
- Veranstaltung im Ulmer Zelt - Elvira Lauscher
Im Jubiläumsjahr bietet das Ulmer Zelt wieder eine solide Mischung zwischen bekannten internationalen Stars, lokalen Größen und Newcomern. Dabei werden wie in den Jahren zuvor verschiedene Kultursparten abgedeckt.
Auftakt am 18. Mai mit Bluesrock-Legende Johnny Winter
Den Beginn macht eine lebende Legende. Er stand schon 1969 in Woodstock auf der Bühne und wird am 18. Mai unter anderem mit Leo Lyon von Ten Years After und Joe Gooch die Zeltkuppel mit Bluesklängen bereichern. Der Gitarrist Johnny Winter ist seit einigen Jahren wieder recht aktiv und in diesem Jahr tourt er trotz seiner 67 Jahre wieder durch Europa und Amerika. Er ist aber nicht der einzige klangvolle Name im 25. Jubiläumsjahr. Weitere Musiker und Bands von Weltklasse toben sich unter der Zeltkuppel musikalisch aus. So kommen am 15. Juni „Thin Lizzy“, die in den 70ern mit Ohrwurm-Songs wie “Whiskey in the jar” oder „Rosalie“ aufwarteten. Am Dienstag, den 28. Juni kommt Kim Wilde, am 1. Juli „Collosseum“, und den Abschluss macht am 2. Juli die deutsche Synthpop-Band „Alphaville“ mit ihren Hits wie „Forever Young“ oder „Big in Japan“. Dazu präsentieren sie Songs ihres achten Studio-Albums “Catching Rays On Giant“.
Vom 18. Mai bis zum 2. Juli "Ulmer Zelt" mit Musik, Kabarett, Varieté und Aktion
Neben den internationalen Größen gibt es aber auch einige „Wiederholungstäter“, die die Zeltatmosphäre in der Friedrichsau immer wieder gerne genießen. So zum Beispiel das Comedian-Bühnenpaar Ursus und Nadeschkin, das leider bereits ausverkauft ist. Ihr beeindruckender rasanter und sprachwitziger Auftritt vor drei Jahren im Ulmer Zelt eilte ihnen in diesem Jahr voraus. Auch Hellmut Hattler, der große Ulmer Bassist, ist in diesem Jahr wieder im Zelt präsent. Nach dem letztjährigen Auftritt mit Siyou und dem Projekt „Siyou’n’Hell“ kehrt Hattler wieder zu seinen Ursprüngen zurück und tritt 40 Jahre nach der Gründung von „Kraan“ erneut mit den Brüdern Peter und Jan Fride Wolbrandt auf. Waghalsige Luftnummern, temporeiche Comedy und atemberaubende Artistik verspricht auch in diesem Jahr das Erfolgs-Varieté „!High Voltage!“. Dazu finden - wie gewohnt - unterschiedliche Musikrichtungen von Jazz, Blechmusik, Reggae, Folk, HipHop bis internationaler Musik oder einem Klangbad des Orients (am 13. Juni mit Yinon Muallem & Rast Ensemble) statt. Natürlich ist auch Kabarett oder Satire nicht aus dem Programm wegzudenken. Der Berliner Frank Lüdecke erklärt bei „Die Kunst des Nehmens“ (22. Mai) bissig die Vorzüge egoistischer Selbstbedienung, auch Leo Bassi rechnet am 29. Mai mit Mächtigen, Geldgeilen und Dummen ab, Michael Altinger steckt am 12. Juni mitten in der Midlife Crisis und Hagen Rether plaudert am 26. Juni mit schwarzem Humor über die Liebe. Und wem das alles zu viele Worte sind, dem sei am 19. Juni „Ohne Rolf“ zu empfehlen. Die beiden Schweizer Künstler unterhalten sich stumm aber nicht wortlos – ausschließlich über vorher geschriebene Plakate.
Ein umfangreiches und kostengünstiges Programm für Kinder im Ulmer Zelt
Auch für Kinder wird wieder einiges geboten. An vier Sonntagen und dem Pfingstmontag wird abwechslungsreiches Kindertheater aus der Region oder auch von Theater-Gastspielgruppen geboten. Den Beginn macht das L’Una-Theater mit dem Klassiker „Die kleine Hexe“ von Otfried Preussler am 22. Mai ab 14.00 Uhr. Das FaksTheater aus Augsburg ist gleich mit zwei Auftritten im Ulmer Zelt zu sehen, die immer sehr musikalisch inspiriert sind. So präsentieren sie am Donnerstag, den 26. Mai „Sieben Koffer voll Musik“ und einen Tag später ein Musiktheater. Das Ulmer Kinder- und Jugendtheater DIE BÜHNE von Sven Wisser ist am Pfingssonntag sogar mit einer Premiere zu sehen. Das Clowntheaterstück „Das Piratenschwein“ von Cornelia Funke handelt von einem kleinen Schwein in einem Fass, das eine Piratenkette um den Hals trägt und auf die Karibikinsel von Sven und Pit angeschwemmt wird. Aber auch tschechisches und artistisches Kindertheater finden ebenso ihren Platz wie die vielen Mitmach-Aktionen auf der Aktionswiese. Und natürlich darf auch der beliebte Kinderflohmarkt am Samstag, den 4. Juni nicht fehlen. Das genaue Programm ist auf der Seite des Ulmer Zeltes unter Kinderseite herunterzuladen. Übrigens sind fast alle Kinder-Veranstaltungen kostenlos und werden vom Hauptprogramm subventioniert.
Gemütlicher Biergarten rund ums Ulmer Zelt
Die Lage des Ulmer Zelts in der Friedrichsau wirkt auch für Ulmer und Neu-Ulmer einladend, die keine Veranstaltung besuchen wollen. Gleich zwischen dem Unteren Ausee und der Donau gelegen, ist der "Ulmer Zelt"-Platz nicht nur idyllisch, sondern auch mit Straßenbahn oder an warmen Abenden mit dem Fahrrad gut zu erreichen. Auf zahlreichen Bierbänken und in dem bunten Gastrozelt kann man den Abend bei einem Bier und einem Biergarten-Abendessen ausklingen lassen und dazu ein bisschen „erlauschen“, was im Hauptzelt geboten wird.
Quelle: Ulmer Zelt
