufhin wurde das mit einem 120x80 Meter großen Spielfeld ausgestattete Stadion auch in die Liste der Fünf-Sterne-Stadien des Europäischen Fußballverbandes (UEFA) aufgenommen. Für das UEFA-Pokalfinale hat die UEFA die Zuschauerkapazität auf etwa 42.000 begrenzt. Die Fans der beiden Finalisten werden direkt über ihre Klubs bedient, mehr als 50 Prozent der Karten sind für Anhänger der beiden Mannschaften reserviert. Jeder Finalist könnte bis zu 11.500 Karten bekommen und diese dann direkt an seine Fans verteilen. Rund 7.500 Tickets gehen an die europäische Fußballfamilie, also an die UEFA, das örtliche Organisationskomitee, die nationalen Verbände und Werbepartner.
Fenerbahce Istanbul in der Champions League 2008/2009
Für den „Hausherren“, Fenerbahce Istanbul, war das modernisierte Stadion zumindest in der aktuellen Champions-League-Saison kein Erfolgsgarant. Während gegen Dynamo Kiew wenigstens ein 0:0-Unentschieden erreicht wurde, musste sich das Team des spanischen Trainers Luis Aragones Arsenal London (2:5) und dem FC Porto (1:2) vor heimischem Publikum geschlagen geben. Am Ende schied Fenerbahce als Gruppenletzter aus der Champions League aus. In der vergangenen Saison hatte das Team auf dem Weg in das Viertelfinale der „Königsklasse“ im Sükrü-Saracoglu-Stadion noch alle fünf Heimspiele gewonnen.
Endspiel 2010 in Hamburg
Auch die deutschen Städte Berlin (Olympiastadion) und Hamburg (HSH Nordbank Arena) hatten sich für die Austragung des UEFA-Pokal-Finales 2009 beworben. Während Berlin allerdings vorerst weiter auf ein Europapokal-Endspiel warten muss, ist Hamburg bereits im Jahr 2010 der Gastgeber des ersten Finales der neuen UEFA Europa League.
