UNESCO Weltkulturerbe in Portugal

Lusitanische Schätze der Welt

Burg Sao Miguel von Guimaraes - Lou Avers
Burg Sao Miguel von Guimaraes - Lou Avers
Das kleine Portugal kann mit zwölf Weltkulturerbe- und einem Weltnaturerbetitel der UNESCO aufwarten.

Portugal ist die älteste Nation Europas und ein Land mit langer Kulturgeschichte. Allein 13 UNESCO Weltkulturerbe-Stätten sind auf dem Festland und den dazugehörigen Inselarchipelen Madeira und Azoren zu finden.

Weltkulturerbe-Stätten in Portugal

Die meisten der UNESCO Titel in Portugal wurden im Jahr 1983 vergeben. Das jüngste Mitglied kam 2004 hinzu.

  • Seit 1983:

Das Stadtzentrum von Angra do Heroismo auf der Azoreninsel Terceira

Angra do Heroismo ist eine kleine Hafenstadt und Hauptstadt der zweitgrößten Insel des Azorenarchipels, der Ilha da Terceira. Die mittelalterliche Barockstadt war zu Zeiten der Entdeckungsfahrten im 15. und 16. Jh. ein bedeutender Hafen, von dem viele Karavellen ausliefen.

Das Hieronymuskloster und der Turm von Belém in Lissabon

Beide sind Musterexemplare eines portugaleigenen Architekturstils, der Manuelinik. Unter König Manuel I. erlebte Portugal im 15. Und 16. Jh. seine glorreichste Zeit als See- und Kolonialmacht. Die Seefahrer brachten neue Eindrücke ins Land, die von den Künstlern in ein buntes Stilgemisch verwandelt wurden. Symbole von Tieren, Pflanzen, Knoten, Seilen, Karavellen wurden mit Formen der Gotik und Renaissance vermischt. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Das Kloster Batalha

Das Kloster Santa Maria da Victoria ist Portugals bedeutendstes spätgotisches Bauwerk. Es entstand zwischen dem 14. bis 16. Jh. König Johann I. ließ es zum Dank einer siegreichen Schlacht mit seinem Heeresführer Nuno Alvaro Pereira gegen die Spanier in Aljubarrota 1385 errichten.

Das Christuskloster in Tomar

Das Kloster des Christusritterordens wurde im 12. Jh. von den Templern erbaut. Es birgt eine Reihe einzigartiger Kunstschätze wie die Gebetskapelle Charola des Templerordens oder das Manuelinische Fenster.

  • Seit 1988:

Das historische Zentrum von Évora

Die Klein- und Universitätsstadt Evora in der portugiesischen Südprovinz Alentejo ist ein Juwel aus römischem, arabischem und mittelalterlichem Erbe. Die historische Altstadt dominiert ein Dianatempel aus dem 1. Jh.

  • Seit 1989:

Das Kloster Alcobaça

Das Zisterzienserkloster aus dem 12. Jh. ist die größte Klosteranlage Portugals. Das Kirchenschiff wird getragen von riesigen Säulen und besticht mit einer eleganten Schlichtheit. Innen sind diverse schöne Kapellen zu sehen und die gotischen Grabmale des berühmtesten Liebespaares Portugals, Ines de Castro und König Dom Pedro I.

  • Seit 1995:

Die Kulturlandschaft von Sintra

Das märchenhafte Sintra ist eines der schönsten Städtchen Portugals. Es ist umgeben von der grünen Serra de Sintra nördlich der Hauptstadt Lissabon. Die historische Altstadt birgt einige der ältesten Paläste des Landes. Auf einer Anhöhe unweit des Zentrums liegt inmitten dichter Wälder das portugiesische Neuschwanstein, der zuckerbäckerbunte Palacio da Pena. Schon der britische Romantiker und Poet Lord Byron beschrieb es in seinem Roman „Child Harold“ als Paradies auf Erden.

  • Seit 1996:

Die historische Altstadt von Porto

Die alte Handelsstadt Porto im Norden Portugals ist ein architektonisches Ensemble aus Granitsteinhäusern, Palästen, Kirchen und dem pittoresken Uferviertel Ribeirinha am Douro Fluss. Der Name der Stadt war später ausschlaggebend für den Namen Portugal.

  • Seit 1998:

Steinzeitliche Felsgravuren von Foz Côa

Über eine Länge von 17 Kilometern verteilen sich prähistorische Ritzzeichnungen von Hirschen, Auerochsen, Pferden und anderen Figuren unter freiem Himmel an den Felswänden entlang des Flusses Côa in Nordportugal. Die Felsgravuren von Foz Côa entstanden 28.000 v. Chr. und werden den Cro Magnon Menschen zugeschrieben. Sie gelten als eine der bedeutendsten Kultstätten des Jungpaläolithikums in Europa.

  • Seit 1999:

Weltnaturerbe Lorbeerwald Laurisilva der Insel Madeira

Der Lorbeerwald Laurisilva der Insel Madeira ist einer der letzten Urwälder Europas. Er bedeckt knapp 20 Prozent der Atlantikinsel.

  • Seit 2001:

Die Weinregion des Alto Douro

Die Nordufer des Douro Flusses gehören zu den ältesten Weinbauregionen Portugals. Auf 26.000 Hektar Fläche wachsen dort die Trauben für den Dourowein und Portugals bekanntestes Exportprodukt, den Portwein.

Das Stadtzentrum von Guimarães

Die Kleinstadt im Norden Portugals ist der Geburtsort des ersten Königs von Portugal, Dom Afonso Henriques. Er gründete im Jahr 1139 das Königreich Portucale. Guimarães gilt seither als Wiege Portugals und war die erste Hauptstadt des Landes.

  • Seit 2004:

Die Weinbaukultur der Azoreninsel Pico

Pico ist eine der neun Inseln des Azorenarchipels. Hier steht der höchste Berg Portugals, der Pico mit 2357 Metern. Ringsum verteilen sich Weingärten in rechteckigen Steinwällen (currais), wo einer der ältesten Weine Portugals, der goldfarbene Verdelho wächst. Aufgrund des vulkanischen Bodens hat er ein einzigartiges Aroma. Im 19. Jh. war er der Hauswein des Zarenhauses von St. Petersburg.

Silvia E. Baumann, Lou Avers

Silvia Baumann - Herzlich Willkommen auf meiner Profil-Seite! Seit 18 Jahren nimmt mich meine Leidenschaft - das Reisen - voll und ganz in Anspruch. Als ...

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