UFO-Sichtung über Trinidad

UFO - Unbekanntes Flugobjekt - Bernd Teuber
UFO - Unbekanntes Flugobjekt - Bernd Teuber
Im Jahr 1958 schoss Almira Barauna einige UFO-Fotos, die zu den bekanntesten der Welt zählen.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden unzählige UFO-Fotos aufgenommen. Und täglich kommen Neue dazu. Doch wie wertvoll sind sie als Beweismittel? Praktisch jedes Bild könnte gefälscht sein, auch jene, die schon vor der Erfindung von Grafikprogrammen gemacht wurden. Gäbe es echte Aufnahmen, würde man nicht mehr über die Existenz von UFOs spekulieren. Nichtsdestotrotz wirken gut gemachte Fotos mit glaubhaften Zeugenaussagen immer besonders eindrucksvoll. Ein gutes Beispiel sind jene Bilder, die 1958 vom Deck des brasilianischen Aufklärungsschiffes "Almirante Saldhana" aufgenommen wurden und vielleicht als die bekanntesten UFO-Fotos der Geschichte gelten. Sie zeigen ein Saturn-artiges UFO, das nach rechts abdreht und dann über einem felsigen Bergabhang der Insel schwebt.

Das UFO verweilte kurz und verschwand dann endgültig

Der Zwischenfall ereignete sich am 16. Januar 1958 um 12.15 Uhr. Kurz bevor das Schiff den Hafen von Rio de Janeiro verließ und Kurs auf die Felseninsel Trinidad nahm, machte der pensionierte Luftwaffenoffizier Hauptmann Viegas, der sich mit anderen Offizieren und Technikern an Deck befand, Barauna auf ein helles Objekt am Himmel aufmerksam. Almira Barauna, ein Fachmann für Unterwasser-Fotografie verfolgte das fliegende Objekt, bis es sich gegen eine Wolke abzeichnete. Dann schoss er die ersten beiden Fotos.

Das UFO verschwand für ein paar Sekunden hinter dem höchsten Gipfel der Insel. Als es wieder auftauchte, hatte es die Richtung geändert. Barauna drückte noch dreimal auf den Auslöser. Die nächsten beiden Fotos gelangen ihm nicht, da sich inzwischen zahlreiche aufgeregte Zuschauer um den Fotografen drängten und seine Sicht behinderten. Das UFO schien kurz zu verweilen, bevor es dann endgültig davon flog. Diesen letzten Augenblick konnte Barauna ebenfalls mit seiner Kamera festhalten.

Noch an Bord des Schiffes entwickelte er den Film in Anwesenheit des Kapitäns, Kommandant Bacellar. Die Abzüge konnten erst bei der Ankunft in Rio gemacht werden. Barauna erklärte die schlechte Qualität seiner Fotografien damit, dass er in der Aufregung nicht auf die richtige Kameraeinstellung geachtet hätte und die Aufnahmen daher überbelichtet seien.

Bei ihren Untersuchungen stießen die Ermittler auf einige Ungereimtheiten

In Rio de Janeiro untersuchte die brasilianische Marine die Negative und schloss jeden Schwindel aus. Schließlich hatten mindestens 100 Leute das UFO gesehen. Selbst Brasiliens Präsident hielt die Aufnahmen für echt. Oberflächlich betrachtet schien diese Sichtung auch sehr beweiskräftig gewesen zu sein. Überall in der Presse wurde ausgiebig darüber berichtet. Doch dann begannen Ermittler, sowohl die Ereignisse als auch Almira Barauna selbst zu untersuchen.

Und plötzlich verlor das UFO einiges von seiner Glaubwürdigkeit. Zunächst stimmte das Objekt auf den Bildern nicht mit dem überein, was die Augenzeugen gesehen hatten. Außerdem bestritt die brasilianische Marine sowohl den Zwischenfall als auch die Untersuchung der Negative. Schließlich brachte man Almira Barauna dazu, die Geschichte zu erzählen, wie er sowohl falsche UFO-Fotos als auch gefälschte Fotos von "versunkenen Schätzen" hergestellt hatte.

Quelle: Frank B. Salisbury: "The Utah UFO Display: A Scientist Brings Reason and Logic to Over 400 UFO Sightings in Utah's Uintah Basin", Cedar Fort Inc. 2010, ISBN 978-1599554051