
- Holzboden - fermob
Im Sommer ist die Terrasse einer der zentralen Wohnbereiche. Bei deren Gestaltung steht zu allererst die Wahl des richtigen Bodenbelags an. Die Auswahl an Formen, Farben und Materialien ist dabei fast unendlich. Für welchen Belag man sich entscheidet, hängt natürlich zunächst von den finanziellen Möglichkeiten ab. Darüber hinaus sind heute zunehmend Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes wichtige Kriterien.
Die Klassiker der Bodenbeläge für Terrassen
Vielfach vertrauen glückliche Terrassenbesitzer immer noch auf die klassischen Materialien Stein und Holz. Beläge aus Beton oder Naturstein sind kostengünstig, leicht zu verlegen und haben eine lange Lebensdauer. In den Fugen zwischen den Steinen wächst leider oft Gras oder Moos, das nur unter großen Mühen zu entfernen ist. Bei starker Sonneneinstrahlung werden Steinbeläge zudem sehr heiß.
Holzbeläge sind optisch sehr elegant, haben aber auch ihren Preis. Vor allem Harthölzer wie Bangkirai oder die heimische Lärche eigen sich für die Verwendung im Außenbereich. Sie vertragen den direkten Kontakt mit Erde und Wasser und bedürfen keiner weiteren Pflege. Leider verlieren die Hölzer mit der Zeit ihre natürliche Färbung und werden grau.
Umweltfreundliche Naturmaterialien
Bambus gilt derzeit als ökologische Alternative zu den Tropenhölzern. Die gute Ökobilanz erzielt Bambus dank seines schnellen Wachstums. Die Bäume wachsen circa 30 Zentimeter pro Tag, was ein Vielfaches ist im Vergleich zu herkömmlichen Laub- und Nadelhölzern. Ein Bambusboden ist rund 30 Prozent härter als ein normaler Eichenboden und gilt als besonders strapazierfähig. Der Chinese sagt: "Bambus lacht“. In einem Feng Shui-Haus gehört der Einsatz von Bambus zum Pflichtprogramm.
Thermoholz preisen viele Holzhändler ebenfalls als ökologische Alternative zu Tropenhölzern. Grundsätzlich kann man fast jede heimische, nachwachsende Holzart durch kontrolliertes Erhitzen beständig machen gegen Fäulnis und Verwitterung. Das Holz bedarf nach der thermischen Behandlung keiner ökologisch bedenklicher Tränkverfahren oder Anstriche. Es weist einen Härtegrad auf, der dem der Tropenhölzer ebenbürtig ist.
Ein uralter Natur-Rohstoff, den Hausbauer derzeit wieder entdecken, ist Kautschuk. Das Grundmaterial für einen Kautschukboden besteht in der Regel aus Recycling-Kautschuk, der zu einem Granulat verarbeitet wird. Auf Terrassen und Balkonen ist der Kautschukboden wegen seiner Wärme und seiner weichen Konsistenz mittlerweile sehr beliebt.
Innovative Recycling-Materialien
Eine neuere innovative Entwicklung bei den Holzwerkstoffen sind die "Wood-Plastic-Composites" (WPC). Bei diesem neuen Werkstoff werden Holzfasern mit einer Kunststoffmatrix verbunden. Das Material wird im Spritzgussverfahren verarbeitet und kann so in jede nur erdenkliche Form gebracht werden. Der Anteil an Recycling-Kunststoff macht das Holz widerstandsfähig gegen Witterung und Pilzbefall. Der Holzanteil gibt den Dielen ein natürliches Aussehen.
Das WPC-Material stößt derzeit bei den Verbrauchern noch auf eine gewisse Skepsis, auch wenn dessen Qualitäten überzeugen. Ähnlich verhält es sich mit reinen Recycling-Materialien. Bodenbeläge aus reinem Recycling-Kunststoff können optisch mit Holzböden durchaus mithalten. Sie haben eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer und sind in vielen Farben und Formen herstellbar, leiden aber unter ihrem Plastik-Image.
