Unit Records Jazz-CD: "Roaming" des Quartetts "Klangquadrat"

Cover: Roaming von Klanquadrat - Unit Records
Cover: Roaming von Klanquadrat - Unit Records
Mit einem Wort: Großartig! Das ist die neue Jazz-Scheibe, die eben auf den Markt kam. Ein Quartett aus unserem Nachbarland spielt da einwandfreie Töne.

Es ist ein atemberaubendes, in sich geschlossenes, alternativloses, in seiner klanglichen Reinheit bestechendes; ganz, ganz starkes Stück in der langen Geschichte des Jazz, was da am 17. September 2010 vom Label Unit Records auf den Markt geworfen wurde. Das knapp 60minütige Debüt-Album „Roaming“ des experimentellen Schweizer Jazzquartetts „Klangquadrat“ ist überaus gelungen, zeichnet sich aus durch große Spielfreude, musikalische Intensität, Freude an der Musik, starke Strukturiertheit, und und und. Alles ist schräg, ach, so wunderbar schräg, wie man es im Jazz gewohnt ist. Und doch: Die Melodie, das große Ganze, die fein aufeinander abgestimmten Harmonien sind unüberhörbar. Toll, wie der Saxophonist Cedric Gschwind halb improvisierend voller Leichtigkeit durch seine Noten eilt, die er, wie alles auf dieser CD, selbst komponiert hat. Cool Jazz in Reinstform!

Jazz-CD: „Roaming“ der Schweizer Band „Klangquadrat“

Beeindruckend ist bei der Scheibe „Roaming“ von „Klangquadrat“ auch die sehr originelle, künstlerisch hochwertige Gestaltung des Covers. Schreiend bunt lässt sie einen Saxophonisten mit seiner Band im Hintergrund erkennen. Klar, dass das Saxophon in seiner raumfüllenden Klangstärke eine tragende Rolle einnimmt – nicht nur auf der „Roaming“-CD, sondern im Jazz überhaupt. Und bei „Klangquadrat“, auf ihrem neuesten, ersten Silberling, nutzt der Bläser diese Rolle mit Bravour, um seiner Band, seiner Musik dazu zu verhelfen, zu einem wirklichen musikalischen Glanzstück zu werden. Von der Presse wurde „Roaming“ schon frenetisch gefeiert, die Jazzfans werden die klaren, berechneten Gefühlsausbrüche lieben.

Die Gruppe improvisiert, spielt präzise nach Noten, entfaltet sich

Und das ist natürlich den gestandenen professionellen Musikern zu verdanken. An erster Stelle, klar, der Saxophonist, Komponist, Kopf der Gruppe Cedric Gschwind, geboren 1985 in der Schweiz. So sicher, so unaufdringlich spielt er auf der Scheibe „Roaming“ sein Sopran-, sein Tenorsax, dass das Zuhören eine Freude ist. Nicht verwunderlich! Denn: Seit seine Finger groß genug sind, ist er damit beschäftigt, sein Saxophon zu blasen. Zudem verfügt er über eine fundierte musikalische Ausbildung an der Jazzschule Basel, an der Universität für Musik in Wien. Gschwind ist der Jüngste seiner hochkarätigen, frischen Band „Klangquadrat“, die sich im Frühjahr 2008 für erste Konzerte zusammenfand.

„Klangquadrat“ gibt’s seit 2008 – Rege Konzerttätigkeit

Auch die drei Musikerkollegen sind nicht alt. Keiner ist über 30. Da ist der Gitarrist Jonas Windscheid. Er macht auf der „Roaming“-Scheibe durch mitreißende Soli von sich reden, zupft äußerst gefühlvoll die Saiten seines Instruments. Dann ist da der 1980 in der Schweiz geborene Kontrabassist Marco Nenniger. Er bietet auf der CD „Roaming“ ein unabdingbares klangliches Fundament, führt eine rege konzertante Tätigkeit, hat, wie alle „Klangquadratler“, sein Instrument natürlich studiert. Auch Daniel Mudrack, der Schlagzeuger, kreativer und energischer Soundzauberer, trägt voller Elan zum klanglichen Erfolg der „Klanquadrat“-Scheibe „Roaming“ bei. Leader Gschwind kann stolz auf ihn, auf alle sein. Alle Musiker ergänzen sich in ihrer formidablen Präzision einfach großartig. „Klangquadrat“ mit der CD „Roaming“ bei Unit Records – hören, kaufen und genießen. Hochwertige CDs des Labels wurden schon mehrfach an dieser Stelle besprochen.

Christopher Dömges, Christopher Dömges

Christopher Dömges - Christopher Dömges alias Tork Pöttschke, *1980 in Dortmund, nach Besuch des Gymnasiums leben und arbeiten am Borsigplatz ...

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